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Spitex-Welten

Spitex-Welten

著者: Jennifer Kummli Heinz M. Schwyter Martin Radtke
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概要

Der Podcast bespricht Hintergründe, vertieft Trends und zeigt Lösungsansätze für wichtige Fragen auf. Spitex-Welten richtet sich an alle, die sich für die Spitex interessieren. Spitex-Welten ist eine wilde Zusammenarbeit von Better Nursing und der Spitex-Drehscheibe. 社会科学 衛生・健康的な生活 身体的病い・疾患
エピソード
  • Politische Kontroverse über eine strukturelle Notwendigkeit
    2026/02/24
    Gast: Pascal Girardat, Unternehmensberater Bain & Company, Gründer Lifestage Solutions AG, Verwaltungsrat der Prica Pflege Zürich sowie der Prica Management AG Host: Martin Radtke, Co-Herausgeber Spitex-Drehscheibe Pascal Girardat zeichnet ein klares Bild: Ohne pflegende Angehörige funktioniert das Schweizer Gesundheitswesen nicht. Was politisch kontrovers diskutiert wird, ist für ihn eine strukturelle Notwendigkeit. Bis ins Jahr 2030 fehlen 43’000 Pflegefachpersonen. Es müssen immer mehr pflegebedürftige Menschen versorgt werden. Für Girardat ist deshalb offensichtlich: Ein erheblicher Teil der Versorgung wird und bleibt in den Händen von Angehörigen. «Ohne pflegende Angehörige entsteht eine Versorgungslücke, die wir mit professionellen Strukturen allein nicht schliessen können», sagt Pascal Girardat. Er wehrt sich gegen die Darstellung, das Modell der pflegenden Angehörigen sei primär ein Geschäftsmodell. Auch pflegende Angehörige unterliegen klaren Vorgaben. Sie werden angeleitet, dokumentieren Leistungen, absolvieren innerhalb eines Jahres eine anerkannte Ausbildung und stehen unter fachlicher Begleitung. Qualitätssicherung und Vier-Augen-Prinzip sind zentrale Elemente von Prica, die sich auf dieses Segment spezialisiert hat . Die häufige Reduktion der Debatte auf Tarife greift aus seiner Sicht zu kurz. Angehörige leisten weit mehr, als vergütet wird. Viele reduzieren ihre Erwerbstätigkeit oder geben sie ganz auf. Der volkswirtschaftliche Beitrag informeller Pflege sei erheblich, werde jedoch selten in Relation zu den diskutierten Kosten gesetzt. Gleichzeitig sieht Pascal Girardat Verbesserungsbedarf. Prozesse müssten klarer definiert und administrativer Aufwand reduziert werden. Digitalisierung könne unterstützen, etwa bei der Doku-mentation. Entscheidend sei jedoch, die Rolle der Angehörigen realistisch anzuerkennen, und zwar als integrierten Bestandteil der Versorgung.
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    36 分
  • «Es geht ums Leben, nicht nur ums Sterben.»
    2026/01/27
    Gast: Dr. Andreas Weber, ärztlicher Leiter des Palliativ Care-Teams Zürich Oberland Host: Jennifer Kummli, Gründerin und Inhaberin Better Nursing ------- Wann beginnt Palliative Care eigentlich? Was hat sie mit «gut leben» zu tun? Andreas Weber, ärztlicher Leiter des Palliativcare-Teams Zürich Oberland, räumt mit gängigen Missverständnissen auf. Palliative Care sei nicht erst «ganz am Schluss» da. Palliative Care setzt dann an, wenn klar wird: Eine Krankheit begrenzt das Leben – aber es bleibt Zeit, die gestaltet werden will. Andreas Weber erklärt, weshalb es in der Praxis nicht um ein Entweder-oder geht (Therapie oder Palliativ): Auch Antibiotika, Infektbehandlungen oder eine palliative Chemo können sinnvoll sein, wenn sie zur Lebensqualität passen. Entscheidend ist, früh über Ziele zu sprechen: Was ist mir jetzt wichtig? Wo will ich sein? Welche Krisen könnten kommen und was soll dann passieren? Für Andreas Weber ist klar: «Bei Palliative Care geht es ums Leben, nicht nur ums Sterben.» Spannend ist auch der Blick auf mobile Care-Teams. Sie begleiten Menschen nach dem Spital nach Hause oder ins Pflegeheim, im engen Zusammenspiel mit Spitex und Hausärzten. Und sie helfen, wenn Symptome schwer zu kontrollieren sind oder schwierige Entscheidungen anstehen. Dazu gibt’s in dieser Podcast-Episode Einblicke in die Versorgungslage in der Schweiz, den Mangel an ärztlicher Unterstützung im ambulanten Bereich und warum Notfallpläne (ACP) in Heimen viel konsequenter werden müssten. Reinhören lohnt sich: Für Fachleute ebenso wie für alle, die Palliative Care neu verstehen möchten.
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    43 分
  • «Wir sind systemrelevant»
    2025/12/30
    Gast: Marcel Durst, Gründungsmitglied ASPS Host: Martin Radtke, Co-Herausgeber Spitex-Drehscheibe Die private Spitex ist heute ein zentraler Pfeiler der ambulanten Versorgung. Das war nicht immer so. Marcel Durst, Mitgründer und langjähriger Geschäftsführer des Verbands der privaten Spitex-Organisationen (ASPS), hat über zwanzig Jahre daran gearbeitet, diese Lücke zu schliessen. Nun übergibt er die operative Leitung und zieht Bilanz. Als die ASPS gegründet wurde, fehlte den privaten Spitex-Organisationen eine eigenständige Vertretung. «Die privaten Leistungserbringer hatten politisch keine Stimme», sagt Marcel Durst. Während Spitex Schweiz primär die öffentlichen Organisationen mit kommunalen oder kantonalen Leistungsverträgen vertrat, wuchs der private Bereich stark, ohne formellen Platz im politischen Diskurs. Für Marcel Durst war früh klar: Wer nicht organisiert ist, wird nicht gehört. «Die privaten Spitex-Organisationen haben Marktanteile aufgebaut und sind heute systemrelevant. Entsprechend müssen sie mit der Politik, den Versicherern und dem BAG auf Augenhöhe sprechen können.» Eine Integration in Spitex Schweiz sei damals diskutiert worden, habe sich aber nicht realisieren lassen. «Heute ist das Verhältnis konstruktiver, doch damals brauchte es zwingend einen eigenen Verband.» Diese Entscheidung habe sich bewährt. Die ASPS vertritt heute rund 480 Organisationen und einen grossen Teil der ambulanten Pflegeleistungen der privaten Spitex. «Wir sind heute politisch präsent und werden ernst genommen», sagt Marcel Durst. Sichtbar werde das auch an konkreten Erfolgen, etwa bei der Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Hauswirtschaft und Betreuung für die private Spitex. Konfliktlinien bestehen dennoch, insbesondere auf kantonaler Ebene. Marcel Durst spricht von strukturellen Unterschieden in der Finanzierung zwischen öffentlichen und privaten Organisationen. «Wir fordern keine Sonderrolle, sondern faire und transparente Rahmenbedingungen.» Gerade weil beide Seiten Teil derselben Versorgung seien, müsse Vergleichbarkeit gegeben sein. Gleichzeitig betont Durst die Ergänzung der Modelle. Private Organisationen seien oft flexibler organisiert, arbeiteten stärker mit Bezugspflege und hätten eine hohe betriebliche Effizienz. «Es braucht öffentliche und private Anbieter. Entscheidend ist nicht das Entweder-oder, sondern das Miteinander.» Mit Blick auf die Zukunft rückt für Marcel Durst die Zusammenarbeit stärker in den Vordergrund. «Wir wollen Projekte gemeinsam mit Spitex Schweiz angehen.» Voraussetzung sei jedoch die gegenseitige Anerkennung als gleichwertige Partner. «Man muss akzeptieren, dass es zwei Player gibt, die auf Augenhöhe zusammenarbeiten.» Mit der Übergabe der operativen Leitung an Katharina Hadorn und Christine Hänni endet für Marcel Durst eine prägende Phase. Sein zentrales Anliegen bleibt jedoch aktuell: «Die ambulante Pflege wird in den kommenden Jahren stark wachsen. Umso wichtiger ist eine konstruktive, starke politische Vertretung.» Ob diese künftig getrennt oder gemeinsam organisiert ist, wird die Zukunft zeigen.
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    26 分
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