Sophie Mahlo: Von der Anwältin zum Millionen-Fisch-Biz
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„Ich dachte immer, dass mir der liebe Gott diesen Fisch gegeben hat und dieses Kind zusammen – damit ich mit den Einnahmen Forscher bezahlen kann, die dieses Gen heilen.“ — Sophie Mahlo „Wir haben jeden einzelnen Mitarbeiter interviewt und gesagt: ‚Bitte sagt uns, was wir besser machen können, was gut läuft und was nicht.‘ Es ist erstaunlich, wie viel Wissen in den Mitarbeitern steckt .“ — Sophie Mahlo
Vom glucksenden Keramikfisch beim Sonntagsbrunch zum Kauf einer traditionsreichen englischen Manufaktur: In dieser Folge von „Küchentischromantik“ begrüßen Phil und Kain eine Frau, deren Lebenslauf jede Schablone sprengt: Sophie Mahlo.
Studierte Medienrechtlerin mit New Yorker Examen, Urheberrechtlerin und Filmproduzentin auf dem roten Teppich in Cannes – bis sie sich 2011 in eine skurrile britische Wasserkaraffe verliebte.
Als britische Vertriebler abwinkten („Believe me darling, if there was a way we would have figured it out – es geht nicht“), ging Sophie erst recht los. Sie lief mit gefüllten Karaffen durch Berliner Concept-Stores, stellte die Pariser Messe Maison & Objet mit einem winzigen 3x3-Meter-Stand auf den Kopf und kaufte schließlich mitten in der Insolvenz die englische Fabrik per Fax auf, um 33 Mitarbeiter vor dem Aus zu retten.
Hinter dem weltweiten Kult um Gluckigluck steht jedoch eine noch viel größere, zutiefst bewegende Mission: Sophies Tochter Soley leidet an der seltenen Genmutation SYNGAP. Aus dem „Car-Office“ und Wartezimmern heraus baute Sophie ihr Business auf und nutzt die Erlöse zum Teil gezielt, um klinische Studien und Heilungsansätze an der Berliner Charité anzuschieben.
Die Highlights dieser Folge für deine Ohren:
Vom Brunch zum Business: Wie Sophie 2011 die glucksende Fisch-Karaffe entdeckte, warum der Export angeblich unmöglich war und wie Nachbar Oliver Polak die ersten Fische kaufte.
Guerilla-Vertrieb ohne Werbebudget: Warum Sophie fremde Gläser in Berliner Stores füllte und wie sich der Fisch ohne einen Cent Marketing-Budget auf den Tischen der Kunden selbst vermarktete.
Der Pariser Messe-Coup: Wie ein improvisierter 3x3-Meter-Stand Branchenriesen das Fürchten lehrte und benachbarte Händler halfen, über 100 Bestellungen aufzuschreiben.
Fabrikkauf per Fax: Als Wade Ceramics in die Pleite rutschte und ihr Partner warnte („Kauf das bloß nicht!“), bot Sophie mit, flog nach England und übernahm 33 Mitarbeiter.
Sneaker statt Chef-Allüren: Wie Sophie in Turnschuhen das Vertrauen der Fabrikarbeiter gewann, den Buchhalter zum CFO machte und das Team auf Augenhöhe neu aufstellte.
Kampf gegen SYNGAP: Was hinter der seltenen Genmutation ihrer Tochter Soley steckt, warum betroffene Eltern wahre Helden sind und wie Sophie mit Unternehmergeist die medizinische Forschung antreibt.
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