エピソード

  • Polio in Deutschland – die Kinderlähmung ist noch lange nicht Geschichte
    2026/05/21
    Polio in Deutschland – die Kinderlähmung ist noch lange nicht Geschichte Die Poliomyelitis gilt vielen als Krankheit aus dem vergangenen Jahrhundert. Doch die Kinderlähmung, wie diese Erkrankung landläufig auch genannt wird, ist noch lange nicht verschwunden und ausgerottet. Das betrifft auch Deutschland. Seit Ende 2024 werden immer wieder impfstoffabgeleitete Polioviren (cVDPV2) in Abwässern verschiedener europäischer und auch deutscher Städte gefunden. Und im Oktober 2025 wurde in einer Hamburger Abwasserprobe erstmals seit über 30 Jahren wieder Polio-Wildvirus Typ 1 in Deutschland nachgewiesen. In dieser Folge spricht Tobias Stolzenberg mit der Epidemiologin Dr. Carolina J. Klett-Tammen, der stellvertretenden Leiterin der Klinischen Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, über die aktuelle Polio-Lage, den Impfschutz in Deutschland und was Hausärztinnen und Hausärzte wissen und tun sollten. Themen dieser Folge: • Warum ist Polio noch immer ein Thema in der Hausarztpraxis? • Was bedeuten die Funde von Polioviren im deutschen Abwasser? • Poliovirustypen, Impfstoffe, Impfstoffviren: Was ist was? • So ist der Krankheitsverlauf bei Poliomyelitis: Lähmungen sind nicht unbedingt krankheitstypisch – gerade darum ist das Virus so gefährlich. • Impflücken in Deutschland: Was zeigt die HZI-Studie zum Polio-Impfstatus in Deutschland? • Das cVDPV2-Paradoxon: Wenn der Impfstoff selbst zum Problem wird. • Polio in Gaza: Was zeigt uns der Ausbruch über die Fragilität der globalen Eradikation? • Was sollten Hausärztinnen und Hausärzte konkret tun? Gast dieser Folge: Dr. Carolina J. Klett-Tammen, Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig Dr. Klett-Tammen ist Sprecherin des Fachbereichs Global Health in der Deutschen Gesellschaft für Public Health. Host dieser Folge: Tobias Stolzenberg, Redakteur bei Medical Tribune in Wiesbaden Kontakt zur Redaktion: o-ton-allgemeinmedizin@medtrix.group Weiterführende Links: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) https://www.helmholtz-hzi.de Deutsche Gesellschaft für Public Health https://www.dgph.info/ HZI-Studie zum Polio-Impfstatus in Deutschland Self-reported poliomyelitis vaccination and documentation in adults indicates high uptake: a digital German epidemic panel https://link.springer.com/article/10.1186/s12889-025-24865-9 RKI-Ratgeber Poliomyelitis (laufend aktualisiert) https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Poliomyelitis.html RKI: Schutzimpfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Impfungen-A-Z/Poliomyelitis-Kinderlaehmung/polio-node.html RKI: Nationale Enterovirussurveillance https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Eliminationsprogramme/Kommission-Polioeradikation/Nationale-Enterovirus-Surveillance/nationale-enterovirus-surveillance-node.html MuSPAD – bundesweite Antikörperstudie zu SARS-CoV-2-Infektionen des HZI https://muspad.de WHO Poliovirus IHR Emergency Committee https://www.who.int/groups/poliovirus-ihr-emergency-committee https://bit.ly/4hoYfbK
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    38 分
  • Ethische Grenzen der Ökonomisierung in Kliniken und Arztpraxen
    2026/05/07
    Wie rentabel darf eine Arztpraxis sein – und wo beginnt ein ethisches Problem? In dieser Folge von O-Ton Allgemeinmedizin spricht Redakteurin Anouschka Wasner mit Professor Arne Manzeschke, Ethiker an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, über drängende Fragen im Gesundheitswesen zur Ökonomisierung der Medizin. Was passiert, wenn medizinische Entscheidungen auch davon abhängen, ob sich eine Behandlung rechnet? Warum wird manchmal länger beatmet als medizinisch notwendig – und wer trägt dafür die moralische Verantwortung? Vom DRG-System über Bonuszahlungen und IGeL-Leistungen bis hin zur wachsenden Rolle von Private-Equity-Gesellschaften in der ambulanten Versorgung: Professor Manzeschke ordnet ein, differenziert und benennt, wo für ihn die ethischen Grenzen liegen. Außerdem: Welche Rolle wird Künstliche Intelligenz im ärztlichen Alltag spielen – und welche Verantwortung bleibt zwingend beim Menschen? Eine nachdenklich machende Folge für alle, die das Gesundheitswesen nicht nur aus der Perspektive der Effizienz denken wollen. Im Podcast erwähnt: Bourdieus Stufen der Ökonomisierung z.B. in: Uwe Schimank und Ute Volkmann, Ökonomisierung der Gesellschaft. In: Andrea Maurer (Hrsg.), Handbuch der Wirtschaftssoziologie, Wiesbaden (VS) Sennett, Richard: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin (Berlin-Verlag) 1998 Literatur zum Thema von Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke: Arne Manzeschke: »Global Health – Wirtschaftsethische Anmerkungen zur Ökonomisierung des deutschen Gesundheitswesens« https://doi.org/10.1515/9783110182521.129 Alexander Michael Dietz, Ralph Charbonnier und Arne Manzeschke (Hrsg.), »Aktiengesellschaft Krankenhaus. Bestimmen ökonomische Ziele medizinisches Handeln?«, Bayreuth (P.C.O.-Verlag) 2007 Friedrich Heubel, Matthias Kettner und Arne Manzeschke (Hrsg.): Die Privatisierung von Krankenhäusern. Ethische Perspektiven. Wiesbaden (VS-Verlag) 2010 Arne Manzeschke: »Privatisierung von Krankenhäusern. Ethische Erwägungen zum moralischen Status eines öffentlichen Gutes«. In: Pflege & Gesellschaft, Heft 1, 14 (2009) https://doi.org/10.1007/978-3-531-92479-3 Arne Manzeschke: »Die effiziente Organisation. Beobachtungen zur Sinn- und Seinskrise der Krankenhäuser«. In: Ethik in der Medizin, Band 23, Heft 4 (2011) Arne Manzeschke: »Ressourcenzuteilung im Gesundheitswesen. Zur Logik der Leistungssteigerung und Effizienzmaximierung und ihren ethischen Grenzen«. In: Kathrin Dengler, Heiner Fangerau (Hrsg.): Zuteilungskriterien im Gesundheitswesen: Grenzen und Alternativen. Bielefeld (Transcript) 2013 researchgate.net/publication/271677946_Die_effiziente_Organisation Arne Manzeschke: »Der Umgang mit finanziellen Anreizen als ethische Herausforderung«. In: Georg Marckmann (Hrsg.): Praxisbuch Ethik in der Medizin, Berlin (Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft) 2. Aufl., 2022 https://bit.ly/4hoYfbK
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    44 分
  • Zeckenstich mit Folgen: Das Wichtigste zur Borreliose
    2026/04/23
    Zeckenstich mit Folgen: Das Wichtigste zur Borreliose Die Freiluftsaison hat begonnen und mit ihr steigt Sorge vor einem Zeckenstich und den möglichen Folgen. Doch wie hoch ist das Risiko für eine Lyme-Borreliose wirklich? Und was ist zu tun, wenn man eine Zecke an sich entdeckt? In dieser Folge von O-Ton Allgemeinmedizin spricht Medizinredakteurin Stefanie Menzel mit einem der führenden Experten auf diesem Gebiet: Dr. Volker Fingerle vom Nationalen Referenzzentrum für Borrelien. Erfahren Sie, wie man Zecken korrekt entfernt, woran man ein Erythema migrans erkennt und wann eine ärztliche Behandlung unumgänglich ist. Dr. Fingerle erklärt die verschiedenen Stadien der Erkrankung – von der frühen Hautmanifestation über die gefürchtete Neuroborreliose bis hin zur Lyme-Arthritis. Zudem gibt er Einblicke in die aktuelle Diagnostik inklusive Antikörpernachweis und Therapie. Außerdem: Was hat es mit dem vieldiskutierten Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom (PTLDS) auf sich? Und wann kommt endlich eine wirksame Impfung gegen Borreliose? Gast dieser Folge: Dr. Volker Fingerle, Nationales Referenzzentrum für Borrelien am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Host dieser Folge: Stefanie Menzel, Redakteurin bei Medical Tribune in Wiesbaden Kontakt zur Redaktion: o-ton-allgemeinmedizin@medtrix.group Weiterführende Links: Nationales Referenzzentrum für Borrelien Gesundheit: Nationales Referenzzentrum für Borrelien: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/borreliose/nrz_borrelien.htm RKI-Ratgeber zur Lyme-Borreliose: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_LymeBorreliose.html S2k-Leitlinie „Kutane Lyme-Borreliose“: https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-044l_S2k_Kutane_Lyme_Borreliose_2024-06.pdf S3-Leitlinie „Neuroborreliose“: https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-071l_S3_Neuroborreliose_2024-05.pdf
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    43 分
  • Polypharmazie und Deprescribing: Medikamente reduzieren und absetzen
    2026/04/09
    Kill the Pill: Deprescribing als wichtige ärztliche Routine Polypharmazie ist im Alter eher die Regel als die Ausnahme. Im Durchschnitt nehmen geriatrische Patientinnen und Patienten neun bis zehn Dauermedikamente ein. Die Risiken werden häufig unterschätzt: Sturzgefahr, Delir, Müdigkeit, sinkende Therapietreue und gefährliche Wechselwirkungen. In dieser Folge von O-Ton Allgemeinmedizin spricht Medizinredakteuer Tobias Stolzenberg mit Prof. Dr. Michael Denkinger, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Agaplesion Bethesda Klinik Ulm und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, über das gezielte Reduzieren und Absetzen von Medikamenten, das sogenannte Deprescribing. Prof. Denkinger erklärt, wann Polypharmazie zum Problem wird, welche Rolle Tools wie die FORTA-Liste, die Priscus-Liste und die STOPP/START-Kriterien spielen, und warum klinische Erfahrung, strukturierte Algorithmen und der Dialog mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen unersetzlich sind. Außerdem: Wie sieht es haftungsrechtlich aus? Welche Substanzen sind beim Deprescribing besonders heikel – Opioide, Antipsychotika, Schlafmittel? Und was muss sich strukturell ändern, damit Deprescribing in Deutschland Breitenwirkung entfaltet? In dieser Folge u. a.: • Definition und Häufigkeit von Polypharmazie • Drug-Drug- und Drug-Disease-Interaktionen • FORTA, Priscus, STOPP/START, Beers im Vergleich • Deprescribing-Algorithmen und internationale Ressourcen • rechtliche Absicherung und Dokumentation • Wann ist der richtige Zeitpunkt für Deprescribing? • Zukunftsvision: Vernetzung, Digitalisierung, Gesprächsmedizin Gast dieser Folge: Prof. Dr. Michael Denkinger, Agaplesion Bethesda Klinik Ulm; Institut für Geriatrische Forschung am Universitätsklinikum Ulm; Deutsche Gesellschaft für Geriatrie Prof. Denkinger ist Mitglied der FORTA-Expertengruppe. Host dieser Folge: Tobias Stolzenberg, Redakteur bei Medical Tribune in Wiesbaden Kontakt zur Redaktion: o-ton-allgemeinmedizin@medtrix.group Weiterführende Links: S3-Leitlinie Hausärztliche Leitlinie Multimedikation https://register.awmf.org/assets/guidelines/053-043l_S3_Multimedikation_2021-08.pdf Priscus 2.0 – Liste potenziell inadäquater Medikation für ältere Menschen https://www.priscus2-0.de/index.html FORTA-Liste – Fit FOR The Aged https://www.umm.uni-heidelberg.de/ecas/experimentelle-pharmakologie/research/gruppe-wehling/ Die FORTA-Liste gibt es auch als App im Google Play Store und im App Store für iPhone. Beers-Kriterien, deutsche Version der Beers-Liste https://www.bcp.fu-berlin.de/pharmazie/faecher/klinische_pharmazie/arbeitsgruppe_kloft/materialien/Beers-Liste.pdf Stopp/Start-Kriterien, in englischer Sprache https://www.cgakit.com/_files/ugd/2a1cfa_94280508e6014f3db06594abd0193994.pdf German Deprescribing Network (GerDeN) https://deprescribing.de Primary Health Tasmania, medication management – deprescribing https://www.primaryhealthtas.com.au/resources/deprescribing-resources/ Deprescribing-Leitlinien und -Empfehlungen Kanada https://deprescribing.org RETREAT-Frail-Studie – Reduction of Antihypertensive Treatment in Nursing Home Residents https://doi.org/10.1056/nejmoa2508157 DANTON-Studie – Effects of the discontinuation of antihypertensive treatment on neuropsychiatric symptoms and quality of life in nursing home residents with dementia (DANTON): a multicentre, open-label, blinded-outcome, randomised controlled trial https://doi.org/10.1093/ageing/afae133
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    45 分
  • Tötungsdelikte in der Medizin – Vom Verdacht zur Verurteilung
    2026/03/26
    Diese Folge von O-Ton Allgemeinmedizin ist der zweite Teil der Doppelfolge rund um Tötungsdelikte im medizinischen Kontext. Wie laufen die Ermittlungen ab, wenn Ärztinnen oder Ärzte verdächtigt werden, jemanden getötet zu haben? Und welche Faktoren bestimmen das Strafmaß? Chefredakteurin Kathrin Strobel und Redakteurin Isabel Aulehla sprechen mit dem Strafverteidiger Prof. Dr. Florian Zenger und der Palliativärztin Dr. Alexandra Scherg. Es geht um die rechtlichen Unterschiede von fahrlässiger Tötung und Mord, die Bedeutung von Heimtücke oder Mitleid für das Strafmaß – und um medizinische Extremsituationen am Lebensende. https://www.medical-tribune.de/medizin/allgemeinmedizin/toetungsdelikte-in-der-medizin-vom-verdacht-zur-verurteilung Dieser Podcast ist werbefinanziert. Wenn Sie in unserem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gern unter podcast-vermarktung@medtrix.group
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    25 分
  • Tötungsdelikte in der Medizin – Das unsichtbare Verbrechen
    2026/03/12
    In dieser Folge von O-Ton Allgemeinmedizin geht es um Tötungsdelikte im medizinischen Kontext: Wie ist es möglich, dass Ärztinnen, Ärzte oder Pflegekräfte über Jahre hinweg Patientinnen und Patienten töten, ohne entdeckt zu werden? Chefredakteurin Kathrin Strobel und Redakteurin Isabel Aulehla sprechen mit der Palliativärztin Dr. Alexandra Scherg, dem Rechtsmediziner Prof. Dr. Sven Hartwig und dem Strafverteidiger Prof. Dr. Florian Zenger über die strukturellen Lücken im System. Die Folge erklärt, warum die Leichenschau ein struktureller blinder Fleck ist, wieso Medikamente als spurenarme Tatwaffe kaum nachzuweisen sind, wie das Schweigen im Team Täterinnen und Täter schützt – und welche Sicherheitsmechanismen existieren oder dringend eingeführt werden sollten, um solche Verbrechen zu verhindern: von Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen über KI-gestützte Dienstplanauswertungen bis hin zur Forderung nach einer unabhängigen Leichenschau. https://www.medical-tribune.de/medizin/allgemeinmedizin/toetungsdelikte-in-der-medizin-das-unsichtbare-verbrechen Dieser Podcast ist werbefinanziert. Wenn Sie in unserem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gern unter podcast-vermarktung@medtrix.group
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    26 分
  • Hinter den Kulissen: Die neue Medical Tribune
    2026/02/26
    Wie entsteht eigentlich die Medical Tribune – und was hat sich beim großen Relaunch im Januar 2026 verändert? In dieser Folge von O Ton Allgemeinmedizin spricht Chefredakteurin Kathrin Strobel mit Hanna Finja Weichert über den Wandel eines Fachmediums, das seit über 60 Jahren Ärztinnen und Ärzte begleitet. Zu hören ist, • wie Themen in der Redaktion gefunden und aufbereitet werden, • wie viele Schritte ein Beitrag durchläuft, bevor er veröffentlicht wird, • welche Überlegungen hinter dem neuen Claim „Hier spielt die Medizin“ stehen, • und wie die MT heute crossmedial arbeitet – von Print bis Podcast. Ein Gespräch über journalistische Qualität, tägliche Entscheidungsprozesse und die Balance zwischen Tradition und Wandel im modernen Wissenschaftsjournalismus. Dieser Podcast ist werbefinanziert. Wenn Sie in unserem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gern unter podcast-vermarktung@medtrix.group
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    18 分
  • Nichts dem Zufall überlassen: Wie man mit Zufallsbefunden richtig umgeht
    2026/02/12
    Kennen Sie den Patienten Rainer Zufall? Er kommt, ohne dass man ihn extra einbestellt hätte, hat keine Symptome und verlangt nun, dass man ihn genauer untersucht. Rainer Zufall steht symbolisch für ein häufiges Problem in Hausarztpraxen: Zufallsbefunde. In dieser Folge erinnert Prof. Dr. Thomas Kötter daran: "Das Gros der Zufallsbefunde ist völlig bedeutungslos und dann ist jede weitere Abklärung unnötig und bedeutet mehr Schaden als Nutzen." Der Kollege arbeitet am Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und zusätzlich in einer Hausarztpraxis in Lübeck. Im Alltag wendet er regelmäßig Strategien an, um unnötige Erst- und Folgeuntersuchungen zu vermeiden. Welche das sind, erzählt er MT-Redakteur Dr. Sascha Gehrken im Podcast. U.a. kommt es darauf an, die Erwartungshaltung der Patientinnen und Patienten zu erfragen. Hierfür eignet sich die Kommunikation nach dem ICE-Schema, auf das der Kollege genauer eingeht. Auch die Themen individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und Wearables werden im Kontext von Zufallsbefunden besprochen. Und obwohl es in dieser Folge eigentlich um Zufallsbefunde geht, lässt sich der Kollege zu einem Kommentar über die aktuelle Debatte um Krankschreibungen und Krankenstand hinreißen. Hören Sie rein! Themen in dieser Folge: (01:25) Warum man Zufallsbefunde vermeiden sollte (05:50) IGeL im Kontext von Zufallsbefunden (07:37) Tipps zur Vermeidung von Überdiagnostik durch Bildgebung und Co. (11:08) Was tun, wenn der Zufallsbefund da ist? (13:02) Wie man mit den Patientinnen und Patienten kommuniziert (ICE-Schema) (16:39) Off-topic: Zu viele Krankschreibungen in der Hausarztpraxis? (19:35) Umgang mit Befunden von Wearables (21:06) juristische Aspekte (24:16) Take-Home-Messages Weiterführende Informationen: Prof. Kötter hat einen Artikel mit dem Titel "Umgang mit Zufallsbefunden in der hausärztlichen Praxis" veröffentlicht: thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2143-9294?device=desktop&innerWidth=412&offsetWidth=412 Aktuelle MT-Artikel zum Thema: medical-tribune.de/medizin/endokrinologie/zielgerichtetes-vorgehen-bei-zufallsbefunden-der-thyreoidea-soll-ueberdiagnostik-vermeiden medical-tribune.de/medizin/onkologie/was-man-zu-pulmonalen-zufallsbefunden-beim-lungenkrebsscreening-weiss medical-tribune.de/medizin/onkologie/nebenwirkung-inzidentalom-aerzte-muessen-mit-patienten-die-risiken-bildgebender-verfahren-besprechen Dieser Podcast ist werbefinanziert. Wenn Sie in unserem Podcast Werbung schalten wollen, schreiben Sie uns gern unter podcast-vermarktung@medtrix.group
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    26 分