エピソード

  • Intermezzo #1: Ein Jahr Merz. 🎂 Mit Marcel Lewandowsky
    2026/05/05
    Mein Podcast „Nicht noch ein Politik-Podcast” erscheint, wie ihr vielleicht wisst, monatlich als Langformat. Das hat den Vorteil, dass ich mir wirklich viel Zeit für meine Themen und vor allem für meine Gäste nehmen kann, meist neunzig Minuten. Es hat allerdings den Nachteil, dass ich Monate vorausplane und viel vorbereite, oft vorab ganze Bücher lese; und dadurch etwas weniger spontan bin und weniger in der Lage, „mal schnell etwas” aufzunehmen. Um diese Lücke zu schließen, habe ich mir das Podcast-Format „Intermezzo” ausgedacht, das ab und an ergänzend zum regulären Podcast erscheinen wird – als Kurzformat. So kann ich schnell auf das Tagesgeschehen reagieren, aktuellere Themen miteinbeziehen oder einfach mal spontan eine Sonderfolge aufnehmen! Als Intermezzo #1 habe ich ein Gespräch mit Marcel Lewandowsky aufgenommen, Professor für Regierungslehre und Policyforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Schwerpunkte sind Demokratie, Parteinforschung, Populismus und Extremismus. Zuletzt erschienen von ihm „Die globale Rechte“ (2025, C.H. Beck Wissen) und „Was Populisten wollen“ (2024, Kiepenheuer & Witsch). Ein Jahr Merz? Zeit für ein Zwischenfazit! Gemeinsam mit Marcel blicke ich zurück auf ein Jahr Merz-Regierung – so lange haben wir schon die „neue” Regierung. Friedrich Merz (CDU) wurde am 6. Mai 2025 als neuer Bundeskanzler vereidigt, nachdem er zuvor im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt wurde. Wir reden über eine nicht halbierte AfD, über das Fehlen „großer Würfe” und eine Bundesregierung, die von vielen als kühl, kalt und technokratisch empfunden wird. Es geht um die Ehekrise zwischen CDU und SPD, um Emotionen in der Politik und die Frage, wie wehleidig man als Regierungschef sein darf. Was das ganze mit Vertrauen zu tun hat und was Friedrich Merz mit dem Wal verbindet, erfahrt ihr ebenfalls! Danke für den spontanen Talk, lieber Marcel! Prof. Dr. Marcel Lewandowsky ist Politikwissenschaftler und Professor für Regierungslehre und Policyforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Demokratie, Parteien und Populismus. Zuletzt erschienen von ihm „Die globale Rechte“ (2025, C.H. Beck Wissen) und „Was Populisten wollen“ (2024, Kiepenheuer & Witsch). Foto: Anna Kolata/Universität Halle. Links: - Jan auf [Steady](https://steadyhq.com/de/janskudlarek/posts) - [Jans Newsletter und soziale Medien](https://wonderl.ink/@janskudlarek) - [Jans Arbeit auf Steady unterstützen](https://steadyhq.com/de/janskudlarek/about#js-publication_plans) - [www.janskudlarek.de](https://www.janskudlarek.de/) - Der Podcast liebt von eurer Unterstützung, du kannst z.B. [etwas in die Kaffeekasse werfen](https://www.paypal.com/paypalme/JanSkudlarek214) - Marcel auf [Instagram](https://www.instagram.com/marcel.lewandowsky/) und [auf Bluesky](https://bsky.app/profile/mlewandowsky.bsky.social) - [Universitäre Webseite](https://regierungslehre.politik.uni-halle.de/team/] - Marcel erwähnt [diesen Artikel](https://taz.de/Koalition-CDU-Linkspartei/!6111809/) - Ich zitiere mehrfach aus [Die kühlste Regierung aller Zeiten](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/bundesregierung-distanziert-emotionen-kalt-gefuehle?freebie=be9c08ba) - Music by [Agera Beatz](https://pixabay.com/de/users/agerabeatz-33186009/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=141803) from [Pixabay](https://pixabay.com//?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=141803) - Sound Effect by [Alban_Gogh](https://pixabay.com/users/alban_gogh-28413822/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=308750) from [Pixabay](https://pixabay.com/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=308750) - "Nicht noch ein Politik-Podcast" wird unterstützt von der [EWS Schönau](https://www.ews-schoenau.de/) <3
    続きを読む 一部表示
    54 分
  • (30) Sex, Intimität und fragile Männlichkeit: Wie finden wir zueinander? - mit Lisa Hoffmann & Madita Oeming
    2026/04/16
    In der 30. Ausgabe meines Politik-Podcasts wird’s intim! Mit Sozialpsychologin Lisa Hoffmann und Kulturwissenschaftlerin und Sexualpädagogin Madita Oeming spreche ich über Intimität, Sexualität und Geschlechterrollen. Schnell stellen wir fest, dass es trotz der allgemein verbreiteten Meinung, die Gesellschaft sei aufgeklärt, noch viele Tabus und Schamgefühle bezüglich Intimität und Sexualität gibt. Scham, Vorurteile und Diskriminierung sind keine Seltenheit, sowohl im akademischen als auch im öffentlichen Raum. Nicht nur ist die weibliche Lust und die „weibliche Wirklichkeit“ von der Forschung chronisch untererforscht und mitunter zum vermeintlichen Nischenthema verstoßen, auch sonst haben es Frauen nicht leicht zwischen Slutshaming, „mentalen Brillen“ voller Vorurteilen (die passive, quasi heilige Frau; der stets starke, erobernde Mann) und einer zusehends krisenhaften Männlichkeit. Wir reden über Disney-Filme, Geschlechterrollen und Orgasm Gaps; über die Beharrungskräfte männlicher und weiblicher Mindsets, toxische Dating-Tipps, über gesellschaftliche Gleichberechtigung und die fortschreitende Radikalisierung einer jungen Generation, bei der die Sozialen Netzwerke ganze Arbeit leisten (Stichwort: Manosphere). Gemeinsam erörtern wir, wie wichtig Empathie ist, ebenso Medienkompetenz – und dass sich in Erziehung, Schule und Politik wohl noch einiges ändern muss, damit die Lage nicht vollends eskaliert. Was wir aus dem Fall Ulmen-Fernandes hinsichtlich Digitaler Gewalt konstruktiv lernen können, ist ebenfalls unser Thema wie #notallmen; und warum es weniger um Schuld geht als um Verantwortung. Wie üblich geben euch meine Gäste viele gute, kluge, praktische Tipps – vom medialen Umgang mit Sexualthemen über die Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen bis hin zu weiterführenden Studien und Lektüren. Am Ende steht die Erkenntnis, das nicht bloß „die Scham die Seiten wechseln“ muss, sondern wir alle – die Gesellschaft insgesamt – sensibler werden sollte für die Themen Sexualität, Einvernehmlichkeit, Respekt und Geschlechterkommunikation. Ganz nach dem Motto: Aufgeklärt statt aufgeregt. Unser Fazit: Die Lage ist verzwickt, aber keineswegs ausweglos. Danke Lisa, danke Madita; für eure Offenheit, für eure Expertisen, für die Enttabuisierung wichtiger Themen! *** Madita Oeming ist Kulturwissenschaftlerin, ausgebildete Sexualpädagogin und anerkannte Expertin für digitale Sexualität. Sie bildet deutschlandweit Fach- und Lehrkräfte im Umgang mit sexuellen Medien weiter und ist eine gefragte Speakerin für Themen wie Mediensucht, Jugendmedienschutz oder digitale Gewaltprävention. An der Uni Gießen koordiniert sie derzeit ein Forschungsprojekt zu Pornokompetenzen. Wissenschaftlich hat sie international publiziert und zuletzt im Jahrbuch für Pädagogik. 2023 erschien ihr Sachbuch «Porno. Eine unverschämte Analyse». Auf dem Instagram-Kanal @wissenstattscham vermittelt sie sexuelle Medienkompetenz. Ebenso erreicht ihr sie unter @maditaoeming. Madita Oeming (2026) – Aufgeklärt statt aufgeregt: Was Eltern heute brauchen, um ihre Kinder durch die digitale Pubertät zu begleiten (Rowohlt polaris) Dr. Lisa Hoffmann ist Dipl.-Psychologin und Wissenschaftlerin. Von 2012-2024 forschte und lehrte sie am psychologischen Institut der Universität Bonn in der Abteilung Sozial- und Rechtspsychologie. Seit August 2024 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lernbereichsleitung (Gesundheits-, Sozialwissenschaften und Psychologie) am Institut für Hebammenwissenschaft der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen v.a. im Bereich Geburt, Übergang zur Elternschaft, Mindsets, Emotionen, Genderstereotype und Sexualität. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit setzt sie sich in den sozialen Medien, v.a. Instagram (unter dem Handle @einanfang), für Wissenschaftskommunikation ein. Female Mindsets (2025) – Wie Denkmuster Weiblichkeit formen – über Geburt, Sexualität und die Macht der Erwartungen Fotos © Annkristin Beier; © Paula Winkler
    続きを読む 一部表示
    1 時間 53 分
  • (29) Ein Patient namens Deutschland. Unser Gesundheitssystem zwischen Normalität und Notfall – mit Janosch Dahmen
    2026/03/21
    Mit dem Bundestagsabgeordneten, Notfallmediziner und Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen (Bündnis 90/Die Grünen) rede ich in meiner aktuellen Podcastfolge über einen Patienten namens Deutschland. Wir besprechen bröckelnde Gewissheiten, neue Herausforderungen und technische Umbrüche. Neben den Problemen des deutschen Gesundheitssystems geht es um die Monopolisierung durch Tech-Konzerne und die wachsende Bedeutung von KI in der Medizin. Wir erörtern die Notwendigkeit radikaler Reformen im Gesundheitswesen bei gleichzeitiger Plattformregulierung; und nehmen ebenso die vielen Vorteile und Chancen ins Auge, die uns Künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren bereitstellen wird und jetzt schon bereitstellt. Es geht um per KI-Unterstützung vom Krebs geheilte Hunde, um KI-Agenten auf Selbstfindungsreise, um medizinische Versorgungslücken, um Warteschlangenmedizin und um den oft dubiosen Einfluss von Big Tech auf das deutsche Gesundheitssystem. Wir reden darüber, wie Populisten echte Probleme maximieren und künstlich ausschlachten, teils mithilfe großer Medienhäuser (looking at you, Springer!) – und natürlich auch darüber, wie ihr euch angesichts aktueller Entwicklungen und technischer Revolutionen selbstwirksam behaupten könnt. Tipps und Empfehlungen zum Weiterdenken erhaltet ihr, wie üblich, ebenfalls. Danke für diese Sprechstunde, lieber Herr Doktor Dahmen!
    続きを読む 一部表示
    1 時間 23 分
  • (28) Milliardäre, Macht und Monopole. Die Gefahr der Broligarchie – mit Aya Jaff
    2026/02/20
    Vom jungen Tech-Talent zur Tech-Kritikerin – Aya Jaff kennt die Szene von innen und außen, wurde von Insiderin zur Aussteigerin. Im Gespräch mit mir erfahren wir ihre „Villain Origin Story“, von der programmierenden Teenagerin, die Gründer und Startup-Größen als Vorbilder begreift und gar als Poster aufhängt, über ihre schrittweise Desillusionierung über die Realitäten im Tech-Milieu bis zum Ausstieg aus der Welt des Risikokapitals, der Inkubatoren und der endlosen Skalierung. Anlass des Gesprächs ist Ayas Buch „Broligarchie: Die Machtspiele der Tech-Elite und wie sie Fortschritt verhindern“. Es ist ein Buch über Machtkonzentration und Monopole – und ein Buch darüber, wie einzelne Egos, meist Männer-Egos, mit ihrer cyberlibertären Ego-Tour die Gesellschaft nachhaltig beschädigen. Aya und ich reden über KI, über soziale Netzwerke und Digitale Infrastruktur; über die gefährliche Vormachtstellung von Firmen und darüber, warum CEOs nicht automatisch die besseren Politiker sind und schwarze Zahlen nicht gleichbedeutend mit Gemeinwohl. Ihr erfahrt, was „Souveränitätswashing“ ist. Es geht um Neoliberalismus, um amerikanische Psychos und die kaltblütige Welt des Kapitalismus. Apropos Blut: Ihr erfahrt, warum man in der Tech-Szene nicht mal davor zurückschreckt, sich buchstäblich die Hände blutig zu machen (oder andere, meist sehr junge Menschen, dazu zu zwingen). Aya erzählt uns, inwiefern der Tech-Nachwuchs teils wirklich „über Leichen gehen“ muss. Abschließend besprechen wir Möglichkeiten der Broligarchie zu entfliehen und erörtern, wie man trotz Sozialer Netzwerke und selbst angesichts der allgemeinen Elon-Muskisierung des Internets die Hoffnung auf digitale Souveränität nicht aufgeben sollte. Danke für das vielseitige Gespräch, liebe Aya! *** Aya Jaff, 1995 im kurdischen Teil des Iraks geboren, brachte sich früh das Programmieren bei und arbeitete schnell in der Welt der Start-ups – als Gründerin, Teilnehmerin namhafter Inkubatoren und mit Zusagen von Investoren für eigene Ideen. Diese Arbeit beendete Jaff, als klar wurde, wie sehr sie Teil derselben Wachstumsmaschine würden, die sie heute kritisiert. Als Autorin des Bestsellers Moneymakers (2020) schrieb sie über die Finanz- und Techwelt. Heute stellt sie größere Fragen: Wer profitiert von Fortschritt, und wie können Wirtschaft und Innovation gerechter werden? Sie war Host der ARD-Sendung »How to get rich, Aya?«, wurde in die Forbes 30 under 30 aufgenommen. *** Links: - Jan auf [Steady](https://steadyhq.com/de/janskudlarek/posts) - [Jans Newsletter und soziale Medien](https://wonderl.ink/@janskudlarek) - [Jans Arbeit auf Steady unterstützen](https://steadyhq.com/de/janskudlarek/about#js-publication_plans) - [www.janskudlarek.de](https://www.janskudlarek.de/) - Wenn du willst, kannst du diesen Podcast unterstützen, [und etwas in die Kaffeekasse werfen](https://www.paypal.com/paypalme/JanSkudlarek214) - Die [Homepage](https://www.ayajaff.com/) von Aya Jaff - Das Buch [Broligarchie](https://www.ullstein.de/werke/aya-jaff-broligarchie/hardcover/9783430212120) ist bei Ullstein erschienen - [Aya auf Instagram](https://www.instagram.com/ayajaff/) - Artikel auf [Surplus](https://www.surplusmagazin.de/autoren/aya-jaff/) - Ich zu Gast bei [13 Fragen](https://www.youtube.com/watch?v=Dp5MV1e4U) - Music by [Agera Beatz](https://pixabay.com/de/users/agerabeatz-33186009/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=141803) from [Pixabay](https://pixabay.com//?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=141803) - Sound Effect by [Alban_Gogh](https://pixabay.com/users/alban_gogh-28413822/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=308750) from [Pixabay](https://pixabay.com/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=308750) - "Nicht noch ein Politik-Podcast" wird unterstützt von der [EWS Schönau](https://www.ews-schoenau.de/) <3
    続きを読む 一部表示
    1 時間 20 分
  • (27) Ein Jahr Trump: Ein Jahr Gewalt, Lügen & Widerstand - mit Thomas Zimmer
    2026/01/16
    Thomas Zimmer ist nicht nur Historiker und USA-Experte, sondern obendrein ein hervorragender, kurzweiliger Gesprächspartner. Grund genug, ihn erneut einzuladen. Wir sprachen schon damals, wenige Tage nach der Wiederwahl über „Trumps Angriff auf die Demokratie“ – und nun ist der US-Präsident ein Jahr im Amt. Und mit ihm eine Regierung, deren oberste Prinzipien lauten: Propaganda, Einschüchterung und Gewalt. Es gab und gibt also viel zu besprechen. Wir reden über Thomas‘ Umzug von Washington zurück nach Deutschland und welche Rolle die politische Bedrohungslage dabei spielte. Wir reden darüber, wie sich amerikanische Hassmails und deutsche Hassmails unterscheiden (Thomas kennt beide). Gemeinsam erörtern wir, wie MAGA sich eine toxisch-maskuline Selbsterzählung erschafft; eine paradoxe Selbsterzählung, in der (rechte) Männer angeblich Opfer seien (von böser linksgrünwoker Politik) und gleichzeitig Herrscher (über Frauen, über Migranten, überhaupt: über Schwächere bzw. alle, die als nicht zugehörig gedacht werden). Wir reden über Propaganda, Lügen, und darüber, warum man MAGA-Erzählungen nicht glauben darf. Wie man dagegenhält. Wie man klar im Kopf bleibt. Es braucht Widerstand! Die positive Nachricht: den gibt es auch. Ein Jahr Trump heißt auch ein Jahr Gegendruck, von den riesigen „No Kings“-Protesten über viele weitere kleinere Demos, die andauernd im Land stattfinden, bis hin zu politischem Protest und zivilem Ungehorsam im Alltag. Wir sprechen über die grausame Ermordung der 37-jährigen, unbewaffneten Mutter Renée Nicole Good. Es geht um die Abrissbirne, mit der Trump täglich die US-amerikanische Demokratie demoliert. Wir fragen uns, wohin die USA steuern im Jahr 2026; und wir suchen, trotz aller Grausamkeiten und Brutalitäten und Lügen, nach etwas Licht im Dunkeln. Es geht um Antifaschismus, um Herrschaftsvisionen, und darum, was man angesichts der ganz realen Bedrohung durch den Rechtsextremismus tun kann – auch hierzulande, gegen die AfD. Abschließend geben wir euch jede Menge Tipps für eine weitere Lektüre, für weiteres Nachdenken. Danke für das informative Gespräch, lieber Thomas! Viel gelernt! *** Thomas Zimmer ist Historiker und arbeitet in Hamburg als freier Autor und Publizist zur Geschichte und Gesellschaft der USA. Sein Interesse gilt insbesondere den jüngeren Entwicklungen im Konservatismus und dem Aufstieg der radikalen Rechten. Vor seiner Rückkehr nach Deutschland im Sommer 2025 lehrte er jahrelang als Professor für Internationale Geschichte an der Georgetown Universität in Washington, D. C. *** Wie nehmt ihr diese Zeit wahr, politisch? Wohin steuern die USA eurer Meinung nach? Wie steht es um die Demokratie „hüben wie drüben”? Und ganz praktisch: Habt ihr Ideen für den Widerstand? Tipps für andere? Wie findet ihr, angesichts der Weltlage, aus der Ohnmacht heraus? Was können wir tun? Was tust du? Schreibt es mir gerne, entweder als Kommentar auf Steady, als Reply auf Bluesky oder ganz klassisch per E-Mail (skudlarekjan@gmail.com). Links: - Jan auf [Steady](https://steadyhq.com/de/janskudlarek/posts) - [Jans Newsletter und soziale Medien](https://wonderl.ink/@janskudlarek) - [Jans Arbeit auf Steady unterstützen](https://steadyhq.com/de/janskudlarek/about#js-publication_plans) - [www.janskudlarek.de](https://www.janskudlarek.de/) - Wenn du willst, kannst du diesen Podcast unterstützen, [und etwas in die Kaffeekasse werfen](https://www.paypal.com/paypalme/JanSkudlarek214) - Thomas Zimmer [auf Bluesky]( https://bsky.app/profile/thomaszimmer.bsky.social) - Thomas‘ sehr lesenswerter Newsletter [Democracy Americana]( https://steady.page/en/democracyamericana/posts) - Der Artikel [„When the State Terrorizes the People“](https://steady.page/en/democracyamericana/posts/4b2f8d7a-55ba-4a6b-a523-1a1ee780fd69) von Thomas Zimmer - Thomas erwähnt den Artikel [„Die Irrtümer über Donald Trumps Rückhalt“](https://www.zeit.de/kultur/2025-11/donald-trump-unterstuetzung-beliebtheit-maga-bewegung-usa), den er im November au
    続きを読む 一部表示
    1 時間 45 分
  • (26) Verschwörungstheorien am Weihnachtstisch - mit Michael Butter
    2025/12/19
    Meine kleine Podcast-Weihnachtstradition geht in die zweite Runde: Zur Weihnachtszeit geht’s um Verschwörungstheorien! Das war letzten Dezember so, das ist diesen Dezember so. Letztes Mal habe ich mit Jenny und Tobias von der Beratungsstelle Veritas gesprochen. Diesmal habe ich den Kulturwissenschaftler Michael Butter zu Gast. Michael ist Amerikanist, leitet Forschungsprojekte und schreibt Bücher zum Thema Verschwörungsdenken. Er ist einer der Experten hierzulande in diesem Bereich. Wir reden logischerweise über Verschwörungstheorien – und warum man diese konspirativen Gedankengebilde wirklich so nennen darf. Michaels soeben bei Suhrkamp erschienenes Buch heißt „Die Alarmierten. Was Verschwörungstheorien anrichten“ und beschäftigt sich nicht nur mit dem Verschwörungsdenken selbst – es geht ebenso auf die Metaebene: Wie wir über VT reden, wie der Diskurs verläuft, und wo er schief ist. Im Podcast besprechen wir, warum Menschen an konspirative Komplotte glauben wollen, welche Bedürfnisse dahinterstehen und inwiefern diese Bedürfnisse teils legitim sind. Wir erörtern Wirkweise und Funktion des verschwörungstheoretischen Denkens, von eher harmlosen Spinnereien bis hin zum politischen Extremismus. Von der Flachen Erde bis zum Rechtsextremismus – das volle Programm! Und weil Weihnachten ist: Natürlich erfahrt ihr, was ihr tun könnt, wenn Onkel Rüdiger am Weihnachtstisch – oder zur Silvesterfeier, oder wann auch immer – seine absurden Telegram-Erkenntnisse auftischt. Wir reden über Xavier Naidoo, über Akte X und über Impfgegner-Rap. Ihr erfahrt, wie ihr mit möglichst wenig Streit und ohne neue graue Haare durch die Feiertage kommt; und warum ihr euch nicht mit Astronauten anlegen solltet! Enjoy & frohes Fest! *** Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen und ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er hat in Freiburg, Norwich und Yale Anglistik, Germanistik und Geschichte studiert, in Bonn promoviert und in Freiburg habilitiert. Zu seinen Veröffentlichungen gehört „Nichts ist, wie es scheint“: Über Verschwörungstheorien (Berlin: Suhrkamp, 2018), eine allgemeine Einführung ins Thema, die in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Von 2020 bis 2025 leitete er ein vom Europäischen Forschungsrat gefördertes Projekt zum Zusammenhang von Populismus und Verschwörungstheorien. Foto: Berthold Steinhilber
    続きを読む 一部表示
    1 時間 19 分
  • (25) Grundrechte, Gedankenspiele & demokratische Dystopie – mit Bijan Moini
    2025/11/30
    Zur Novemberfolge von „Nicht noch ein Politik“-Podcast habe ich Bijan Moini getroffen. Bijan ist nicht nur promovierter Jurist und Bürgerrechtler, sondern auch Romanautor. Weil ihm die anstrengende Wirklichkeit nicht anstrengend genug ist, hat er mit „2033“ einen Roman geschrieben, in dem die politische Realität noch anstrengender ist als bei uns! Das Szenario: Eine rechtsextreme Partei gewinnt im Jahr 2033 die Bundestagswahl. Diese rechtsextreme Partei – im Roman heißt sie AUFSTAND – kippt das politische System, die Demokratie ist in Gefahr. Der Plot: Ein Bombenanschlag auf die AUFSTAND-Partei stärkt ihre Opfererzählung und verhilft ihr so an die Macht. Der Verlag schreibt: "Die rechtsextreme Partei AUFSTAND stellt die Bundeskanzlerin. Als die junge Anwältin Marie Wigand ihrer Chefin bei einem neuen Strafprozess assistieren soll, ahnt sie noch nichts von seinem historischen Ausmaß. Die Generalsekretärin der einzigen Oppositionspartei REFORM wird angeklagt, hinter einem Bombenanschlag auf die Parteizentrale des AUFSTANDs zu stecken. Doch schnell stellt sich heraus, dass es nicht allein um Schuld oder Unschuld geht: Sollte die Politikerin verurteilt werden, droht ein Verbot ihrer Partei – und der Weg für den AUFSTAND wäre frei, das Grundgesetz abzuschaffen. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, und Marie findet sich in einem Kampf zwischen David und Goliath wieder, in dem es auch für sie selbst immer gefährlicher wird ..." Mir gefällt Bijans Roman ausgesprochen gut. Das Buch ist ein spannend komponierter Politthriller, der Wirklichkeit und Möglichkeit auf eine Weise vermischt, dass man Gänsehaut bekommt (einmal nenne ich den Text sogar – auch ich darf mal in die Formulierungsgrabbelkiste greifen – den „Roman der Stunde“). Ein Gedankenexperiment, das viele Parallelen zur Gegenwart hat. Insofern sprechen wir im Podcast darüber, was mich an Bijans dystopischem Polit-Thriller fasziniert. Wir erfahren, warum Bijan gern über Zukunft nachdenkt, und wie Grundrechte, Demokratie und Extremismus zusammenhängen. Natürlich reden wir über die AfD, über Erik Ahrens, über „trampelhafte Merzäußerungen“, deutsche Erinnerungsarbeit und darüber, wie die AfD es schafft, Unzufriedenheit zu kapitalisieren. Ein paar Tipps zur Rettung der Demokratie könnt ihr selbstverständlich auch abgreifen (Spoiler: Widerstand ist möglich, aber kein Selbstläufer). Danke für die fesselnde Geschichte, lieber Bijan – und ebenso danke für das Gespräch! Bijan Moini wurde 1984 geboren und studierte Jura und Politikwissenschaften in München und Paris. Anschließend wurde er zum Dr. iur. promoviert mit einer Arbeit zur Zulässigkeit eines Internetprangers für Sexualstraftäter, betreut vom ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier. Nach dem Referendariat in Berlin und Hong Kong arbeitete er drei Jahre als Rechtsanwalt in einer Berliner Wirtschaftskanzlei. Dort baute Moini die asylrechtliche Pro-bono-Praxis der Kanzlei mit auf. Seit Mai 2017 unterstützte er die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) ehrenamtlich. Seit März 2018 ist er bei ihr angestellt als Syndikusrechtsanwalt und seit dem Herbst 2021 leitet er das wachsende Legal Team der GFF. 2019 erschien der preisgekrönte Roman »Der Würfel« im Atrium Verlag. Soeben erschien „2033“, ebenfalls bei Atrium. Er stand bereits mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht und erarbeitet seit dem Frühjahr 2025 federführend ein großes Gutachten zur AfD. »Bijan Moinis neuen Roman sollten Sie lesen. Danach wird die Welt für Sie eine andere sein.« - Ferdinand von Schirach Folgt Bijan gerne auf Bluesky! Foto Bijan Moini: © Simon Detel
    続きを読む 一部表示
    59 分
  • (24) Über Grübelei, ausgedachte Dörfer und das faktische Stadtbild - mit Judith Werner
    2025/10/24
    Wenn eine Philosophin und ein Philosoph sich unterhalten, befürchtet man das Schlimmste. Luftiges Gelaber, immer um den heißen Brei herum, mit einem Fuß im Elfenbeinturm?! Fehlanzeige! Das Gespräch mit Philosophiekollegin Judith Werner wurde kurzweilig und locker – und das, obwohl wir uns selbstredend in geistige Höhen vorwagen und über das Grübeln nachdenken und, vice versa, über das Denken nachgrübeln. Judith hat nämlich ein tolles Buch über das Zu-Viel-Denken geschrieben, über das Overthinking, über Gedankenschleifen und Gehirnfolter; und darüber, wie wir besser denken können. Was mir an Judiths Text gefällt ist, dass ihr Buch beim Thema Overthinking im besten philosophischen Sinne nach links und rechts schaut; und dabei jede Menge philosophische und politische Erkenntnisse bietet. Natürlich denken wir im Podcast nicht nur über das Denken nach, sondern auch über die Gesellschaft und über gute Politik. Ihr erfahrt, wie ich mich versehentlich mit den Amazon-Ultras der „Romantasy“-Fraktion angelegt habe, ebenso was wir an Buchmessen auszusetzen haben. Wir erfahren, ob Judith angesichts der Weltlage gut schläft, es geht um den Wunsch nach Eskapismus, um Marie-Antoinette und adeligen Cottagecore; es geht um sehnlichst ersehnte Brandmauern und misogyn-rassistische Probleme im Bundeskanzleramt (respektive im Bundeskanzlerkopf); und um die ewige Frage, ob Männer nicht vielleicht zu emotional für Politik sind. Last but not least erfahrt ihr bei uns und wirklich nur bei uns, wie Sokrates sich mit Friedrich Merz über das Stadtbild unterhalten hätte. Viel Spaß mit dem Gespräch & tausend Dank, liebe Judith! Wie immer sind wir dankbar über Rückmeldungen, Kommentare und Feedback – und falls euch gefällt, was ihr hört, dann teilt das Gespräch <3 Dr. Judith Werner ist Publizistin und Philosophin. Sie kennt sich aus mit Denken, Überdenken, Gedankenschleifen und allem, was sonst noch so in einem kritischen Kopf passiert. Als freie Journalistin, Content Creator und nicht zuletzt auch ganz privat beschäftigt sie sich mit dem Thema Overthinking. Sie schreibt u. a. Für die Süddeutschen Zeitung, der Jüdische Allgemeinen und das Missy Magazine. In ihrem Buch »Danke, nicht gut« erklärt sie, wie man gelassen durch Krisen kommt – ganz ohne toxische Positivität. Dass dabei neben klugen Gedanken auch so etwas wie Wolle und Stricknadeln gute Tools sein können, zeigt sie als Co-Autorin des Spiegel-Bestsellers »Knit is for Power«. Judith Werner lebt mit ihren Gedanken, ihrem Mann, ihrer Tochter sowie Hund und Katze in Bonn. Ihr könnt ihr z.B. auf Instagram folgen.
    続きを読む 一部表示
    1 時間 50 分