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Nahost. Nah Dran.

Nahost. Nah Dran.

著者: Karim El-Gawhary
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Der Journalist und langjährige Nahost-Experte Karim El-Gawhary nimmt euch mit, die arabische Welt hautnah zu erfahren. Er erzählt Geschichten aus dem Leben in der Region, analysiert kompakt aktuelle Ereignisse und hilft Konflikte einzuordnen. Dazu kommen inspirierende Gesprächspartner und ausführliche Talks. Dort ist genug Zeit, einmal länger als die üblichen kurzen Nachrichtenminuten in die Welt unserer unmittelbaren europäischen Nachbarn einzutauchen.Karim El-Gawhary 政治・政府 政治学
エピソード
  • E26 Raufen Sie sich manchmal als Migrationsforscherin bei den öffentlichen Debatten die Haare? Ein Gespräch mit Judith Kohlenberger
    2026/09/02

    Migration wird in Europa emotional und politisch aufgeladen diskutiert, während sich politische Entscheidungen laut Judith Kohlenberger zunehmend von den Erkenntnissen der Migrationsforschung entfernen. Im Gespräch mit El-Gawhary geht es zunächst um Ceuta und die Frage, warum gerade Länder mit mittlerem Einkommen besonders hohe Migrationsraten aufweisen und weshalb Migration nicht nur eine Frage von Flucht und Armut ist. Kohlenberger erklärt, dass weltweit nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Menschen migriert und dass Migrantinnen und Migranten häufig über mehr Bildung, Einkommen und Netzwerke verfügen als der Durchschnitt ihrer Herkunftsgesellschaft. Sie beschreibt außerdem, warum sinkende Asylzahlen und eine gleichzeitig immer aufgeheiztere Debatte auseinanderfallen und warum Migration in Deutschland und Österreich längst Teil einer Migrationsgesellschaft ist. Abschottung und Abschreckung hält sie für keine nachhaltige Lösung, weil Menschen bei fehlenden regulären Wegen auf irreguläre Routen ausweichen und Europa zugleich auf migrantische Arbeitskräfte angewiesen ist. Anhand des „Asylparadoxons“, des „Flüchtlingsparadoxons“ und des „Integrationsparadoxons“ zeigt sie, welche Widersprüche das europäische Migrations- und Asylsystem prägen. Als mögliche Alternativen nennt sie unter anderem reguläre und temporäre Arbeitsmigration, humanitäre Aufnahmeprogramme sowie eine stärkere Europäisierung des Asylrechts mit gemeinsamen Verfahren und einer kommunalen Organisation der Aufnahme.

    Produktion: Martin Druml

    Musik: Nour Ashour

    Grafic Design des Logos: Mona Henry

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    1 時間 22 分
  • E25 Kriege, kollektives Trauma und Heilung in Bagdad: Talk mit der deutsch-irakischen Künstlerin Furat Al-Jamil
    2026/08/26

    Karim El-Gawhary meldet sich aus Al-Wattar-Haus, einem historischen Gebäude im historischen Zentrum Bagdads, am Ufer des Tigris. Er ist zu Gast bei der deutsch-irakische Filmemacherin, Künstlerin und Journalistin Fourad El-Jamil, die auch am ersten irakischen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2013 mit einer Installation vertreten war. El-Jamil erzählt von ihrer Kindheit zwischen Deutschland und Irak, ihren Erfahrungen als Doppelstaatlerin und einer gefährlichen Rettungsaktion für Deutsche in vom Irak besetzten Kuwait während des Zweiten Golfkriegs, für die sie später das Bundesverdienstkreuz erhielt. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die irakische Kunstszene und die Frage, wie Künstlerinnen und Künstler mit den Traumata von Krieg, Gewalt und gesellschaftlicher Unsicherheit umgehen. El-Jamil beschreibt ihre Arbeiten zu Heilung und Wiederaufbau. Außerdem geht es um die Veränderungen in Bagdad, den Abbau von Betonbarrieren, die Restaurierung historischer Häuser, neuen Hochhausprojekte und die Folgen von Korruption und Investitionsprojekten. El-Gawhary und El-Jamil sprechen auch über Umweltzerstörung, abgeholzte Palmenhaine, Sandstürme, Müll und die Verschmutzung von Tigris und Euphrat. Weitere Themen sind die gescheiterten Oktoberproteste der Jugendlichen 2019 und wie schwierig es ist, den Irak aus dem Griff Gruppen auf Basis von Religionszugehörigkeit zu befreien. Al-Jamil erklärt, warum Kunst für sie nicht nur Ausdruck von Verlust, sondern auch ein Weg zu Heilung und Hoffnung ist.

    Produktion: Martin Druml

    Musik: Nour Ashour

    Grafic Design des Logos: Mona Henry

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    53 分
  • E24 "Die Lage im Westjordanland war noch nie so dramatisch wie heute": Talk mit dem UNWRA-Direktor im Westjordanland, Roland Friedrich
    2026/08/19

    Die Lage im Westjordanland ist laut Roland Friedrich so prekär wie nie zuvor seit Beginn der israelischen Besatzung im Jahr 1967. Karim El-Gawhary und der UNRWA-Direktor sprechen über steigende Arbeitslosigkeit, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, militärische Razzien und die zunehmende Gewalt durch radikale israelische Siedler. Besonders ausführlich geht es um die Vertreibung von mehr als 34.000 Menschen aus drei Flüchtlingslagern im Norden des Westjordanlands und die Folgen für Familien, Schulen und die lokale Wirtschaft. Friedrich erläutert außerdem, welche Aufgaben die UNRWA in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, Sozialhilfe, Mikrofinanzierung und Infrastruktur übernimmt. Thematisiert werden auch die Schließung und Zerstörung von UNRWA-Einrichtungen im Westjordanland sowie die Schwierigkeiten, unter israelischem Kontaktverbot und ohne Visa für internationales Personal weiterzuarbeiten. Im zweiten Teil geht es um die israelischen Vorwürfe, UNRWA-Mitarbeiter seien in die Hamas-Angriffe vom 7. Oktober verwickelt gewesen, sowie um die anschließenden Untersuchungen und Reformen innerhalb der Organisation. Friedrich weist zudem auf die internationale Desinformationskampagne gegen die UNRWA hin, die unter anderem in Deutschland zu einer zeitweisen Aussetzung von Hilfszahlungen führte. Zum Schluss sprechen El-Gawhary und Friedrich über die palästinensische Flüchtlingsfrage, das Rückkehrrecht und die Bedeutung der Anerkennung historischen Unrechts für eine politische Lösung des Konflikts.

    Produktion: Martin Druml

    Musik: Nour Ashour

    Grafic Design des Logos: Mona Henry

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    59 分
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