• Bitte lächeln?
    2026/10/08
    Warum lächeln Menschen auf meinen Portraits eigentlich vergleichsweise selten? Diese Rückmeldung habe ich in den vergangenen Wochen gleich mehrfach bekommen – und sie hat mich dazu gebracht, meinen eigenen fotografischen Blick etwas genauer zu hinterfragen. Tatsächlich bevorzuge ich selbst häufig ruhigere, nachdenklichere Portraits. Gleichzeitig habe ich beim Blick in mein Archiv festgestellt, dass während meiner Shootings durchaus viele lachende und lächelnde Bilder entstehen. Ich habe sie bisher nur seltener für meine Webseite oder für Social Media ausgewählt. Podcast Bitte lächeln In dieser Folge geht es deshalb nicht um die Frage, ob Lächeln auf Portraits gut oder schlecht ist. Viel interessanter finde ich die Frage, warum wir Gesichtsausdruck so häufig als binäre Entscheidung betrachten: lächeln oder ernst schauen. Dazwischen liegt schließlich ein großes Spektrum – vom angedeuteten Lächeln über einen weichen, entspannten Blick bis zu Nachdenklichkeit, Ruhe oder einem spontanen herzlichen Lachen. Außerdem spreche ich darüber, warum sich die gewünschte Wirkung eines Portraits je nach Kontext verändern kann. Gerade bei Business- und Personal-Branding-Portraits kann ein freundlicher Ausdruck Nähe und Sympathie vermitteln. Trotzdem muss ein Lächeln zur Person passen – und manchmal kann ein ruhigeres Portrait genau die richtige Wahl sein. Podcast Bitte lächeln Und wie sieht es bei Hochzeiten, Geburtstagen oder Familienbildern aus? Muss ein Fotograf dort möglichst viel Freude aus den Menschen "herauskitzeln" – oder geht es eher darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der echte Freude überhaupt entstehen kann? Eine Folge über Gesichtsausdruck, fotografische Vorlieben und die Frage, ob Authentizität überhaupt einen bestimmten Gesichtsausdruck haben kann.
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    18 分
  • Wenn die Stimmung stimmt – im Gespräch mit Marana
    2026/09/24
    Premiere bei "Nahaufnahme": Zum ersten Mal ist ein Gast im Podcast zu hören. Mit Marana habe ich in den vergangenen Jahren mehrfach fotografiert – und genau deshalb interessiert mich in diesem Gespräch besonders der Perspektivwechsel. Wie erlebt sie ein Shooting vor der Kamera? Was bleibt ihr von unseren gemeinsamen Shootings in Erinnerung? Und wo unterscheiden sich ihre Wahrnehmung und meine Perspektive als Fotograf? Wir sprechen darüber, wie Marana überhaupt zum Modeln gekommen ist, welche Rolle Schauspiel, Tanz und Körperausdruck dabei spielen und warum sich ein gutes Shooting für sie weniger nach statischem Posing als nach Bewegung und Flow anfühlt. Natürlich blicken wir auch auf unsere drei bisherigen gemeinsamen Shootings zurück – vom anfänglichen Lampenfieber beim ersten Treffen bis zu einem immer entspannteren und intuitiveren Zusammenspiel. Anhand von vier ausgewählten Bildern sprechen wir darüber, was ein Portrait für uns besonders macht und warum Fotografie immer auch ein Gemeinschaftswerk ist. Die Bilder dazu findet ihr in einer kleinen Online-Galerie, die in den Shownotes verlinkt ist. Außerdem geht es um Vertrauen und Kommunikation beim Shooting, klare Absprachen und persönliche Grenzen, hilfreiches Feedback und die Frage, was dabei hilft, wieder aus dem Kopf und zurück in den Moment zu kommen. Marana erzählt auch von ihrer eigenen Fotografie, ihrer Verbundenheit mit der Natur und von ihrem bislang außergewöhnlichsten Shooting. Zum Abschluss gibt es eine kleine Runde mit Satzanfängen, die Marana spontan ergänzt – über Fotografiertwerden, gelungene Bilder, Kreativität, Selbstwahrnehmung und das, was sie an der Arbeit vor der Kamera besonders schätzt. Eine Folge über Portraitfotografie aus zwei Blickrichtungen – und über das, was zwischen Fotograf und fotografierter Person entstehen kann, wenn die Stimmung stimmt.
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    1 時間
  • Wenn Bilder eine Stimme bekommen
    2026/09/10
    In dieser kurzen Folge von "Nahaufnahme" geht es um einen kleinen Ausblick auf das, was den Podcast künftig punktuell ergänzen wird: Gespräche mit Menschen, die bereits vor meiner Kamera standen. Bisher habe ich hier vor allem aus meiner Perspektive als Fotograf über Portraitfotografie gesprochen – über Bildauswahl, kreative Prozesse, fotografische Haltung und darüber, was beim Fotografieren zwischen Menschen entstehen kann. Mit den kommenden Interviewfolgen soll nun eine zweite Perspektive dazukommen: die Perspektive der Person vor der Kamera. Denn ein Portrait entsteht nicht nur durch Licht, Technik oder Bildaufbau. Es entsteht auch durch Begegnung, Vertrauen und durch das Zusammenspiel zwischen der Person hinter und der Person vor der Kamera. In der nächsten Folge wird es deshalb das erste Interview bei "Nahaufnahme" geben – mit Marana, mit der ich in der Vergangenheit bereits mehrfach geshootet habe. Wir sprechen über unsere gemeinsamen Shooting-Erfahrungen, über die unterschiedlichen Perspektiven vor und hinter der Kamera und auch über allgemeinere Einblicke in besondere Shootings. Zu solchen Interviewfolgen wird es außerdem eine kleine Online-Galerie geben, die jeweils in den Shownotes verlinkt wird. Dort könnt ihr euch einige ausgewählte Bilder aus den gemeinsamen Shootings anschauen und so neben dem Gespräch auch einen visuellen Eindruck bekommen. Eine kurze Folge über den Schritt vom fotografischen Blick zum persönlichen Gespräch – und darüber, warum eine Nahaufnahme manchmal nicht nur durch ein Bild entsteht, sondern auch durch Zuhören.
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    9 分
  • Welche Bilder bleiben?
    2026/08/27
    In dieser Folge von "Nahaufnahme" geht es um ein Thema, über das nach Shootings erstaunlich wenig gesprochen wird: Bildauswahl. Welche Bilder kommen nach einem Shooting überhaupt in eine Auswahlgalerie? Wie viele Bilder sind angemessen? Wer entscheidet, welche Fotos final bearbeitet werden? Und wie findet man eine faire Lösung, wenn Fotograf und fotografierte Person mit unterschiedlichen Erwartungen auf die Bilder schauen? Gerade bei freien Projekten und TfP-Shootings gibt es dafür keine allgemeingültigen Regeln. Manche Fotografinnen und Fotografen stellen sehr große Auswahlgalerien bereit, andere liefern nur wenige final bearbeitete Bilder aus. Ich spreche darüber, warum ich mich mit meiner eigenen Arbeitsweise bewusst zwischen diesen Extremen bewege: echte Auswahlmöglichkeit ja – aber keine ungefilterte Bilderflut. Außerdem erzähle ich, wie sich meine eigene Haltung zur Bildauswahl über die Jahre verändert hat: von sehr großen Galerien mit mehreren hundert Bildern hin zu stärker kuratierten Auswahlen, die nicht überfordern, sondern Orientierung geben. Es geht um Qualität vor Quantität, um die unterschiedlichen Perspektiven von Fotograf und Model, um Vertrauen bei freien Projekten, um das Aussortieren technisch schwächerer Bilder, um Mitspracherecht bei Veröffentlichungen – und um die Frage, warum Postproduktion ein oft unterschätzter Teil fotografischer Arbeit ist. Auch KI-gestützte Bildbearbeitung spielt eine Rolle: Moderne Tools können heute viele Arbeitsschritte beschleunigen. Trotzdem bleibt für mich gerade in der Portraitfotografie entscheidend, dass jedes finale Bild sorgfältig ausgewählt, individuell betrachtet und bewusst fertiggestellt wird. Eine Folge über Bildauswahl als Teil der fotografischen Verantwortung – und darüber, warum eine kleinere, gut kuratierte Galerie manchmal großzügiger sein kann als eine riesige Bildermenge.
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    24 分
  • Wenn man eine Weile nicht fotografiert
    2026/08/13
    Nach der Sommerpause geht es weiter mit "Nahaufnahme" – und passend dazu dreht sich diese Folge um die Frage, was kreative Pausen eigentlich mit unserem fotografischen Blick machen. Es geht nicht einfach um den allgemeinen Gedanken, dass Pausen guttun können. Sondern darum, was passiert, wenn man eine Weile nicht fotografiert, nicht veröffentlicht und nicht ständig neue Bilder produziert. Eine Pause kann helfen, aus dem dauerhaften Produktionsmodus herauszukommen: weg von der Frage, ob ein Bild ins Portfolio passt, auf Instagram funktioniert oder direkt verwertet werden kann – und zurück zu einer freieren Form der Wahrnehmung. In dieser Folge spreche ich darüber, warum der Blick auch ohne Kamera weiterarbeitet, wie sich Eindrücke im Hintergrund sammeln können, weshalb Abstand nicht nur zeitlich, sondern auch innerlich entstehen kann – und warum eine Pause manchmal zeigt, welche Art von Fotografie einen wirklich wieder zurück an die Kamera bringt. Gleichzeitig geht es auch um die Ambivalenz des Wiedereinstiegs: Nach einer Pause fühlt sich kreative Arbeit nicht immer sofort leicht an. Manchmal braucht der eigene Rhythmus etwas Zeit, bis er wieder entsteht. Eine Folge über Pausen, Wahrnehmung, Fotografie und die Rückkehr zum eigenen Blick.
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    15 分
  • Q&A vor der Sommerpause
    2026/06/18
    In dieser Q&A-Folge von "Nahaufnahme" beantworte ich fünf Fragen, die mir Hörerinnen und Hörer in den letzten Monaten geschickt haben. Es geht um mein erstes Foto mit einer Sofortbildkamera, um magische Shooting-Locations, um die Frage, ob beim Fotografieren die Ausrüstung oder das fotografische Handwerk wichtiger ist, um meinen eigenen Stil in der Portraitfotografie – und um das, was mich die Selbstständigkeit bisher gelehrt hat. Dabei geht es nicht nur um Kameras, Technik oder Bildbearbeitung, sondern vor allem um die ruhigeren Fragen hinter der Fotografie: Wann entsteht beim Shooten ein besonderer Moment? Was macht eine Location wirklich magisch? Woran erkennt man den eigenen Stil? Und warum ist es manchmal wichtiger, dem eigenen Kompass zu folgen als jedem gut gemeinten Ratschlag von außen? Diese Folge ist zugleich die letzte Folge vor einer kleinen Sommerpause. Mitte August geht es weiter mit neuen Gedanken zur Portraitfotografie. Vielen Dank an alle, die mir Fragen geschickt haben, und an alle, die "Nahaufnahme" seit über einem halben Jahr begleiten.
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    23 分
  • Wie konsistent muss ein Portfolio wirklich sein?
    2026/06/04
    n dieser Folge von „Nahaufnahme“ geht es um eine Frage, die viele Fotograf betrifft – besonders auf Instagram: Muss ein Portfolio möglichst einheitlich sein, oder darf es unterschiedliche Facetten zeigen? Ausgangspunkt ist der häufige Marketing-Ratschlag, sich klar zu positionieren, nur eine Richtung zu zeigen und möglichst konsistent aufzutreten. Ich spreche darüber, warum dieser Gedanke nachvollziehbar ist – aber auch darüber, warum er für mich persönlich nicht ganz unproblematisch ist. Denn ich fotografiere zwar fast ausschließlich Menschen und bin damit durchaus spezialisiert. Innerhalb der Portraitfotografie interessieren mich aber viele verschiedene Seiten: natürliche Portraits, emotionale Schwarzweißbilder, Businessportraits, Paare, Familien und persönliche Projekte. In der Folge geht es deshalb um Vielfalt, Wiedererkennbarkeit und die Frage, ob fehlende Konsistenz wirklich automatisch marketingschädlich ist. Außerdem spreche ich darüber, warum Instagram und ein Webseiten-Portfolio unterschiedlich funktionieren, ob man für jeden Stil einen eigenen Account braucht und ob ältere Arbeiten gelöscht werden sollten – oder ob sie nicht auch fotografische Entwicklung sichtbar machen dürfen. Eine Folge über Spezialisierung, kreative Neugier und die Frage, ob die eigentliche Handschrift eines Fotografen vielleicht weniger im immer gleichen Look liegt – sondern in einer Haltung, einem Blick auf Menschen und einer Art, die Welt zu sehen.
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    14 分
  • Welcher Typ Fotograf bist du?
    2026/05/21
    In dieser Folge von Nahaufnahme geht es um unterschiedliche Zugänge zur Portraitfotografie – inspiriert durch das Buch Authentische Portraits fotografieren von Chris Orwig. Darin beschreibt Orwig vier Typen von Fotograf:innen: den Journalisten, den Handwerker, den Dramatiker und den Vermarkter. Diese Einteilung hat mich beschäftigt, weil sie eine spannende Frage aufwirft: Fotografieren wir alle eigentlich aus derselben Haltung heraus – oder prägt unsere Persönlichkeit viel stärker, wie wir Menschen sehen und zeigen? Ich spreche darüber, was diese vier Typen unterscheidet, warum wahrscheinlich niemand nur einem einzigen Typ entspricht und wo ich mich selbst einordnen würde. Dabei geht es nicht um Schubladen, sondern um Selbstreflexion: Was suchen wir in Bildern? Welche Stimmungen wiederholen sich in unserem Portfolio? Und warum fühlen sich Shootings bei unterschiedlichen Fotograf:innen manchmal völlig verschieden an? Eine Folge über Bildsprache, Persönlichkeit und die Art, wie wir auf Menschen schauen – mit einem Gedanken von Anaïs Nin, den Chris Orwig in seinem Buch zitiert: „Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie, wie wir sind.“
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    8 分