• Welche Bilder bleiben?
    2026/08/27
    In dieser Folge von "Nahaufnahme" geht es um ein Thema, über das nach Shootings erstaunlich wenig gesprochen wird: Bildauswahl. Welche Bilder kommen nach einem Shooting überhaupt in eine Auswahlgalerie? Wie viele Bilder sind angemessen? Wer entscheidet, welche Fotos final bearbeitet werden? Und wie findet man eine faire Lösung, wenn Fotograf und fotografierte Person mit unterschiedlichen Erwartungen auf die Bilder schauen? Gerade bei freien Projekten und TfP-Shootings gibt es dafür keine allgemeingültigen Regeln. Manche Fotografinnen und Fotografen stellen sehr große Auswahlgalerien bereit, andere liefern nur wenige final bearbeitete Bilder aus. Ich spreche darüber, warum ich mich mit meiner eigenen Arbeitsweise bewusst zwischen diesen Extremen bewege: echte Auswahlmöglichkeit ja – aber keine ungefilterte Bilderflut. Außerdem erzähle ich, wie sich meine eigene Haltung zur Bildauswahl über die Jahre verändert hat: von sehr großen Galerien mit mehreren hundert Bildern hin zu stärker kuratierten Auswahlen, die nicht überfordern, sondern Orientierung geben. Es geht um Qualität vor Quantität, um die unterschiedlichen Perspektiven von Fotograf und Model, um Vertrauen bei freien Projekten, um das Aussortieren technisch schwächerer Bilder, um Mitspracherecht bei Veröffentlichungen – und um die Frage, warum Postproduktion ein oft unterschätzter Teil fotografischer Arbeit ist. Auch KI-gestützte Bildbearbeitung spielt eine Rolle: Moderne Tools können heute viele Arbeitsschritte beschleunigen. Trotzdem bleibt für mich gerade in der Portraitfotografie entscheidend, dass jedes finale Bild sorgfältig ausgewählt, individuell betrachtet und bewusst fertiggestellt wird. Eine Folge über Bildauswahl als Teil der fotografischen Verantwortung – und darüber, warum eine kleinere, gut kuratierte Galerie manchmal großzügiger sein kann als eine riesige Bildermenge.
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    24 分
  • Wenn man eine Weile nicht fotografiert
    2026/08/13
    Nach der Sommerpause geht es weiter mit "Nahaufnahme" – und passend dazu dreht sich diese Folge um die Frage, was kreative Pausen eigentlich mit unserem fotografischen Blick machen. Es geht nicht einfach um den allgemeinen Gedanken, dass Pausen guttun können. Sondern darum, was passiert, wenn man eine Weile nicht fotografiert, nicht veröffentlicht und nicht ständig neue Bilder produziert. Eine Pause kann helfen, aus dem dauerhaften Produktionsmodus herauszukommen: weg von der Frage, ob ein Bild ins Portfolio passt, auf Instagram funktioniert oder direkt verwertet werden kann – und zurück zu einer freieren Form der Wahrnehmung. In dieser Folge spreche ich darüber, warum der Blick auch ohne Kamera weiterarbeitet, wie sich Eindrücke im Hintergrund sammeln können, weshalb Abstand nicht nur zeitlich, sondern auch innerlich entstehen kann – und warum eine Pause manchmal zeigt, welche Art von Fotografie einen wirklich wieder zurück an die Kamera bringt. Gleichzeitig geht es auch um die Ambivalenz des Wiedereinstiegs: Nach einer Pause fühlt sich kreative Arbeit nicht immer sofort leicht an. Manchmal braucht der eigene Rhythmus etwas Zeit, bis er wieder entsteht. Eine Folge über Pausen, Wahrnehmung, Fotografie und die Rückkehr zum eigenen Blick.
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    15 分
  • Q&A vor der Sommerpause
    2026/06/18
    In dieser Q&A-Folge von "Nahaufnahme" beantworte ich fünf Fragen, die mir Hörerinnen und Hörer in den letzten Monaten geschickt haben. Es geht um mein erstes Foto mit einer Sofortbildkamera, um magische Shooting-Locations, um die Frage, ob beim Fotografieren die Ausrüstung oder das fotografische Handwerk wichtiger ist, um meinen eigenen Stil in der Portraitfotografie – und um das, was mich die Selbstständigkeit bisher gelehrt hat. Dabei geht es nicht nur um Kameras, Technik oder Bildbearbeitung, sondern vor allem um die ruhigeren Fragen hinter der Fotografie: Wann entsteht beim Shooten ein besonderer Moment? Was macht eine Location wirklich magisch? Woran erkennt man den eigenen Stil? Und warum ist es manchmal wichtiger, dem eigenen Kompass zu folgen als jedem gut gemeinten Ratschlag von außen? Diese Folge ist zugleich die letzte Folge vor einer kleinen Sommerpause. Mitte August geht es weiter mit neuen Gedanken zur Portraitfotografie. Vielen Dank an alle, die mir Fragen geschickt haben, und an alle, die "Nahaufnahme" seit über einem halben Jahr begleiten.
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    23 分
  • Wie konsistent muss ein Portfolio wirklich sein?
    2026/06/04
    n dieser Folge von „Nahaufnahme“ geht es um eine Frage, die viele Fotograf betrifft – besonders auf Instagram: Muss ein Portfolio möglichst einheitlich sein, oder darf es unterschiedliche Facetten zeigen? Ausgangspunkt ist der häufige Marketing-Ratschlag, sich klar zu positionieren, nur eine Richtung zu zeigen und möglichst konsistent aufzutreten. Ich spreche darüber, warum dieser Gedanke nachvollziehbar ist – aber auch darüber, warum er für mich persönlich nicht ganz unproblematisch ist. Denn ich fotografiere zwar fast ausschließlich Menschen und bin damit durchaus spezialisiert. Innerhalb der Portraitfotografie interessieren mich aber viele verschiedene Seiten: natürliche Portraits, emotionale Schwarzweißbilder, Businessportraits, Paare, Familien und persönliche Projekte. In der Folge geht es deshalb um Vielfalt, Wiedererkennbarkeit und die Frage, ob fehlende Konsistenz wirklich automatisch marketingschädlich ist. Außerdem spreche ich darüber, warum Instagram und ein Webseiten-Portfolio unterschiedlich funktionieren, ob man für jeden Stil einen eigenen Account braucht und ob ältere Arbeiten gelöscht werden sollten – oder ob sie nicht auch fotografische Entwicklung sichtbar machen dürfen. Eine Folge über Spezialisierung, kreative Neugier und die Frage, ob die eigentliche Handschrift eines Fotografen vielleicht weniger im immer gleichen Look liegt – sondern in einer Haltung, einem Blick auf Menschen und einer Art, die Welt zu sehen.
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    14 分
  • Welcher Typ Fotograf bist du?
    2026/05/21
    In dieser Folge von Nahaufnahme geht es um unterschiedliche Zugänge zur Portraitfotografie – inspiriert durch das Buch Authentische Portraits fotografieren von Chris Orwig. Darin beschreibt Orwig vier Typen von Fotograf:innen: den Journalisten, den Handwerker, den Dramatiker und den Vermarkter. Diese Einteilung hat mich beschäftigt, weil sie eine spannende Frage aufwirft: Fotografieren wir alle eigentlich aus derselben Haltung heraus – oder prägt unsere Persönlichkeit viel stärker, wie wir Menschen sehen und zeigen? Ich spreche darüber, was diese vier Typen unterscheidet, warum wahrscheinlich niemand nur einem einzigen Typ entspricht und wo ich mich selbst einordnen würde. Dabei geht es nicht um Schubladen, sondern um Selbstreflexion: Was suchen wir in Bildern? Welche Stimmungen wiederholen sich in unserem Portfolio? Und warum fühlen sich Shootings bei unterschiedlichen Fotograf:innen manchmal völlig verschieden an? Eine Folge über Bildsprache, Persönlichkeit und die Art, wie wir auf Menschen schauen – mit einem Gedanken von Anaïs Nin, den Chris Orwig in seinem Buch zitiert: „Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie, wie wir sind.“
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    8 分
  • Warum wir uns vor der Kamera unwohl fühlen
    2026/05/07
    Viele Menschen fühlen sich vor der Kamera unsicher – selbst dann, wenn sie im Alltag offen und selbstbewusst sind. In dieser Folge von Nahaufnahme geht es um die Frage, woran das liegt. Ich spreche darüber, - warum sich unser Verhalten verändert, sobald eine Kamera auf uns gerichtet ist - weshalb Selbstbeobachtung und Perfektionsdruck eine große Rolle spielen - und warum es oft leichter ist, ein Selfie zu machen als von jemand anderem fotografiert zu werden Außerdem teile ich persönliche Erfahrungen aus eigenen Shootings vor der Kamera – und warum die besten Bilder oft erst dann entstehen, wenn man ein Stück weit loslassen kann. Eine Folge über Unsicherheit und Wahrnehmung – und darüber, wie man sich vor der Kamera wohler fühlen kann.
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    9 分
  • Was deine Bilder über dich verraten
    2026/04/23
    Was sagen Bilder eigentlich über uns selbst aus? In dieser Folge von Nahaufnahme geht es um eine Perspektive, die oft übersehen wird: Dass Portraits nicht nur etwas über die Person vor der Kamera erzählen – sondern immer auch über die Person dahinter. Ich spreche darüber, - warum fotografische Entscheidungen selten zufällig sind - weshalb sich die Bildsprache von Fotograf:innen deutlich unterscheidet – sogar beim gleichen Model - und warum Bilder manchmal auch etwas mit Sehnsucht zu tun haben können. Ausgehend von meinen eigenen Arbeiten geht es um die Frage, was sich in Bildern wiederholt, was uns daran anspricht – und was das über unsere Wahrnehmung verrät. Eine Folge über Blickwinkel, Persönlichkeit und die leisen Spuren, die wir in unseren Bildern hinterlassen.
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    10 分
  • Wen deine Bilder wirklich anziehen
    2026/04/09
    Welche Rolle spielen Bilder auf Dating-Plattformen – und was macht ein wirklich gutes Dating-Portrait aus? In dieser Folge von Nahaufnahme geht es um eine zentrale Frage: Warum entscheiden Bilder nicht nur darüber, wie viele Menschen dich wahrnehmen – sondern vor allem darüber, welche? Ausgangspunkt ist eine persönliche Erfahrung: Ein Fotoshooting vor vielen Jahren, technisch und ästhetisch überzeugend – aber im Rückblick zu inszeniert, um wirklich ein stimmiges Bild zu vermitteln. Ich spreche darüber, warum der erste Eindruck im Online-Dating fast immer über Bilder entsteht, weshalb Inszenierung nicht per se problematisch ist und warum es letztlich nicht um Perfektion, sondern um Passung geht. Eine Folge über Authentizität, Wirkung und die Frage, welche Menschen du mit deinen Bildern in dein Leben ziehen möchtest.
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    10 分