Mut – Welche Schwelle überschreite ich und wofür?
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Was ist eigentlich Mut – und woran bemisst er sich?
An der sichtbaren Gefahr? An der Angst, die ein Mensch überwinden muss? Oder an dem Ziel, für das er handelt?
In dieser Folge von „Lautes Denken mit einem Freunde“ geht es um Mut als Tugend: um Fortitudo, um innere Stärke, Standhaftigkeit und die Fähigkeit, eine persönliche Schwelle zu überschreiten. Denn Mut bedeutet nicht nur, voranzugehen. Manchmal bedeutet er auch, trotz Unsicherheit festzubleiben.
Wir schauen auf das „Mischpult des Mutes“: Wahrnehmung, Urteilskraft, Vorstellungskraft, Wertorientierung, Selbststeuerung, Entschlusskraft und Standhaftigkeit. Und wir fragen, wann aus Mut Übermut, Tollkühnheit, Starrsinn oder bloße Inszenierung wird.
Dabei zeigt sich: Mut besitzt keine feste äußere Maßeinheit. Was für den einen alltäglich erscheint, kann für einen anderen eine gewaltige innere Schwelle bedeuten. Entscheidend bleibt jedoch nicht nur, wie viel Überwindung eine Handlung kostet, sondern auch, wofür sie geschieht, welche Mittel eingesetzt werden und welche Folgen sie für andere hat.
Am Ende steht deshalb weniger die Frage „Bin ich mutig?“ als eine konkretere:
Welche Schwelle liegt vor mir – und welchen nächsten verantwortbaren Schritt bin ich bereit, für mein Wofür zu gehen?