エピソード

  • Bitpanda: Jetzt werden Anwälte aktiv!
    2026/10/20

    Jetzt werden die juristischen Schritte gegen Bitpanda konkret: Die Rechtsanwaltskanzlei Aigner Lehner Zuschin hat ein erstes Aufforderungsschreiben an Bitpanda versendet. Sie handelt im Namen der von ihr vertretenen Mandanten, die sich als potenziell geschädigte Anleger sehen. Im Mittelpunkt stehen die Token PAN und BEST sowie deren Umtausch in den Vision-Token VSN.

    Die Kanzlei bezeichnet die Umstellung als „Zwangsmigration“. Anleger konnten den Umtausch zwar ablehnen und ihre ursprünglichen Token weiterhin auf ihrem Konto beziehungsweise ihrer Wallet bei Bitpanda oder auf einer externen Wallet halten. PAN und BEST sind seither allerdings ohne nutzbare Funktion und nicht mehr auf Bitpanda handelbar. Der bloße Fortbestand der Token bedeutete damit keine wirtschaftlich gleichwertige Alternative zum Umtausch.

    Auch die einseitig festgelegten Umtauschverhältnisse stellen die Juristen infrage. Hinzu kommen angekündigte Leistungen und weggefallene Vorteile. Die Anwälte verweisen unter anderem auf Gebührenrabatte, ein Launchpad und ein Mainnet. Was wurde Anlegern beim Kauf in Aussicht gestellt? Was davon wurde tatsächlich umgesetzt? Und welche Ansprüche könnten sich daraus ergeben?

    Laut Kanzlei kommen je nach Erwerbszeitpunkt und Einzelfall ein Rücktritt vom Erwerb, Schadenersatz sowie eine Haftung für das Whitepaper zum Umtausch infrage. Angesprochen sind sowohl frühe Käufer von PAN und BEST als auch spätere Erwerber und Anleger, die durch den Tausch den Vision-Token VSN erhalten haben. Ob und in welchem Umfang Ansprüche bestehen, muss individuell geprüft werden.

    Die Kanzlei vertritt außerdem den Verein für potentiell geschädigte Krypto Anleger und wurde mit einer umfassenden rechtlichen Prüfung beauftragt. Für Betroffene bietet sie die Prüfung individueller Ansprüche im Rahmen einer Gruppenintervention an. Was hinter dem Aufforderungsschreiben steckt, welche Kritikpunkte die Anwälte aufgreifen und was das für betroffene Anleger bedeutet, damit befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast von „Millers Kryptowoche“.

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    1 時間 2 分
  • Ledger: Krypto-Falle bei MediaMarkt?
    2026/10/13

    Eine Hardware-Wallet soll Ihr Kryptovermögen schützen. Doch manipulierte Ledger-Geräte stehen jetzt im Zusammenhang mit millionenschweren Diebstählen in Südostasien. Im Mittelpunkt steht der Wiederverkäufer CryptoBilis. Blockchain-Recherchen beziffern die mutmaßlichen Verluste auf über 90 Millionen US-Dollar. Ledger hat diese Schadenssumme bislang nicht bestätigt.

    Ledger hat jedoch ein unzulässiges Hardware-Implantat in mindestens einem betroffenen Gerät bestätigt. Der Fall zeigt, wie entscheidend eine vertrauenswürdige Lieferkette für die sichere Selbstverwahrung ist. Nach Unternehmensangaben sind die eigenen Systeme und direkten Verkaufskanäle nicht betroffen.

    Aber auch Europa und der deutschsprachige Raum könnten betroffen sein. Ein Käufer berichtet von verdächtigen Geräten aus zwei deutschen MediaMarkt-Filialen. Das wirft die Frage auf, ob weitere manipulierte Geräte über das Vertriebsnetz von MediaMarkt und Saturn verkauft worden sein könnten. Die Käuferberichte sind bislang nicht unabhängig bestätigt. Eine Betroffenheit von Saturn oder eine Verbindung zum asiatischen Fall ist nicht belegt.

    Was bedeutet das für Ihre Hardware-Wallet? Worauf sollten Sie beim Kauf und bei der Einrichtung achten? Ich ordne die bestätigten Erkenntnisse und die offenen Fragen für Sie ein. Mehr dazu in meinem aktuellen Podcast von Millers Kryptowoche.

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    28 分
  • Krypto-Hype: Wer steuert Ihr Geld?
    2026/10/06

    Wer entscheidet eigentlich über Ihr nächstes Krypto-Investment – Sie selbst oder Ihr Social-Media-Feed? Die BaFin berichtete am 1. Oktober 2026 über eine Umfrage, die den starken Einfluss von Finfluencern auf die Anlageentscheidungen von Verbrauchern zeigt. Für mich wirft das eine entscheidende Frage auf: Wie viel eigene Analyse steckt hinter einem Kauf – und wie viel basiert auf Vertrauen in einen Menschen, der vor der Kamera überzeugend auftritt?

    Bei den befragten Anlegern stehen bekannte Kryptowährungen im Vordergrund: 79 Prozent hatten sich für Bitcoin entschieden, 39 Prozent für Ether. Diese Zahlen beschreiben die Auswahl der Befragten, nicht die Verteilung ihres Anlagevermögens. Meine Schlussfolgerung: Auch ein bekannter Name ersetzt keine durchdachte Strategie. Entscheidend bleibt, warum Sie investieren, wie groß Ihre Position ist und welche Verluste Sie verkraften können.

    Aus meiner Sicht wird es gefährlich, wenn Begeisterung die Prüfung verdrängt. Ein sympathischer Auftritt, eine große Community und spektakuläre Kursziele liefern noch keinen Beleg für die Qualität eines Projekts. Deshalb interessieren mich überprüfbare Fakten: Funktioniert das Produkt? Wird es tatsächlich genutzt? Welchen wirtschaftlichen Nutzen hat der Token? Und hält die Geschichte auch dann noch stand, wenn man die Werbesprache entfernt?

    Ebenso wichtig sind die Interessen hinter einer Empfehlung. Wird jemand für seine Werbung bezahlt? Verdient er an Ihrer Registrierung oder an Ihrem Handelsvolumen? Hält er den beworbenen Token selbst? Solche Verbindungen machen eine Aussage nicht automatisch falsch. Sie gehören aber offengelegt, damit Sie sie einordnen können. Mein Anspruch gilt dabei auch für meine eigenen Beiträge: Eine Einschätzung muss nachvollziehbar sein und sich an Gegenargumenten messen lassen.

    Für mich liegt hier die zentrale Botschaft: Geben Sie Ihre Anlageentscheidung nicht an die lauteste Stimme im Internet ab. Stellen Sie Fragen, verlangen Sie Quellen und prüfen Sie, ob neben den Chancen auch die Risiken verständlich erklärt werden. Gerade wenn die Angst wächst, eine Gelegenheit zu verpassen, braucht es einen kühlen Kopf. Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast von „Millers Kryptowoche“.

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    41 分
  • 36 Krypto-Oasen!
    2026/09/29

    Wo finden Anleger und Unternehmen gute Bedingungen für Kryptowährungen? Der Henley Crypto Adoption Index 2026 vergleicht 36 Länder danach, wie sie digitale Vermögenswerte nutzen und regulieren. „Krypto-Oase“ klingt nach Steuerfreiheit. Tatsächlich zählen auch verlässliche Regeln, der Zugang zum Markt und eine funktionierende Infrastruktur.

    Henley bewertet sechs Bereiche mit insgesamt bis zu 60 Punkten und stützt sich nach eigenen Angaben auf mehr als 900 Datenpunkte. Ein einzelnes kryptofreundliches Gesetz reicht also nicht aus, um einen Standort attraktiv zu machen. Entscheidend ist das Gesamtbild.

    An der Spitze steht 2026 Singapur. Für Anleger ist das ein Hinweis darauf, wie wichtig klare Regeln und ein gut entwickeltes Umfeld für digitale Vermögenswerte sind. Denn wer Kryptowährungen besitzt, braucht oft auch Banken, Dienstleister und Behörden, mit denen sich zuverlässig arbeiten lässt.

    Was können wir aus dem Vergleich der 36 Länder lernen? Ein guter Platz im Index ist noch keine Empfehlung, dort ein Konto zu eröffnen oder seinen Wohnsitz zu verlegen. Steuern, Herkunftsnachweise für Kryptovermögen und der tatsächliche Zugang zu Bankdienstleistungen müssen stets im Einzelfall geprüft werden.

    Für mich zeigt der Index vor allem eines: Krypto-Vermögen lässt sich über Grenzen hinweg bewegen, doch Anleger sind weiterhin auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Welche Länder überzeugen wirklich, und wo trügt der Ruf als Krypto-Oase? Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast „Millers Kryptowoche“.

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    46 分
  • Bitcoin gegen Bargeld am Bahnhof!
    2026/09/22

    Bitcoin kaufen, während man auf den Zug wartet? In der Schweiz ist das tatsächlich möglich. An den Billettautomaten der SBB gibt es neben Fahrkarten auch Bitcoin (BTC) und Ether (ETH), die Kryptowährung des Ethereum-Netzwerks. Bezahlt werden kann sogar mit Bargeld.

    Bitcoin gibt es dort bereits seit November 2016 – also seit fast zehn Jahren. Während Deutschland bei solchen Angeboten noch schläft, gehört der Kryptokauf am Schweizer Bahnhof längst zum Alltag. Dafür braucht man keine Handelsplattform: Der Kauf ist ab 20 Schweizer Franken möglich, die Obergrenze liegt bei 500 Franken pro Vorgang.

    Auch Kartenzahlung ist möglich, allerdings nur mit den für dieses Angebot genannten Karten: Maestro-Debitkarte oder PostFinance Card. Kreditkarten werden für den Kryptokauf nicht akzeptiert. Eine weitere Voraussetzung bleibt unabhängig vom Zahlungsmittel bestehen: Für den Sicherheitscode per SMS wird die Telefonnummer eines Schweizer Mobilfunkanbieters benötigt. Für Besucher aus Deutschland und Österreich kann das die entscheidende Hürde sein. Eine aktivierte Schweizer Prepaid-SIM ist hier jedoch eine praktikable Lösung.

    Am Ende hält der Käufer ein sogenanntes Paper Wallet in der Hand: einen Ausdruck mit den Informationen für den Zugriff auf die gekaufte Kryptowährung. Das macht den Einstieg greifbar, wirft aber eine wichtige Frage auf: Wie bewahrt man diesen Zugang sicher auf, damit weder ein Verlust noch fremde Blicke zum Problem werden?

    Hinzu kommt die Frage nach dem Preis. Wie viel Bitcoin oder Ether bekommt man am Automaten tatsächlich für sein Geld, und für wen lohnt sich dieser Kaufweg? Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast „Millers Kryptowoche“.

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    37 分
  • Gefahr durch Krypto-Datenlecks!
    2026/09/15

    Ihre Kryptowährungen können technisch sicher verwahrt sein – und trotzdem können Sie ins Visier von Kriminellen geraten. Zahlreiche Datenschutzvorfälle bei 21bitcoin, Pocket Bitcoin, BitBox, Trezor, CoinTracking, SafePal, Bits of Gold und Revolut zeigen: Die größte Schwachstelle liegt häufig nicht bei Bitcoin, der Blockchain oder der Hardware-Wallet, sondern bei externen Dienstleistern.

    Versandunternehmen, Online-Shops, Supportsysteme, Analyseprogramme und E-Mail-Dienstleister speichern teilweise hochsensible Kundendaten. Werden diese Systeme kompromittiert, gelangen Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnanschriften, Ausweisdokumente, Bankverbindungen, Bestelldaten und mitunter sogar Bitcoin-Adressen oder Transaktionsinformationen in falsche Hände.

    Die Folgen sind bereits sichtbar: Verstärkt werden täuschend echte Phishing-Attacken per E-Mail beobachtet. Kriminelle kennen den verwendeten Anbieter, können konkrete Produkte nennen und ihre Nachrichten dadurch besonders glaubwürdig gestalten. Inzwischen werden Betroffene teilweise sogar per Briefpost angeschrieben. Ein Schreiben im Briefkasten wirkt seriöser als eine gewöhnliche Spam-Mail – und kann gerade deshalb besonders gefährlich sein.

    Noch bedrohlicher wird es, wenn Kriminelle unterschiedliche Datensätze miteinander verknüpfen. Aus einem Namen, einer Wohnanschrift, dem Kauf einer Hardware-Wallet und bekannten Transaktionsdaten lässt sich möglicherweise ableiten, wer Kryptowährungen besitzt und bei wem sich ein Angriff lohnen könnte. Damit wächst nicht nur die Gefahr von Phishing und Identitätsmissbrauch, sondern auch die berechtigte Sorge vor gezielten Einbrüchen, Erpressungen oder körperlichen Überfällen.

    Warum Ihre Coins sicher sein können, Ihre persönlichen Daten aber dennoch zur Gefahr werden, welche Anbieter zuletzt betroffen waren und wie Sie sich jetzt schützen können – mit dieser wichtigen Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen Podcast „Millers Kryptowoche“.

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    49 分
  • Bitcoin im Depot, Bildungsarmut im Kopf!
    2026/09/08

    Rund 13 Prozent der Erwachsenen in Deutschland besitzen inzwischen Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowerte – hochgerechnet mehr als neun Millionen Menschen. Doch die wachsende Verbreitung geht offenbar nicht mit einem entsprechenden Wissenszuwachs einher. Für eine repräsentative BaFin-Erhebung wurden im April 2026 insgesamt 1.000 Personen mit 16 Wissensfragen zu Kryptowerten konfrontiert. Im Durchschnitt wurden lediglich 36 Prozent der Fragen richtig beantwortet, 19 Prozent falsch; bei 45 Prozent lautete die Antwort: „Weiß ich nicht.“

    Selbst bei den Besitzern von Kryptowerten fällt das Ergebnis ernüchternd aus: Sie beantworteten zwar 57 Prozent der Fragen richtig, lagen aber bei 31 Prozent falsch. Besonders verbreitet sind Fehlannahmen zu Bitcoin als Inflationsschutz, zur vermeintlichen Preisstabilität und zur Funktion von Stablecoins. Nach Einordnung der BaFin glaubten 54 Prozent der Krypto-Besitzer, Bitcoin schütze grundsätzlich vor Inflation. Diese pauschale Bewertung ist allerdings diskussionswürdig: Kurzfristige Kursschwankungen widerlegen nicht automatisch die langfristige These eines möglichen monetären Inflationsschutzes.

    Auch bei Stablecoins bestehen erhebliche Verständnisprobleme. Nur knapp jeder fünfte Befragte wusste, dass Stablecoins in erster Linie auf Wertstabilität gegenüber einer Referenzwährung wie dem US-Dollar zielen und deshalb grundsätzlich nicht auf eine eigenständige Wertsteigerung ausgerichtet sind. Etwa die Hälfte der befragten Krypto-Besitzer hielt sie dennoch für ein geeignetes Instrument zum Vermögensaufbau. Hinzu kommt ein praktisches Risiko: Viele Anleger wählen ihren Anbieter offenbar eher nach dessen Sichtbarkeit in Suchmaschinen als nach Zulassung, Aufsichtsstandort, Verwahrungsmodell und tatsächlichem Leistungsumfang. Eine MiCA-Zulassung sollten Sie daher immer direkt im offiziellen Register überprüfen.

    Die Ergebnisse zeigen: Der Kauf von Kryptowährungen ist heute einfacher als das Verständnis der damit verbundenen Chancen und Risiken. Wer investiert, sollte zumindest die Preisbildung, die sichere Verwahrung, Wallet-Risiken, die Funktionsweise von Stablecoins und den regulatorischen Status seines Anbieters verstehen. Finanzbildung ist bei Krypto kein theoretischer Zusatz, sondern eine wichtige Grundlage für Vermögensaufbau und Vermögensschutz. Mit diesen Wissenslücken und ihren praktischen Folgen befasse ich mich ausführlich in der aktuellen Ausgabe meines Podcasts „Millers Kryptowoche“.

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  • Profis kaufen wieder Kryptos!
    2026/09/01

    Die professionellen Anleger kehren offenbar langsam an den Kryptomarkt zurück. Das zeigt eine neue Umfrage des Vermögensverwalters CoinShares, die am 19. August 2026 veröffentlicht wurde. Befragt wurden 30 professionelle Investoren, die zusammen rund 1,16 Billionen US-Dollar an Vermögen verwalten. Das ist zwar keine riesige Zahl an Teilnehmern, aufgrund der großen verwalteten Vermögen ist die Untersuchung dennoch interessant. Besonders bemerkenswert: Der durchschnittliche Anteil digitaler Vermögenswerte in den Portfolios stieg auf 1,2 Prozent. Es war der erste Anstieg seit dem deutlichen Ausverkauf am Kryptomarkt im Oktober 2025 – und laut CoinShares wurde diese Entwicklung vollständig von institutionellen Anlegern getragen.

    Institutionelle Anleger sind beispielsweise Vermögensverwalter, Fonds, Versicherungen oder andere professionelle Großinvestoren, die große Geldsummen investieren. Interessant ist deshalb nicht nur, dass diese Anleger wieder verstärkt in Kryptowährungen investieren, sondern auch, woher das Geld dafür kommt. CoinShares zufolge wurden unter anderem Positionen in festverzinslichen Anlagen und Rohstoffen reduziert und stattdessen wieder stärker in risikoreichere Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen umgeschichtet. Gleichzeitig nimmt die Einschätzung zu, dass die jüngsten Kursrückgänge attraktive Einstiegsmöglichkeiten geschaffen haben könnten. Anders ausgedrückt: Ein Teil der Profis interpretiert die Schwäche am Kryptomarkt offenbar inzwischen eher als Kaufgelegenheit denn als Warnsignal.

    Bitcoin bleibt dabei für die befragten Investoren die Kryptowährung mit den überzeugendsten Wachstumsaussichten. Deutlich skeptischer ist das Bild dagegen bei Ethereum geworden. CoinShares führt das unter anderem auf regulatorische Unsicherheiten in den USA und Veränderungen innerhalb der Ethereum Foundation zurück. Gleichzeitig ist eine leichte Verschiebung hin zu kleineren Kryptowährungen zu beobachten. Dabei geht es jedoch nicht darum, dass die Profis jetzt wahllos Altcoins kaufen. Vielmehr gewinnen sogenannte Multi-Asset-Strategien an Bedeutung. Darunter versteht man Portfolios, bei denen das investierte Kapital auf mehrere unterschiedliche Kryptowährungen verteilt wird, anstatt ausschließlich auf Bitcoin oder Ethereum zu setzen.

    Besonders spannend ist ein scheinbarer Widerspruch der Studie. Für Anleger, die bislang noch keine Kryptowährungen besitzen, ist die hohe Schwankungsanfälligkeit weiterhin das größte Hindernis. In der Finanzwelt spricht man dabei von Volatilität. Gleichzeitig lag die gemessene 30-Tage-Volatilität laut CoinShares zuletzt bei lediglich rund 22 Prozent und damit nahe einem historischen Tief. Die Investoren fürchten also offenbar weniger die täglichen Kursschwankungen als vielmehr einen erneuten starken Kurseinbruch. Dieses sogenannte Drawdown-Risiko beschreibt, wie weit ein Vermögenswert zwischenzeitlich von einem vorherigen Höchststand fallen kann. Gerade Bitcoin hat in seiner Geschichte immer wieder gezeigt, dass solche Rückgänge erheblich ausfallen können.

    Für uns Privatanleger ist die Studie deshalb vor allem aus einem Grund interessant: Sie zeigt eine vorsichtige Stimmungsänderung bei professionellen Marktteilnehmern, aber keineswegs eine neue Euphorie. Eine Kryptoquote von durchschnittlich 1,2 Prozent bleibt überschaubar. Dennoch könnte der Richtungswechsel ein wichtiges Signal sein, denn institutionelles Kapital kann langfristig erheblichen Einfluss auf Angebot und Nachfrage am Kryptomarkt haben. Gleichzeitig sollten Privatanleger daraus keinesfalls ableiten, den Profis blind hinterherzulaufen. Entscheidend bleiben eine vernünftige Diversifikation, die persönliche Risikotragfähigkeit und ein langfristiger Anlagehorizont. Mit dieser Thematik befasse ich mich ausführlich in meinem aktuellen Podcast von „Millers Kryptowoche“.

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