『Menschen aus 46DREI』のカバーアート

Menschen aus 46DREI

Menschen aus 46DREI

著者: Jens Grotstabel
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2026年5月12日まで。4か月目以降は月額1,500円で自動更新します。

概要

In diesem Podcast spricht Jens Grotstabel mit Menschen, die aus Bocholt kommen, hier leben, arbeiten – oder die auf ihre ganz eigene Weise mit dieser schönen Stadt im Münsterland verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten, ehrliche Meinungen und besondere Lebenswege. Abseits von Lärm, Aufregern und schnellen Urteilen entsteht Raum für Gespräche: über Alltag und Träume, über Engagement, Herausforderungen und Ideen für die Zukunft. Ein Podcast für alle, die Bocholt lieben, neu entdecken wollen – oder einfach Lust auf gute Gespräche mit spannenden Menschen aus #46DREI haben.Jens Grotstabel 個人的成功 旅行記・解説 社会科学 自己啓発
エピソード
  • Ruth Sondermann – Wenn Geschichten besondere Momente erschaffen
    2026/05/07

    In dieser Episode sitzt Jens Grotstabel mit der Geschichtenerzählerin und freien Rednerin Ruth Sondermann aus Bocholt zusammen. Ruth nimmt uns mit auf ihren Weg zum professionellen Erzählen – und macht dabei schnell klar: Erzählen ist nicht Vorlesen. Eine Geschichte muss man sich zu eigen machen, sie fühlen, formen und im Moment entstehen lassen.

    Ruth beschreibt dieses ganz besondere Gefühl, wenn man vor über hundert Menschen steht und versucht, sie mit einer Geschichte abzuholen. Wenn Zuhörer still werden, sich einlassen und für einen Moment alles andere ausblenden, entsteht etwas, das schwer in Worte zu fassen ist – ein gemeinsamer, besonderer Moment.

    Im Gespräch erzählt Ruth, wie sie eher beiläufig und ganz unbewusst durch eine Freundin den ersten Schritt in die Selbstständigkeit gemacht hat. Heute gestaltet sie mit großer Verantwortung Trau- und Trauerreden – Formate, die sehr nah am Menschen sind und sensibel vorbereitet werden müssen. Ein stabiles Grundgerüst ist dabei unverzichtbar, doch vieles entsteht spontan, angepasst an die Menschen, die gerade vor ihr sitzen.

    Ein zentrales Thema ist die Sprache. Sie verbindet Menschen, entwickelt sich ständig weiter und ist eines der wichtigsten Werkzeuge unserer Gesellschaft. Kommunikation ist für Ruth immer auch Erzählen – und genau das steckt an. Zusammensitzen, zuhören, Geschichten teilen: Das ist Kommunikation in ihrer reinsten Form.

    Besonders am Herzen liegt ihr die Arbeit mit Kindern. Ihnen Freude an Sprache zu vermitteln, ist für Ruth essenziell. Kunst und Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle, genauso wie der zweite Bildungsweg, der Kindern und Jugendlichen neue Chancen eröffnen kann – vorausgesetzt, jemand weckt Begeisterung. Denn: Nur wer für etwas brennt, kann andere wirklich mitnehmen.

    Auch über Verantwortung wird gesprochen – insbesondere bei Hochzeiten und Trauerfeiern. Beide Anlässe haben einen gemeinsamen Ursprung: Liebe. Ruth beschreibt, wie groß die Verantwortung als Rednerin ist, Menschen in diesen Momenten zu begleiten und ihnen Raum für Abschied, Erinnerung und Verbindung zu geben.

    Darüber hinaus geht es um Netzwerke in der Selbstständigkeit, um den Kulturort alte Molkerei, der Künstler zusammenbringt und für Bocholt wichtig ist, sowie um die Chancen einer lebendigen, lebhaften Innenstadt. Zum Abschluss wird es sehr lokal: Warum zur Bocholter Kirmes alle – egal wo sie inzwischen leben – wieder nach Hause kommen und gemeinsam feiern.

    Eine Folge über Geschichten, Sprache und die Kraft besonderer Momente.

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    58 分
  • Berthold Renzel – Landwirtschaft zwischen Verantwortung, Innovation und regionaler Wertschöpfung
    2026/04/23

    In dieser Episode sind wir zu Gast in der kleinen Wurstmanufaktur von Berthold Renzel in Rhede. Berthold ist nicht nur Inhaber des Betriebs, sondern auch Vorsitzender des landwirtschaftlichen Stadtverbandes Bocholt (LSB) – und jemand, der Landwirtschaft ganzheitlich denkt. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um die Aufgaben des LSB, um politische Rahmenbedingungen und vor allem um die Frage, wie Landwirtschaft, Energiewende und gesellschaftliche Erwartungen zusammengebracht werden können.

    Berthold macht deutlich: Die Landwirtschaft ist nicht grundsätzlich gegen Solarstrom oder erneuerbare Energien. Photovoltaik gehört für ihn auf Dächer, Parkplätze oder versiegelte Flächen – nicht auf Böden, auf denen Nahrung produziert wird. Gerade dort, wo Solarstrom entsteht, könnten Elektroautos direkt geladen werden, etwa auf Firmengeländen oder Parkplätzen. Ergänzt wird dieses Bild durch Biogasanlagen, die laut Berthold besonders in der dunklen Jahreszeit eine wichtige Rolle spielen. Biogas ist für ihn die optimale Ergänzung zu Solar-, Wind- und Wasserkraft – vor allem, weil Landwirte seit jeher in Kreisläufen denken. Dazu gehören auch die Ausscheidungen von Nutztieren.

    Ein weiteres Thema: regionale Wertschöpfung. Berthold erzählt, wie anspruchsvoll der Anbau von Braugerste für das eigene Bier ist – und wie aus einer Idee ein Produkt wurde, das Landwirtschaft, Handwerk und Region verbindet. Es geht um Qualität, Identität und darum, Wertschöpfung in der Region zu halten. Auch Biodiversität spielt dabei eine Rolle: Ackerrandstreifen, Sonnenblumenflächen oder soziale Projekte zeigen, dass Landwirtschaft mehr ist als reine Ertragsmaximierung.

    Kritisch wird es beim Blick auf internationale Handelsabkommen. Das Mercosur-Abkommen setzt die heimische Landwirtschaft massiv unter Druck – finanziell, aber auch qualitativ. Berthold erklärt, warum Produkte aus Südamerika mit niedrigeren Umwelt- und Tierwohlstandards hierzulande konkurrieren dürfen und weshalb dort Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, die bei uns seit Jahrzehnten verboten sind.

    Auch gesellschaftliche Debatten kommen zur Sprache: Warum werden Klimaproteste anders wahrgenommen als Proteste zum Agrardiesel? Für Berthold ist klar, dass das Recht auf Demonstration für viele Themen genutzt werden sollte – denn Probleme gibt es genug. Gleichzeitig zeigt er, wie innovativ Landwirtschaft heute bereits ist: kleinere Elektrogeräte, Hackroboter, die Beikraut von Nutzpflanzen unterscheiden können. Bei großen Traktoren stößt Elektromobilität aktuell noch an Grenzen – vor allem wegen der langen Laufzeiten.

    Ein zentrales Anliegen bleibt der Verbraucher. Wer sich mehr mit der Herkunft von Lebensmitteln beschäftigt, unterstützt automatisch die ansässige Landwirtschaft. Berthold spricht offen über vegane und vegetarische Ernährung als wirtschaftlichen Faktor, über Qualitätsunterschiede bei Lebensmitteln wie Butter und Margarine – und darüber, warum Qualität auch ihren Preis hat. Er selbst setzt auf natürliches Essen statt hochverarbeiteter Produkte.

    Hofläden sieht Berthold als wichtigen Ort des Austauschs. Hier entstehen Gespräche, Verständnis und Nähe. Das erfolgreichste Produkt in seinem Laden? Der Mittagstisch im Glas – frisch gekocht, schnell warm gemacht, ehrlich und nicht hochverarbeitet. Dazu kommen regionale Besonderheiten wie Lupinenkaffee und ein Sortiment, bei dem jedes Produkt eine Geschichte erzählt.

    Am Ende wird es persönlich. Für Berthold ist das Wichtigste, abends ruhig einschlafen zu können. Große Klagen liegen ihm fern – in Bocholt habe man eigentlich alles, was man braucht. Oder wie er selbst sagt:
    „Der Tag hat 24 Stunden – und wenn wir mittags durcharbeiten, auch noch ’ne Stunde mehr.“
    Eine Folge über Verantwortung, Haltung und die klare Einladung: Versucht da zu kaufen, wo es produziert wird.

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    1 時間 2 分
  • Stefan Horak – Schlafgesundheit, Unternehmergeist und CoWorking
    2026/04/09

    In dieser Episode sind wir in der Etage 3 in Bocholt zu Gast und sprechen mit Stefan Horak, dem Gründer von 1a Zzzleep und Unternehmer mit einer sehr persönlichen Geschichte. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um Schlafgesundheit, Selbstständigkeit und die Frage, wie moderne Arbeitswelten unsere Innenstädte verändern können.

    Stefan erzählt offen von seinen eigenen Schlafproblemen, die letztlich der Auslöser für die Entwicklung seiner Schlafmaske waren. Dabei wird schnell klar: Schlafgesundheit ist ein riesiges Thema – und viele Menschen wissen gar nicht, wie viele Hilfsmittel und Möglichkeiten es gibt, den eigenen Schlaf nachhaltig zu verbessern. Besonders der Tiefschlaf spielt dabei eine zentrale Rolle, denn er ist nur bei absoluter Dunkelheit möglich. Evolutorisch ist der Mensch darauf programmiert, selbst kleinste Lichtquellen wahrzunehmen – und wird dadurch aus dem Tiefschlaf geholt.

    Im Gespräch geht es auch um klare Abgrenzungen: Bei Schlafapnoe helfen keine Lifestyle-Tipps mehr, sondern nur Sauerstoffversorgung und der Gang zu spezialisierten Ärztinnen und Ärzten. Stefan zeigt auf, wie groß der Markt inzwischen ist – allein 2024 lag das Volumen der Schlafgesundheitsbranche bei über 50 Milliarden Euro.

    Neben Technik und Produkten spricht Stefan aber vor allem über einfache, natürliche Wege zu besserem Schlaf: ein warmes Bad, ein Fußbad, bewusste Abendroutinen – und vor allem das Weglassen des Handys vor dem Einschlafen. Eine besondere Geschichte erzählt er rund um eine blubbernde Trinkflasche, die ihn auf die Idee brachte, Duftstoffe in eine Schlafmaske zu integrieren, um das Einschlafen zu erleichtern und den Tiefschlaf zu fördern. Denn genau dieser Tiefschlaf kann dabei helfen, Erkrankungen wie Alzheimer vorzubeugen.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Stefans unternehmerischer Weg. Er berichtet von einer privaten Veränderung, die so nicht geplant war – und letztlich den Schritt in die Selbstständigkeit ausgelöst hat. Offen spricht er auch über die Schattenseiten: darüber, wie enttäuschend es sein kann, viel Zeit, Herzblut und Geld in Social Media zu investieren, ohne sofort den gewünschten Erfolg zu sehen.

    Warum er sich bewusst für einen Arbeitsplatz im CoWorking Space der Etage 3 entschieden hat, erklärt Stefan ebenfalls: um unter Menschen zu sein, Netzwerke aufzubauen, neue Impulse zu bekommen – und mitten im Zentrum von Bocholt zu arbeiten. Gerade wenn konzentriertes Arbeiten zuhause aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, bieten CoWorking Spaces eine echte Alternative. Hier arbeiten Menschen aus Bocholt für Unternehmen in anderen Städten und Ländern – eine Entwicklung, die durch Corona grundlegend beschleunigt wurde.

    Auch im Bereich New Learning spielen CoWorking Spaces eine immer größere Rolle. Netzwerken ist dabei für Stefan essenziell, denn niemand lernt jemals aus – neue Perspektiven und Impulse sind der Schlüssel für persönliches und berufliches Wachstum. Gleichzeitig verändert der Onlinehandel das Verhalten der Menschen massiv. Um Innenstädte als gesellschaftliche Zentren lebendig zu halten, braucht es neue Nutzungen wie CoWorking, Begegnungsräume und moderne Arbeitsmodelle.

    Eine Folge über Schlaf, Gesundheit und Unternehmertum – und darüber, wie neue Arbeitsformen dazu beitragen können, unsere Innenstädte auch in Zukunft lebendig zu halten.

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    1 時間
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