Maria Kalesnikava, Flötistin und Bürgerrechtlerin aus Belarus
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Als Sicherheitskräfte versuchten, sie 2020 gegen ihren Willen aus Belarus abzuschieben, zerriss die Bürgerrechtlerin an der ukrainischen Grenze ihren Pass – eine Aktion, die weltweit zum Symbol des Widerstands wurde. Kurz darauf wurde sie verhaftet und in einem Scheinprozess zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Nach fünf Jahren Haft, zweieinhalb davon in Einzelhaft, kam die Flötistin Maria Kalesnikava überraschend frei – es war das Ergebnis diplomatischer Verhandlungen, an denen die US-Regierung beteiligt war. Heute lebt die 1982 in Minsk geborene Maria Kalesnikava im Exil, setzt sich jedoch weiterhin für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie in ihrer Heimat ein und erinnert an das Schicksal der zahlreichen weiteren politischen Gefangenen in Belarus. Vergangene Woche trat die Flötistin beim ORF Musikprotokoll in Graz im Rahmen des Steirischen Herbst auf, zusammen mit dem Radiosymphonieorchester. Marlene Nowotny hat Maria Kalesnikava dort im Proberaum der Kunstuniversität getroffen.