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Leben auf Sicht

Leben auf Sicht

著者: WIrtschaftskammer Tirol
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Wann hast du das letzte Mal die Orientierung verloren? Dieser Podcast ist dein Navi für Hirn und Herz. Wir sprechen darüber, wie psychosoziale Beratung Menschen dabei unterstützen kann, mit Belastungen, Krisen und Veränderungen besser umzugehen, neue Perspektiven zu entwickeln und den eigenen Kurs wiederzufinden.Wirtschaftskammer Tirol, Vorarlberg, Salzburg 心理学 心理学・心の健康 衛生・健康的な生活
エピソード
  • #5 Selbstermächtigung - mit Claudia Marte
    2026/08/11

    Die Folge erzählt die Geschichte einer Frau, die nach einer bewussten, fairen Trennung von ihrem Mann und mit einem 20-jährigen Sohn erstmals wieder ihr eigenes Leben spürt und dennoch von Schuldgefühlen, Unsicherheit und der Frage „War das schon alles?“ geplagt ist.

    Bei Moderatorin Barbara Kaufmann schildert die psychosoziale Beraterin Claudia Marte ihren Weg von einer Führungsposition im Möbelgroßhandel über ein Burnout in jungen Jahren hin zur psychosozialen Beraterin mit Fokus auf mentale Arbeit und dem Leitmotiv „ermächtigen statt beraten“.

    Sie erklärt, wie sie Klientinnen in einem wertfreien, geschützten Raum mit gezielten Fragen durch vier zentrale Lebensbereiche führt: persönliches Befinden, berufliches Umfeld, Beziehungen (beginnend bei der Beziehung zu sich selbst) und Bewusstsein bzw. Sinnfindung.

    Anhand des Fallbeispiels zeigt sie, wie Veränderungsprozesse meist durch Komfortzone, Angstzone und schließlich Wachstumszone führen und wie wichtig Mut, Begleitung und ein „Sicherheitsnetz“ (z.B. App-Service zwischen Terminen) in dieser Angstzone sind.

    Claudia Marte legt dar, dass mentale Selbstführung aus Denken, Fühlen und Handeln besteht, dass wir 70.000–90.000 meist wiederholte Gedanken pro Tag haben und Veränderung nur über neue Bilder, Imagination und konsequentes Training („Homeplay“) möglich ist.

    Sie betont, dass die Beziehung zu sich selbst die Basis aller anderen Beziehungen ist, dass viele Frauen ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten von Familie und Partner verdrängen und dass es weder egoistisch noch unsozial ist, die eigenen Bedürfnisse an erste Stelle zu setzen.

    Die Klientin nimmt in der Beratung ein neues Jobangebot an, entdeckt ihre Bedürfnisse und Werte neu, überwindet Schuldgefühle, bleibt in gutem Kontakt mit Ex-Partner und Sohn und beschreibt ihr Leben heute als freier, bewusster, dankbarer und voller Freude am Ausprobieren.

    Als zentrale Impulse nennt Claudia Marte unter anderem Viktor Frankls Gedanken „zwischen Reiz und Raum liegt unsere Macht“, die Leitfrage „Was freut mich als nächstes?“ sowie den Aufruf: „Komm dir selbst auf die Spur und lebe deine beste Version.“

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    53 分
  • #4 Wertekonflikte - mit Doris Andreatta
    2026/07/14

    Diese Folge von "Leben auf Sicht" erzählt die Geschichte eines Kindergarten‑Teams, dessen Leitbild „Wertschätzung, Respekt, Vertrauen“ im Alltag ins Wanken gerät, als ein Konflikt über Regeln im Garten eskaliert. Doris Andreatta beschreibt ihren Berufsweg von der leidenschaftlichen Pädagogin zur psychosozialen Beraterin mit Schwerpunkt positive Psychologie und systemischem Ansatz und betont lebenslanges Lernen. Im Zentrum steht eine Team‑Supervision, die mit einem ressourcenorientierten Einstieg („Was funktioniert gut, worauf sind Sie stolz?“) beginnt, bevor auf Schwierigkeiten und Konflikte geschaut wird. Andreatta arbeitet mit Werteklärung: Das Team entwickelt in einem strukturierten Prozess aus vielen Begriffen drei gemeinsame Werte‑Säulen, die später als Kompass im Konflikt dienen. Der konkrete Streit um die Nestschaukel zeigt die Spannbreite zwischen strengen Sicherheitsregeln und dem Wunsch nach Selbstverantwortung und Freiraum für Kinder, die in eine balancierte Minimalregel übersetzt wird. Methodisch setzt Andreatta auf soziokratische Runden, Visualisierung mit Kärtchen am Boden, bewusste Pausen und Stille sowie auf klare Vereinbarungen, dass jede Person ihrer Stimme Verantwortung gibt – auch fürs Schweigen. Sie zeigt, wie sie mit „ehrenwerten Hindernissen“, also stark widerständigen Einzelpersonen, arbeitet, indem sie deren gute Gründe würdigt, Beziehung anbietet und gleichzeitig die Gruppe im Blick behält. Zum Schluss gibt sie den Hörer:innen mit auf den Weg, bei Spannungen genauer zu prüfen, ob es „nur“ um To‑dos oder um dahinterliegende Werte geht, und als persönliche Haltung: auf das halbvolle Glas zu schauen.

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    38 分
  • #3 Trigger - mit Karin Klinger-Vogel
    2026/06/09

    Die Folge erzählt die Geschichte eines selbstständigen Handwerkers Mitte 30, der beruflich erfolgreich und privat glücklich ist, aber immer wieder „ausrastet“ und sich dafür schämt. Die psychosoziale Beraterin Karin Klinger‑Vogel beschreibt, wie sie als Coach zunächst klärt, was „Ausrasten“ konkret bedeutet, ob es um verbale oder körperliche Gewalt geht und welche Situationen dahinterstehen. Im Gespräch zeigt sich, dass hinter der Wut Themen wie Herkunftsfamilie, akademischer Druck, Preisgestaltung als Selbstständiger und Vergleiche mit den Geschwistern stehen. Sie arbeitet mit dem kybernetischen Dreieck aus dem St. Galler Coaching Modell, in dem Wert (Ruhe), Ziel („Ich spreche respektvoll und ruhig“) und Problem („Ich bin wertlos“) klar benannt werden. Klinger-Vogel betont, dass Wut häufig mit Scham und Schuld verknüpft ist, dass Trigger sehr persönliche Auslöser mit biografischem Hintergrund sind und dass wiederkehrende Muster erst veränderbar werden, wenn man sie erkennt. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist, das gewünschte Stattdessen zu formulieren, den Preis eines Zieles ehrlich anzuschauen und zu prüfen, ob jemand bereit ist, diesen Preis zu bezahlen. Im Verlauf des Prozesses verbessert sich die innere Skala des Klienten deutlich: Ruhe steigt von minus 10 auf plus 6, das erlebte Problem geht auf 0 zurück, und das Ziel rückt gefühlt von 0 auf 9, was sich für ihn wie Freiheit und Ruhe anfühlt. Konkret kann er seine Preise halten, klarer mit seinen Eltern sprechen, sich besser abgrenzen und in „dummen“ Wortmeldungen eher das Thema der anderen als einen Angriff auf seinen eigenen Wert erkennen. Am Ende lädt Klinger-Vogel dazu ein, bewusste Pausen zu machen, Gefühle ernst zu nehmen und psychosoziale Beratung prophylaktisch zu nutzen, bevor Belastungen eskalieren.

    Homepage:

    https://www.coaching-mit-wirkung.at/

    Buchempfehlungen:

    Lippmann, Eric (2013):

    Coaching

    Springer Verlag

    Belardi, Nando (2020):

    Supervision und Coaching

    Lambertus Verlag Freiburg

    Kaluza, Gerd (2015):

    Stressbewältigung

    Springer Verlag

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    57 分
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