エピソード

  • Sybille - Wenn Schmerzen auch der Seele wehtun
    2026/05/04

    Was passiert, wenn der eigene Körper plötzlich nicht mehr mitmacht?Wenn Schmerzen bleiben. Wenn der Beruf wegbricht. Und wenn sich mit der körperlichen Erkrankung auch die Seele immer weiter zurückzieht?In dieser Folge von „Kopfnuss – Ich will gehört werden“, dem AWO Podcast, erzählen wir die Geschichte von Sybille aus der AWO-Tagesstätte "Unter dem Regenbogen" in Aschersleben. Sie war viele Jahre als Postmitarbeiterin unterwegs – bis ein Bandscheibenvorfall ihr Leben von einem Tag auf den anderen veränderte. Drei Operationen, anhaltende Schmerzen, Depressionen und der Verlust ihres beruflichen Alltags folgten.Wir sprechen darüber, wie chronische Erkrankungen und psychische Belastungen zusammenwirken. Darüber, was es bedeutet, mit Angstzuständen zu leben. Und darüber, wie wichtig Orte sind, die nicht nur betreuen, sondern wirklich begleiten.Eine Geschichte über Brüche im Lebenslauf – und darüber, wie vorsichtige Zuversicht wieder wachsen kann. Depressionen und chronische Schmerzen sind oft unsichtbar. Umso wichtiger ist es, hinzuschauen, zuzuhören und Angebote vorzuhalten, die Teilhabe ermöglichen – Schritt für Schritt.Mein Name ist Mandy Politz und ich sage ganz herzlich Willkommen, Sybille!____Der AWO-Podcast "KopfNuss - Ich will gehört werden" wird gefördert durch die "Aktion Mensch" und mach auf den Europäischen Protesttag am 5. Mai aufmerksam.


    続きを読む 一部表示
    10 分
  • Sunny wünscht sich vor allem eines: Verständnis
    2026/04/17

    Wer Sunny begegnet, erlebt eine junge Frau, die viel durchgestanden hat – und trotzdem nicht aufgegeben hat. Sie kommt aus einem kleinen Dorf, lebt mit Epilepsie und kämpft seit vielen Jahren zusätzlich mit einer Depression. Was sie sich am meisten wünscht, ist kein Mitleid. Es ist Verständnis für ihre Situation.

    TRIGGERWARNUG: Tod, Selbstverletzende Gedanken, sexualisierte Gewalt


    Jährlich am 5. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Unterstützt die „Aktion Mensch“ hat der AWO Kreisverband Harz dazu eine Podcast-Reihe ins Leben gerufen, um auf Menschen aufmerksam zu machen, die an psychischen Erkrankungen leiden, damit diese Ihre Geschichte erzählen können – und zwar aus Ihrer Sicht, so wie sie sie selbst erleben. Dadurch sollen Vorurteile, Stigmatisierungen und auch Unsicherheiten beim Thema psychische Erkrankungen abgebaut werden.

    続きを読む 一部表示
    21 分
  • Lutz' Leben mit Schizophrenie: Wenn die Realität zu verschwimmen beginnt
    2026/03/16

    Jährlich am 5. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Unterstützt die „Aktion Mensch“ hat der AWO Kreisverband Harz dazu eine Podcast-Reihe ins Leben gerufen, um auf Menschen aufmerksam zu machen, die an psychischen Erkrankungen leiden, damit diese Ihre Geschichte erzählen können – und zwar aus Ihrer Sicht, so wie sie sie selbst erleben. Dadurch sollen Vorurteile, Stigmatisierungen und auch Unsicherheiten beim Thema psychische Erkrankungen abgebaut werden.Denn, was passiert, wenn die eigene Wahrnehmung plötzlich nicht mehr verlässlich ist? Wenn Stimmen zu hören sind, die niemand sonst hört – und Bilder auftauchen, die es nicht gibt?In dieser Folge sprechen wir über das Leben mit Schizophrenie. Über Lutz, dessen Erkrankung schleichend begann – in einer Phase großer persönlicher und beruflicher Belastung. Wir erzählen von Halluzinationen, Klinikaufenthalten, Rückschlägen und dem langen Weg zu einer stabilen Behandlung.Aber es geht auch um Verantwortung, Familie und Vertrauen. Denn seit vielen Jahren steht Lutz’ Neffe Maurice an seiner Seite – nicht nur als Angehöriger, sondern als rechtlicher Betreuer.Diese Episode zeigt, wie komplex psychische Erkrankungen sind, wie sehr sie das Leben verändern – und wie wichtig verlässliche Beziehungen in Krisenzeiten sein können.Mein Name ist Mandy Politz und ihr hört „Kopfnuss – Ich will gehört werden“, dem Podcast vom AWO Kreisverband Harz in Quedlinburg. - Heute aus der Tagesstätte "Horizont" in Halberstadt.

    続きを読む 一部表示
    18 分
  • Depressionen und Psychosen bestimmten Sylvias Alltag
    2026/01/28

    Vor drei Jahren hat Sylvia einen Ort gefunden, der ihr half, wieder Fuß zu fassen – die AWO-Tagesstätte "Hoffnung" in Quedlinburg.

    Hier bastelt sie, lacht, redet, hört zu. Besonders die Ergotherapie gibt ihr Kraft.

    Nach einem schweren Schicksalsschlag war nichts mehr, wie es einmal war.Depressionen und Psychosen bestimmten ihren Alltag. Selbst das Fahren mit dem Bus wurde unmöglich. Der Weg in die Tagesstätte war nicht leicht – vor allem das erste Gespräch. Aber heute weiß Sylvia: Es war der richtige Schritt.

    Sie hat dort nicht nur neue Menschen kennengelernt, sondern auch verstanden, dass sie mit ihren Problemen nicht allein ist. »Man lernt, dass es nicht nur um die Krankheit geht, sondern um den Menschen dahinter.«

    Etwas ist ihr dabei aufgefallen: Noch immer kommen deutlich mehr Frauen als Männer in die Tagesstätte. »Vielleicht fällt esMännern schwerer, sich Hilfe zu suchen«, meint sie nachdenklich.

    Heute schaut Sylvia wieder mit Zuversicht nach vorn.

    Ihre Wohnung, ihr Umfeld, ihr Blick aufs Leben – alles hat sichverändert.

    続きを読む 一部表示
    9 分
  • Mias Geschichte: „Ich kann einfach nicht mehr“
    2026/01/16

    2014 bricht für Mia die Welt zusammen.


    Nach Jahren harter Arbeit als Teamleiterin ist sie völlig erschöpft.Statt Verständnis zu bekommen, wird sie gemobbt.

    Eines Tages geht gar nichts mehr – Zusammenbruch, Klinik, Diagnose: Depression.

    Mia kämpft. Vor allem gegen das Unverständnis in ihrer eigenen Familie.

    Immer wieder hört sie: „Warum kannst du nicht mehr?“

    Diese Fragen verletzen sie tief. Denn Mia will – sie kann nur nicht mehr.

    Heute ist sie 64 und besucht zweimal pro Woche die Tagesstätte Hoffnung in Quedlinburg.

    Dort erlebt sie etwas, das sie lange nicht kannte: ehrliches Zuhören, Verständnis, echte Wärme.

    Langsam wagt sie wieder Nähe, knüpft Freundschaften und findet Stück für Stück zu sich zurück.

    👉 „Es ist mein Leben, meine Krankheit. Ich bin niemandem eine Erklärung schuldig“, sagt sie heute.

    Und sie möchte anderen Mut machen: Sucht euch Hilfe. Ihr seid nicht allein.

    続きを読む 一部表示
    16 分
  • „Endlich verstanden werden“ – Stefanies Weg aus der Unsichtbarkeit
    2025/11/14

    Stefanie war erst sieben Jahre alt, als sie ihre erste Therapiebegann. Zuhause herrschte Chaos: Der Vater war heroinabhängig, die Mutter kaum interessiert. Schon früh zeigte Stefanie Verhaltensauffälligkeiten – Aggressionen, Wut, Hilflosigkeit.

    Mit acht Jahren verlor sie ihre Schwester. In der Schule wurde siedanach gemobbt. Lehrkräfte sahen weg, manchmal gaben sie ihr sogar die Schuld.Sogar ihre beste Freundin verbreitete falsche Gerüchte über sie.

    „Ich hätte mir gewünscht, dass jemand mal fragt, wie es mir geht“, sagt Stefanie heute.

    Sie ist überzeugt: Frühe Aufklärung über psychische Erkrankungen könnte helfen, Kinder und Jugendliche besser zu schützen – und Lehrkräfte zu sensibilisieren.

    Trotz allem kämpfte sie sich durch. Realschulabschluss geschafft, Ausbildung begonnen – doch die Angststörungen wurden zu stark. Erst Jahre später bekam sie endlich eine Diagnose: kombinierte Persönlichkeitsstörung.

    So schmerzhaft das war – für Stefanie war es auch eine Erleichterung.

    „Ich wusste endlich, warum ich so bin, wie ich bin.“

    Heute findet sie Halt in der AWO-Tagesstätte "Hoffnung", wo sie sichakzeptiert und respektiert fühlt.

    Sie sagt:

    „Ich komme wieder raus, ich werde als Mensch wahrgenommen. Das ist mein größter Gewinn.“

    Und sie macht anderen Mut:

    ✨ „Ihr seid nicht allein.Es gibt immer jemanden, der hilft. Hört nicht auf die, die euch nicht ernst nehmen – jeder Mensch ist es wert, geliebt zu werden.“ ✨

    続きを読む 一部表示
    16 分
  • Lunu und der Kampf gegen die Unsichtbarkeit
    2025/11/03

    »Ich war 18, als mein Körper und mein Kopf einfach nicht mehr konnten.«

    So beginnt Lunu ihre Geschichte. Nach einem Nervenzusammenbruch kam sie in psychologische Behandlung – und erhielt später die Diagnosen Borderline und Schizophrenie.

    Doch das Schwerste war nicht die Krankheit selbst.

    Es waren die Vorurteile.

    Viele Menschen sahen sie plötzlich als „komisch“, „faul“ oder „nicht belastbar“. Manche Freund*innen wandten sich ab. »Einige hielten mich für dumm, nur, weil ich nicht arbeiten kann«, erzählt Lunu.

    Selbst ihre Eltern, die sich mit Büchern und Videos über ihre Erkrankunginformierten, konnten nie ganz verstehen, was in ihr passiert. »Wie auch?«, sagt sie leise. »Man sieht es ja nicht.«

    In den 1990er-Jahren war es nicht leicht, kompetente Ärzt*innen für psychische Erkrankungen zu finden. Trotzdem erlebte Lunu damals Menschen, die sie ernst nahmen und erklärten, was in ihrem Kopf vorgeht.

    Heute weiß sie: Borderline bedeutet extremes Schwarz-Weiß-Denken.

    »Entweder liebe ich oder ich hasse – meistens mich selbst.«

    Und bei Schizophrenie? »Ich höre manchmal Stimmen, rieche Dinge, die garnicht da sind. Wenn alles plötzlich nach Pfeffer schmeckt, weiß ich: Ein neuer Schub kommt.«

    In der AWO Tagesstätte „Hoffnung“ in Quedlinburg, die sie besucht, fühlt sie sich sicher.

    Sie lacht mit anderen, geht spazieren, spielt, redet. »Hier bin ich einfach ich«, sagt sie.

    Doch draußen ist das anders.

    »Viele Menschen haben noch immer Angst vor psychischen Erkrankungen – auch, weil Medien falsche Bilder vermitteln.«

    Lunu wünscht sich, dass mehr Menschen hinschauen, statt wegzusehen.

    Dass sie zuhören, statt zu urteilen.

    Denn Heilung bedeutet für sie nicht, dass alles verschwindet.

    Heilung bedeutet, mit sich selbst Frieden zu schließen. 💛

    続きを読む 一部表示
    16 分
  • Beatrice – Ein Lebensweg durch Burnout, Depressionen und Stigmatisierung
    2025/09/09

    Beatrice hat lange Zeit alles für ihren Traumjob gegeben. Dadurch kam ihre Familie zu kurz, und ihr Ehemann konnte kein Verständnis dafür aufbringen. Die Belastungen führten zur Trennung. Vor rund 20 Jahren kam Burnout, später Angststörungen, Panikattacken und Zwangsstörungen hinzu. Eine bipolare Störung wurde ebenfalls diagnostiziert. Beatrice befand sich in stationärer psychiatrischer Behandlung, in die sie sich selbst begeben hatte.

    In der AWO-Tagesstätte „Hoffnung“ in Quedlinburg hatte Beatrice anfangs das Gefühl, dies sei die Endstation. Heute fühlt sie sich dort jedoch sehr wohl, geliebt, wertgeschätzt und endlich verstanden. »Psychisch erkrankte Menschen brauchen andere Menschen und dürfen nicht ausgeschlossen oder verurteilt werden«, lautet ihr Appell an alle. Außerdem wünscht sich Beatrice, dass »Arbeitgeber umfassend zu psychischen Erkrankungen geschult werden sollten, denn sie tragen eine große Mitverantwortung für ihre Angestellten.«

    Der AWO-Podcast „KopfNuss – Ich will gehört werden!“ wird gefördert durch Aktion Mensch.

    続きを読む 一部表示
    23 分