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KInote #05 – Droht die schleichende Machtübernahme? – Mit Simon Friederich

KInote #05 – Droht die schleichende Machtübernahme? – Mit Simon Friederich

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Der Podcast #KInote mit Physiker und Philosoph Simon Friederich- Die Ungewissheit der Zukunft Künstlicher Intelligenz- Einblicke in die Wissenschafts- und Technikphilosophie - Zwischen Spekulation und Realismus: Welche Szenarien sind denkbar?Simon Friederich verbindet Physik und Philosophie. Er hat in beiden Fächern promoviert und lehrt heute als Associate Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Groningen. Seine Arbeitsinteressen reichen von der Quantenphysik und den Multiversumstheorien bis zur Philosophie moderner Technologien und zur Zukunft fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz.Im Gespräch geht es um eine derzeit intensiv diskutierte Sorge: Könnte KI schleichend Macht über zentrale Bereiche unserer Zivilisation gewinnen und schließlich eigene Ziele verfolgen, die sich menschlicher Kontrolle entziehen? Unstrittig ist, dass die Systeme immer leistungsfähiger werden. Welche Folgen daraus entstehen, lässt sich gegenwärtig kaum absehen. Menschen könnten sich jedoch daran gewöhnen, zentrale Aufgaben rund um Wissen Entscheiden an KI zu delegieren – und dabei nach und nach Kontrolle verlieren. Wie wahrscheinlich ein solches Szenario im Zuge weiterer Fortschritte wird, weiß derzeit aber niemand.Friederich unterscheidet zwei Risiken: Zum einen könnten KI-Systeme selbst immer größere Handlungsspielräume gewinnen. Zum anderen könnten Unternehmen oder Regierungen, die solche Systeme kontrollieren, enorme Machtfülle erlangen. Zugleich vermeidet er einseitigen Pessimismus. Die Geschichte kennt zahlreiche technologische Entwicklungen, die zum gesellschaftlichen Fortschritt beigetragen haben. Friederich versteht sich daher nicht als bloßer Mahner, sondern als Wissenschaftler, der Chancen und Risiken gleichermaßen ernst nimmt.Ein zentraler Begriff ist „Alignment“: KI-Systeme sollen an menschlichen Zielen und Werten ausgerichtet werden. Doch woran genau, wenn Gesellschaften pluralistisch, widersprüchlich und in ihren Zukunftsvorstellungen uneins sind? Friederich schlägt vor, weiter über die sozio-technische „Symbiose“ von Menschen und KI nachzudenken. Frage, was geschieht, wenn Schreiben, Argumentieren und andere kognitive Leistungen zunehmend an Sprachmodelle ausgelagert werden. In dieser Folge sprechen wir über KI als Werkzeug und Mitspieler, über Machtkonzentration und die offene Zukunft der Künstlichen Intelligenz. In der Sendung sind zwei von ihm eingespielte Klavierstücke (Mozart und Schumann) zu hören. Mit Simon Friederich sprechen Prof. Dr. Marcel Schütz und Co-Host Justus Bösch von der Forschungsgruppe KIWIT.Mit Simon Friederich sprechen Prof. Dr. Marcel Schütz und Co-Host Justus Bösch von der Forschungsgruppe KIWIT. Den Podcast begleitet der Wiener Komponist Walter Baco am Klavier. - Zur Podcastseite der Forschungsgruppe KIWIT.- Zur Webseite von Simon Friederich.
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