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KInote – Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft

KInote – Künstliche Intelligenz in der Wissenschaft

著者: Marcel Schütz und Justus Donovan Bösch von KIWIT
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Ausgewiesene Gäste, konzentrierte Gespräche, ruhige Atmosphäre und sorgfältig produzierte Folgen: KInote bietet den anderen Ton unter den KI-Podcasts. Stark interdisziplinär mit Themenschwerpunkten aus der Breite der Forschung. KInote ist eine Koproduktion der Northern Business School in Hamburg und der Universität Oldenburg im Rahmen der Forschungsgruppe KIWIT.KIWIT (Social Media Redaktion) 社会科学 科学
エピソード
  • KInote #07 – Können Maschinen über Krieg entscheiden? – Mit Prof. Karl Hans Bläsius
    2026/07/17
    Wie werden Entscheidungsprozesse in Krisen- und Gefährdungslagen durch KI assistiert? Zu Gast: Karl Hans Bläsius (Hochschule Trier) KI in Frühwarnsystemen und bei CyberangriffenKönnen Maschinen über Krieg entscheiden?​- Wie Künstliche Intelligenz militärische Entscheidungen verändert- Risiken automatisierter Frühwarn- und Informationssysteme- Ein Gespräch mit einem Pionier der deutschen KI-ForschungEs ist kurz nach Mitternacht, am 26. September 1983, als im 50 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Serpuchow die Alarmglocken schrillen. Das dort stationierte Frühwarnsystem meldet den Start einer amerikanischen Atomrakete auf die Sowjetunion. Dem damals verantwortlichen Oberstleutnant Stanislaw Petrow bleiben nur Minuten, um zu entscheiden, ob es sich tatsächlich um einen Erstschlag der USA oder einen Fehlalarm handelt. Petrow entschied sich letztlich, seinen Vorgesetzten einen Fehlalarm zu melden, auch als das computergestützte Frühwarnsystem ganze vier weitere Raketenstarts vermeldete. Heute wissen wir, dass das System fälschlicherweise Sonnenreflektionen als Raketenstarts interpretierte und Petrow durch seine Entscheidung womöglich einen Dritten Weltkrieg verhinderte.In der aktuellen Folge von KInote sprechen wir mit Prof. Dr. Karl-Hans Bläsius über die Rolle Künstlicher Intelligenz in militärischen Entscheidungsprozessen. Ausgangspunkt ist sein neuestes Buch „Künstliche Intelligenz und Krieg – Welche Risiken entstehen, wenn der Mensch die Kontrolle verliert?“. Karl-Hans Bläsius beschäftigt sich seit den frühen 1980er Jahren mit Künstlicher Intelligenz. Der studierte Informatiker lehrte viele Jahre an der Hochschule Trier und arbeitete zuvor unter anderem am Max-Planck-Institut. Neben der Entwicklung wissensbasierter Systeme befasst er sich seit Jahrzehnten mit den gesellschaftlichen Folgen digitaler Technologien und setzt sich für einen bedachten und verantwortungsvollen Gebrauch der Technologie ein.Krieg wird zum InformationsproblemDer öffentliche Diskurs und Darstellungen in der Popkultur legen häufig nahe, dass es sich bei dem Thema KI und Krieg primär um autonome Waffensysteme oder Kampfroboter handelte. Bläsius hat hingegen weniger sichtbare, aber umso folgenreichere Probleme der Künstlichen Intelligenz im Blick. Die Technologie kommt heute vor allem dort zum Einsatz, wo riesige Datenmengen in sehr kurzer Zeit verarbeitet werden müssen. Dies ist unter anderem bei der Auswertung von Sensordaten, bei Frühwarnsystemen, der Zielerkennung und Auswahl oder in der Cyberabwehr der Fall.Diese Daten können aber unvollständig oder fehlerhaft sein und somit zum Sicherheitsrisiko werden, da aus unsicheren Daten keine sicheren Schlüsse gezogen werden können. Die Menge der Daten und die Geschwindigkeit, mit der diese verarbeitet werden, steigen zudem stetig. Dieser Umstand macht eine Überprüfung der Prozesse durch Menschen schwieriger. Eine erhöhte Abhängigkeit gegenüber Einschätzungen und Entscheidungen der Systeme ist die Folge. Das könnte im ungünstigen Fall Szenarien herbeiführen, die an das Jahr 1983 erinnerten.Transparenz als SicherheitsfrageSprach man in den Kriegen des vergangenen und des aktuellen Jahrzehnts oftmals vom Konzept des „Gefechts der verbundenen Waffen“, so wird man in Zukunft wohl auch vom „Gefecht der verbundenen Daten“ sprechen müssen. Während es bis dato möglich war militärische Stärke bzw. Fähigkeiten beispielsweise anhand von Qualität und Anzahl von Schiffen, Flugzeugen oder Panzern zu messen, so wird dies im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz komplexer. Militärische Fähigkeiten verlagern sich in Software und Daten. Hierbei ist es nahezu unmöglich, präzise Aussagen über Kapazitäten und Möglichkeiten von Gegnern zu treffen. Hinzu kommt, dass auch die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Systeme nicht vollumfänglich eingeschätzt werden können. Gerade in Krisensituationen kann diese fehlende Transparenz das Risiko von Fehlentscheidungen und unbeabsichtigten Eskalationen erhöhen.
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    1 時間 12 分
  • KInote #06 – SPEZIAL: Mensch und Natur unter Hitzestress – Wetterextreme, Klimaforschung und der Einsatz vonKI
    2026/06/26
    - KInote-Spezial zur starken Hitzelage über Teilen Deutschlands- Ausgewiesene Expert:innen teilen ihr Wissen und Einschätzungen - Interdisziplinäre Perspektive – Wie Künstliche Intelligenz eingesetzt wirdIn Deutschland kommt es derzeit über viele Tage zu einer starken Hitzewelle. Die Temperaturen könnten am kommenden Wochende sogar über 40 Grad ansteigen – erstmals, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, bereits in einem Juni. Allzeitrekorde für Deutschland sind möglich.Wir haben unser Programm angepasst und senden am Freitagabend eine Spezial-Folge von KInote: Klimawandel und Wetterextreme – mit vier ausgewiesenen Gästen aus der KI-gestützten Klimaforschung, der Klimageschichte, Meteorologie und den Gesundheitswissenschaften.Mit der Expertendiskussion möchten wir einen Beitrag zur sachlichen Erörterung der Folgen des Klimawandels leisten und auf die Fortschritte technologisch unterstützter Klimaanpassungs- und Vorsorgestrukturen hinweisen.Unsere Gäste- Klimahistoriker Prof. Dr. Christian Pfister von der Universität Bern, Autor eines Standardwerks zur Klimageschichte der letzten eintausend Jahre in Europa- Geografin und Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Elke Hertig, Universität Augsburg- Umweltmeteorologe Prof. Dr. Andreas Christen, Universität Freiburg (Breisgau)- Dipl.-Met. Dr. Katja Horneffer, Leiterin der Wetterredaktion des ZDFDiskussionsleitung: Prof. Dr. Marcel Schütz (KIWIT)Mehr Informationen: https://www.kiwit-projekt.de/kinote-s...KI-Forschungsgruppe KIWIT
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    1 時間 35 分
  • KInote #05 – Droht die schleichende Machtübernahme? – Mit Simon Friederich
    2026/06/19
    Der Podcast #KInote mit Physiker und Philosoph Simon Friederich- Die Ungewissheit der Zukunft Künstlicher Intelligenz- Einblicke in die Wissenschafts- und Technikphilosophie - Zwischen Spekulation und Realismus: Welche Szenarien sind denkbar?Simon Friederich verbindet Physik und Philosophie. Er hat in beiden Fächern promoviert und lehrt heute als Associate Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Groningen. Seine Arbeitsinteressen reichen von der Quantenphysik und den Multiversumstheorien bis zur Philosophie moderner Technologien und zur Zukunft fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz.Im Gespräch geht es um eine derzeit intensiv diskutierte Sorge: Könnte KI schleichend Macht über zentrale Bereiche unserer Zivilisation gewinnen und schließlich eigene Ziele verfolgen, die sich menschlicher Kontrolle entziehen? Unstrittig ist, dass die Systeme immer leistungsfähiger werden. Welche Folgen daraus entstehen, lässt sich gegenwärtig kaum absehen. Menschen könnten sich jedoch daran gewöhnen, zentrale Aufgaben rund um Wissen Entscheiden an KI zu delegieren – und dabei nach und nach Kontrolle verlieren. Wie wahrscheinlich ein solches Szenario im Zuge weiterer Fortschritte wird, weiß derzeit aber niemand.Friederich unterscheidet zwei Risiken: Zum einen könnten KI-Systeme selbst immer größere Handlungsspielräume gewinnen. Zum anderen könnten Unternehmen oder Regierungen, die solche Systeme kontrollieren, enorme Machtfülle erlangen. Zugleich vermeidet er einseitigen Pessimismus. Die Geschichte kennt zahlreiche technologische Entwicklungen, die zum gesellschaftlichen Fortschritt beigetragen haben. Friederich versteht sich daher nicht als bloßer Mahner, sondern als Wissenschaftler, der Chancen und Risiken gleichermaßen ernst nimmt.Ein zentraler Begriff ist „Alignment“: KI-Systeme sollen an menschlichen Zielen und Werten ausgerichtet werden. Doch woran genau, wenn Gesellschaften pluralistisch, widersprüchlich und in ihren Zukunftsvorstellungen uneins sind? Friederich schlägt vor, weiter über die sozio-technische „Symbiose“ von Menschen und KI nachzudenken. Frage, was geschieht, wenn Schreiben, Argumentieren und andere kognitive Leistungen zunehmend an Sprachmodelle ausgelagert werden. In dieser Folge sprechen wir über KI als Werkzeug und Mitspieler, über Machtkonzentration und die offene Zukunft der Künstlichen Intelligenz. In der Sendung sind zwei von ihm eingespielte Klavierstücke (Mozart und Schumann) zu hören. Mit Simon Friederich sprechen Prof. Dr. Marcel Schütz und Co-Host Justus Bösch von der Forschungsgruppe KIWIT.Mit Simon Friederich sprechen Prof. Dr. Marcel Schütz und Co-Host Justus Bösch von der Forschungsgruppe KIWIT. Den Podcast begleitet der Wiener Komponist Walter Baco am Klavier. - Zur Podcastseite der Forschungsgruppe KIWIT.- Zur Webseite von Simon Friederich.
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    59 分
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