• Anatomie im Yoga: Wie viel brauchst du wirklich?
    2026/08/27

    Anatomie und Erleuchtung. Das klingt erst mal nach zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.

    Trotzdem erreicht mich kaum eine Frage so häufig wie diese: „Können wir nicht mal mehr Anatomie machen?" Yogalehrende wünschen sich Workshops dazu, und viele haben den Eindruck, sie müssten einfach mehr wissen, um besser zu unterrichten. Auch Schüler:innen glauben oft, dass sie ihre Praxis besser verstehen würden, wenn sie nur genauer wüssten, was im Körper passiert.

    Ich verstehe die Frage. Und gleichzeitig macht sie mich jedes Mal ein wenig ratlos, weil ich gar nicht genau weiß, was damit eigentlich gemeint ist. Denn Anatomie im medizinischen Sinn, also Knochen benennen und wissen, wo sie liegen, danach fragt eigentlich niemand. Gemeint ist meistens etwas anderes: Wie mache ich es so, dass sich niemand verletzt. Was tue ich, wenn jemand mit Knieschmerzen vor mir steht.

    In dieser Folge räume ich auch mit einem Irrglauben auf. Viele denken, dass ich Asana besser unterrichte, weil ich Medizin studiert habe. Ehrlich gesagt benutze ich dieses Wissen fast nie. Und ich erzähle, warum ich glaube, dass hinter dem Wunsch nach mehr Anatomie oft etwas ganz anderes steckt, nämlich Unsicherheit. Der Gedanke dahinter ist verständlich: Mit genug Wissen kann ich diese Sorge endlich loslassen. Nur stimmt das vielleicht nur zum Teil, weil mit mehr Wissen über Verletzungen und Therapie manchmal auch die Sorge größer wird. Und diese Sorge geben wir dann weiter, an genau die Menschen, die zu uns in die Klasse kommen.

    Es geht außerdem um drei sehr einfache Dinge, die tatsächlich vor Verletzungen schützen und für die du kein anatomisches Wissen brauchst. Um die Frage, in welcher Rolle wir eigentlich stehen, wenn wir unterrichten. Und um das Iliosakralgelenk, wo zwei Lager sich sicher sind, dass die jeweils andere Seite gefährlich ist. Was mich daran hauptsächlich interessiert: Was sagt es uns eigentlich, wenn beide Seiten dieselbe Erfahrung machen?

    Erwähnte Folgen:

    • Folge 20: Hands-On Assists, ja bitte
    • Folge 27: Die Sucht nach Weiterbildungen (so wirst du sie los!)
    • Folge 43: Asanas sind kein Yoga
    • Folge 66: Der innere Kritiker im Yogaunterricht

    Wie ist das bei dir? Wünschst du dir mehr anatomisches Wissen, und was genau erhoffst du dir davon? Schreib mir gern, ich bin wirklich neugierig.

    Hier findest du mich:

    • Instagram:
    • Unsere Fortbildungen und Ausbildungen im Studio
    • Mein Buch "Das Ende deiner Suche"

    Kapitel:

    00:00 Warum diese Folge mit einem Geständnis anfängt

    00:50 Anatomie in einem Podcast über Erleuchtung?

    01:11 Die Frage, die mir ständig gestellt wird

    02:14 Warum sie mich jedes Mal ratlos macht

    02:43 Was Anatomie eigentlich ist, und wo sie aufhört

    03:59 Was Menschen wirklich meinen, wenn sie mehr Anatomie wollen

    05:12 Der Irrglaube: Medizinstudium gleich besserer Unterricht

    06:26 Fachbegriffe im Yogaunterricht, und was sie bringen

    07:25 In welcher Rolle stehen wir beim Unterrichten?

    08:26 Kommt Anatomie in den Yoga-Schriften überhaupt vor?

    09:30 Wissen als Sicherheitsgefühl, und wie daraus neue Angst wird

    10:35 Drei Basics: Gegendruck, Langsamkeit, Atem

    11:56 Die Richtig-und-falsch-Falle

    13:00 Wie wir Anatomie in der 300-Stunden-Ausbildung umgestellt haben

    14:21 Das Iliosakralgelenk und die zwei Lager

    16:02 Suchen, finden, loslassen

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    17 分
  • Yoga Teacher Training finden: Die Fragen, die wirklich zählen
    2026/08/23

    Welches Yoga Teacher Training ist das richtige? Wie lange sollte es dauern? Und braucht es dieses Zertifikat wirklich?

    Diese Fragen erreichen mich immer wieder. Deshalb teile ich in dieser Folge meinen Leitfaden mit dir. Keine Empfehlungsliste, sondern die Fragen, die du dir selbst und den Anbietenden stellen kannst, damit du am Ende deine eigene Antwort findest.

    Mein wichtigster Filter hat übrigens nichts damit zu tun, was in einer Ausbildung unterrichtet wird. Sondern damit, wer sie unterrichtet. Warum das so ist, erzähle ich dir gleich am Anfang anhand einer Begegnung, die mich damals ziemlich irritiert hat.

    Darum geht es in dieser Folge:

    • Warum die lehrende Person der beste Filter ist (und was unsere Studio-Umfragen dazu sagen)

    • Was Demut mit guter Lehre zu tun hat

    • Wie viel praktisches Unterrichten dabei sein sollte

    • 200, 300, 500 Stunden: Was diese Zahlen wirklich bedeuten

    • Yoga Alliance und die Frage, ob du dieses Zertifikat brauchst

    • Feedback, Community und was nach der Ausbildung kommt

    • Ausbildung oder doch eher intensives Retreat?

    • Warum der Ort die unwichtigste Frage ist

    Erwähnte Folgen:

    • Folge 19: So findest du die passende Yogaausbildung für dich

    • Folge 27: Die Sucht nach Weiterbildungen (so wirst du sie los!)

    Wenn du dir gerade eine Ausbildung anschaust und unsicher bist: Schreib mir gern. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wo du stehst.

    Hier findest du mich:

    • Instagram

    • Mein Buch zum Yoga Sutra von Patanjali

    • Unsere Ausbildungen

    Kapitel:

    00:00 Die Frage, auf die er keine Antwort geben wollte

    02:45 Mein wichtigster Filter: Wer unterrichtet?

    04:00 Was Menschen wirklich in Yogastunden zieht

    05:25 Geh vorher hin. Am besten mehrmals.

    06:00 Warum Widerspruch dazugehört

    07:20 Credentials, Zertifikate und ihre Grenzen

    08:05 Die Frage nach der Lineage

    09:45 Praxis oder Theorie? Und wie viel unterrichtest du selbst?

    11:50 Wie lang sollte ein Training sein?

    12:55 Yoga Alliance: Brauchst du das?

    13:30 Kein Training macht dich fertig (und das ist gut so)

    14:50 Feedback und Austausch

    15:30 Was kommt danach? Community und Anschluss

    16:35 Der Ort ist zweitrangig

    18:25 Am Ende musst du es selbst herausfinden

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    19 分
  • Was verdient man als Yogalehrer:in? Über Geld, Scham und konkrete Zahlen
    2026/08/18

    Über Geld spricht man nicht. Schon gar nicht, wenn man in der Yoga-Welt zu Hause ist.

    In Ausbildungen bekomme ich die Frage trotzdem immer wieder: Lohnt sich das? Wie viel muss ich danach unterrichten? Was verdient man als Yogalehrer:in überhaupt? Und jedes Mal freue ich mich darüber, weil da jemand den Mut hat, die Scham einmal beiseite zu schieben.

    In dieser Folge gehe ich ans Eingemachte. Es geht um den Glaubenssatz, dass Yoga nicht kommerziell sein darf, und darum, was Patañjali mit Aparigraha eigentlich meint und was nicht. Es geht um meine eigenen Anfänge, als ich für Privatstunden jeden Betrag zu hoch fand. Und es geht um den Teil, der mich am meisten interessiert: dass die Frage nach dem Preis fast nie eine Rechenfrage ist, sondern eine nach dem eigenen Wert.

    Ich teile auch konkrete Zahlen. Was wir in unserem Studio in Berlin zahlen, wie ein Bonus-Modell aussehen kann und was mich überrascht hat, als ich mich in anderen Städten umgehört habe.

    Zum Schluss eine Frage, die mir wichtig geworden ist: Wie sehr gönnst du eigentlich anderen ihr Geld? Denn wenn wir es anderen nicht gönnen, wie sollen andere es dann uns gönnen?

    Schreib mir gerne, wie du das siehst — ich bin wirklich neugierig, wie es dir mit dem Thema Geld geht. Am einfachsten erreichst du mich auf Instagram unter @downdogberlin, dort kannst du mir jederzeit eine Nachricht schicken. Auch wenn du dir ein Thema für eine der nächsten Folgen wünschst.

    Und wenn dir die Folge etwas gebracht hat, teile sie gerne mit anderen, die vielleicht auch gerade mit ihren Preisen ringen.

    Hier findest du mich auf Instagram.

    Hier findest du mein Buch über das Yoga Sutra.

    Kapitel:

    • 00:00 Warum über Geld nicht gesprochen wird
    • 01:15 Die Frage aus den Ausbildungen: Lohnt sich das?
    • 03:15 „Yoga darf nicht kommerziell sein" — woher der Glaubenssatz kommt
    • 07:11 Aparigraha — was Patañjali wirklich sagt
    • 09:38 Meine eigenen Anfänge mit Privatstunden
    • 10:32 „Ich bin es nicht wert" — der eigentliche Kern
    • 11:55 Warum High-Price-Strategien oft nicht funktionieren
    • 14:40 Konkrete Zahlen: Was Studios zahlen
    • 17:04 Bezahlung, die nicht in Geld ankommt
    • 18:20 Mach dir einen kleinen Businessplan
    • 19:30 Gönnst du es anderen?

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    21 分
  • The Heartbeat of Kirtan: Jai Uttals Soulful Voyage
    2026/02/10
    Raised in New York and influenced by a music industry family, Jai Uttals path to becoming a kirtan singer began with an unexpected encounter with a banjo. His musical journey led him through Appalachian music to a transformative experience hearing Ali Akbar Khans Indian classical performance. Following his passion, Jai pursued studies with Khan in California, where exposure to kirtan expanded his horizons. A pilgrimage to India introduced him to Neem Karoli Baba, whose presence and the constant chants of Vrindavan deepened his commitment. Through these influences, Jai found a spiritual and musical home in kirtan and mantra, blending heart and voice. Listen to him sharing his inspirational stories and make sure to check out his music and his upcoming events below.
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    1 時間 7 分
  • #73 Pausen als Burnout Prävention
    2026/01/29
    Pausen gelten oft als Luxus. Als Schwäche. Als Zeichen von „nicht belastbar“. Aber was, wenn genau das Gegenteil stimmt? In dieser Folge geht es um eine Fähigkeit, die in unserer schnellen, optimierten Welt fast verloren geht: bewusste Langsamkeit. Nicht als Rückzug aus dem Leben – sondern als Form von Meisterschaft.
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    24 分
  • Die Kraft der Stille im Yogaunterricht
    2025/11/13
    In dieser Folge spreche ich über etwas, das mir in Teacher Trainings und Yogastunden immer wieder begegnet: die Schwierigkeit, Stille auszuhalten.
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    11 分
  • Spiritual Bypassing - Wenn Yoga zur Vermeidungsstrategie wird
    2025/08/21
    Heute tauchen wir gemeinsam in ein Thema ein, das dir vielleicht schon begegnet ist – vielleicht hast du es bei anderen beobachtet oder dich selbst dabei ertappt: Spiritual Bypassing. Was bedeutet es eigentlich, wenn wir Spiritualität nutzen, um unangenehmen Gefühlen wie Wut, Angst oder Scham auszuweichen – oder sie mit scheinbar weisen Phrasen wegzuwischen?
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    16 分
  • Wie viel Nähe beim Yoga Unterrichten ist erlaubt?
    2025/08/14
    In dieser Folge spreche ich mit dir über ein Thema, das besonders für Yogalehrende und alle, die tiefer in die Yoga-Community eintauchen, spannend ist: Wie viel Nähe ist im Yoga-Unterricht eigentlich sinnvoll? Vielleicht kennst du das: Aus dem Unterricht wird mehr als nur eine gemeinsame Praxis – plötzlich entstehen persönliche Gespräche, gemeinsames Kaffeetrinken und die Grenzen zwischen Lehrerin und Freundin verschwimmen.
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    20 分