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Investieren in das Nadelöhr der Künstlichen Intelligenz

Investieren in das Nadelöhr der Künstlichen Intelligenz

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Wer bei Schwellenländern an Rohstoffe und Brasilien denkt, arbeitet mit einem Bild von vor zwanzig Jahren. Denn die spannendste Geschichte der Emerging Markets spielt gerade in zwei Ländern, an denen die gesamte KI-Industrie hängt: Taiwan und Südkorea. Marcus Weyerer, Senior ETF Investment Strategist bei Franklin Templeton, erklärt Malte Dreher am Rande des private banking kongresses, wie die Wertschöpfungskette der Künstlichen Intelligenz tatsächlich aussieht und warum sie an einer Stelle extrem schmal wird. 90 Prozent und mehr der KI-relevanten Compute-Chips kommen nach seiner Darstellung aus Taiwan, rund 80 Prozent der Memory-Produktion aus Korea. Verlagern lässt sich das kaum: Chipfabriken müssen steril sein, ihr Bau dauert Jahre, und die Auftragsbücher sind im Memory-Bereich bereits für 2027 ausgebucht. Im Gespräch geht es um die Goldrausch-Analogie – warum man die Schaufeln kauft und nicht das Gold –, um die Frage, ob das Rennen damit entschieden ist, und um die Blasendebatte: Weyerer erklärt, welche Zahlen er sich tatsächlich anschaut, warum er keine Blase im traditionellen Sinn sieht und an welchem Punkt sein Wissen endet. Zum Schluss wird es konkret: Wie viel Einzelland-Risiko ist vertretbar, für welche Portfolios lohnt sich die Beimischung nicht – und warum das eigentliche Problem in der Beratung liegt. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wo im KI-Boom das Nadelöhr sitzt.
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