HÄRTINGfm ist zurück, und zwar mit einer Sonderreihe: HÄRTING wird 30. Aus diesem Anlass laden Martin Schirmbacher und sein neuer Co-Host Carl Nowak in den kommenden Wochen Kolleginnen und Kollegen ein, die von unglaublichen Fällen und von den Rechtsgebieten erzählen, die uns seit drei Jahrzehnten beschäftigen. Den Anfang macht Christof Elßner, der seit der Gründung dabei ist und dessen erste Aufgabe bei HÄRTING darin bestand, Regale aufzubauen. Bald darauf saß er als Student zwölf Stunden am Tag im Gerichtssaal in Moabit und protokollierte Zeugenaussagen. Es ging um die Novum GmbH, eine Ost-Berliner Handelsgesellschaft, die über Jahrzehnte am Außenhandel zwischen der DDR und Österreich verdient hatte und bei der Wende rund eine halbe Milliarde D-Mark auf Konten in Wien und Zürich verwaltete. Gehörte das Vermögen, wie ihre Gesellschafterin Rudolfine Steindling, die „Rote Fini“, behauptete, treuhänderisch der KPÖ, oder war die Novum in Wahrheit eine getarnte Firma der SED? Christof erzählt, wie HÄRTING für die Bundesrepublik zunächst vor dem Verwaltungsgericht Berlin verlor und das Blatt vor dem Oberverwaltungsgericht wendete, warum am Ende auch die Beweislast eine Rolle spielte und wieso ein Fall aus dem Parteiengesetz der DDR in Zivilprozesse gegen Schweizer und österreichische Banken mündete. Es geht um rund 50 Meter Akten, ein eigenes „Novum-Zimmer“, verschwundene Blätter und darum, was Christof aus diesem Verfahren bis heute in seine Arbeit als Prozessanwalt mitnimmt.
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