Geigen, Gauner und Ganoven, Folge 1: Die Gibson-Stradivari
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New York, 28. Februar 1936. Während Bronisław Huberman in der Carnegie Hall auf der Bühne steht, verschwindet seine Stradivari aus der Garderobe. Es ist nicht das erste Mal: Schon 1919 hatte ein falscher Leutnant die Geige in Wien aus dem Hotel Imperial geholt und wollte sie gegen Ratenzahlung zurückgeben.
Diesmal bleibt sie fast fünfzig Jahre verschwunden. Dabei war sie nie versteckt. Sie wurde gespielt, Abend für Abend, in Nachtclubs und Hotelbars, überstrichen mit Schuhcreme. Erst auf dem Sterbebett soll ein Geiger seiner Frau gesagt haben, was er da all die Jahre in der Hand hielt. Verurteilt wurde er nie.
Eine Geschichte über einen Hochstapler, einen Verdächtigen, eine Witwe mit zwei Versionen und einen Gutachter mit perfektem Timing.
Mehr Fälle dieser Art, ausführlich und mit Quellen, im Buch „Geigen, Gauner und Ganoven. Wenn die Stradivari flöten geht“ (MF-Verlag).