『Frag nach! Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen?』のカバーアート

Frag nach! Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen?

Frag nach! Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen?

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10月19日まで。※適用条件あり
Tilda ist acht Jahre alt und hat uns eine Frage geschickt: Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen? Sie sitzt mitten im Gesicht, sie ist immer da - und man guckt sein ganzes Leben lang drüber weg. Robin und Lou beantworten Tildas Frage. Und dabei passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hat. Denn die Antwort, die fast überall steht, stimmt nicht. „Das Gehirn blendet die Nase aus, weil sie sich nie verändert" - das hatte Robin auch geglaubt und Tilda sogar so geschrieben. Es gibt diesen Effekt wirklich: Ein Bild, das auf der Netzhaut ganz still steht, verblasst tatsächlich. Nur gilt das für Dinge, die sich mit dem Auge mitbewegen. Die Nase sitzt am Kopf, nicht am Auge - bei jeder Augenbewegung rutscht sie an eine andere Stelle. Für die Nase passt die Erklärung also nicht. Die echte Antwort ist einfacher und schöner: Was das eine Auge hinter der Nase nicht sieht, sieht das andere. Das Gehirn nimmt das Bild, in dem mehr zu sehen ist, und setzt beides zusammen. Dazu kommt: Die Nase ist viel zu nah, um scharf gestellt zu werden. Unscharf und nur von einem Auge gesehen - sie verliert diesen Vergleich immer. Und die Entscheidung fällt nicht im denkenden Teil des Gehirns, sondern ganz hinten im Kopf, lange bevor man etwas merkt. Danach geht es um etwas, das noch verrückter ist: Jedes Auge hat eine blinde Stelle, so breit wie drei Finger bei ausgestrecktem Arm - und man merkt sie nie, weil das Gehirn sie zumalt. Forschende in Osnabrück und Hamburg haben getestet, welchem Bild Menschen mehr glauben: dem echten oder dem selbst ausgemalten. Es war das ausgemalte. Die Folge sagt aber auch klar, dass das keine Panne ist: Genau deshalb siehst du ein ganzes Bild und keine Löcher darin. Das hörst du in dieser Folge Der Selbsttest, der sofort im Hören funktioniert: ein Auge zu - und da ist sie Warum „sehen" und „beachten" zwei verschiedene Sachen sind (Sockengefühl, Brillenrand) Die verbreitete Erklärung - und warum sie für die Nase nicht trägt Die echte Antwort: Was ein Auge nicht sieht, sieht das andere Warum kein Auge die eigene Nase scharf stellen kann Wo im Kopf die Entscheidung fällt - und dass es nicht der denkende Teil ist Die blinde Stelle in jedem Auge und wie das Gehirn sie zumalt Und eine Zahl, die wir bewusst nicht nennen - weil sie die Prüfung nicht bestanden hat Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die gern etwas an sich selbst ausprobieren. Für Eltern und Großeltern zum Mitmachen - der Test funktioniert bei Erwachsenen genauso. Für Lehrkräfte in Sachunterricht und Biologie Klasse 1 bis 6 als Einstieg in Sehen und Wahrnehmung. Spielzeit rund 13 Minuten. Probier das mal selbst - die Mitmach-Aufgabe Mach ein Auge zu. Nur die flache Hand davor, die berührt dein Auge nicht. Und jetzt schau mit dem offenen Auge zu deiner Nase hin, schräg nach unten - nur mit den Augen, ohne den Kopf zu drehen. Damit du nicht enttäuscht bist: Du siehst keine scharfe Nase. Du siehst einen weichen hellen Keil am Rand, wie einen Berg im Nebel. Und jetzt der beste Teil: Mach das andere Auge wieder auf. Sofort ist der Keil weg. Die Regeln dazu: Mach das im Sitzen - nicht beim Laufen, nicht auf dem Rad, nicht draußen an der Straße. Deine Brille bleibt auf. Wenn du Kontaktlinsen hast: Hand nur davor, nie ins Auge fassen. Drück nie auf dein Auge, und schau nicht in die Sonne oder in eine Lampe. Ein paar Sekunden reichen - wenn es zieht oder brennt, sofort aufhören. Und wenn deine Augen unterschiedlich gut sehen: Dann geht der Test bei dir anders. Was du siehst, ist dann genau richtig - nicht falsch. Wer ein Pflaster auf einem Auge trägt, kennt den hellen Keil sowieso längst. Die blinde Stelle selbst finden - Anleitung fürs Papier Das geht nicht im Hören, dafür brauchst du ein Blatt Papier und einen Stift. Mal links ein Kreuz und rechts einen Punkt, etwa 8 Zentimeter auseinander. Der Punkt sollte kleiner als 2 Zentimeter sein. Leg den Stift weg. Halte dein linkes Auge zu und schau mit dem rechten Auge auf das Kreuz. Jetzt bewege das Blatt langsam vor und zurück, etwa im Bereich von 25 bis 35 Zentimetern Abstand. Irgendwann ist der Punkt weg - einfach verschwunden. Bei etwa 29 Zentimetern Abstand trifft es genau. Wenn es unangenehm wird: aufhören, die Stelle läuft dir nicht weg. Kapitel 00:00 Kurz vorweg und Tildas Frage00:52 Wirklich wahr! Begrüßung01:10 Siehst du deine Nase wirklich nicht?02:13 Die Antwort, die alle geben03:57 Die echte Antwort: das andere Auge06:07 Probier das mal selbst07:55 Die blinde Stelle in deinem Auge10:19 Wirklich-Wahr-Stempel: unsere Quellen11:20 Die Antwort in einem Satz11:44 Outro und Cliffhanger zur Montags-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Stimmt es nicht, dass das Gehirn die Nase ausblendet, weil sie immer gleich bleibt? Für das Beachten stimmt es - so wie du deine Socken mittags nicht mehr spürst. Für das Sehen trägt es nicht. Der Effekt, auf den sich diese Erklärung stützt, gilt nur für Bilder, die auf der ...
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