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Folge 3 - Swaantje Herrmann-Rütten

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Sie macht beruflich Stunts, ist privat aber gar nicht risikofreudig. Ich spreche mit Swaantje Herrmann-Rütten, Stuntfrau und Vorsitzende der German Stunt Association, über kalkuliertes Risiko. Wir reden darüber, wie man die eigenen Grenzen kennenlernt und warum ein Nein manchmal die professionellste Antwort ist. Swaantje Herrmann-Rütten kommt aus dem Tanz. Sie merkte, dass sie „ein bisschen robuster“ ist. Über Stuntshows kam sie ins Stuntgeschäft und arbeitet heute als Stuntfrau für Film und Fernsehen. Seit 2023 ist sie außerdem Intimacy Coordinator. Seit Februar 2026 steht sie als erste Frau an der Spitze der German Stunt Association (GSA), des Bundesverbands deutscher Stuntleute. Ich spreche mit ihr darüber, was hinter dem Stunt steckt: Wie gut muss man den eigenen Körper kennen, um einschätzen zu können, was heute geht und was nicht? Warum sagt sie einen Taucheinsatz lieber ab, wenn sie gerade eine Atemwegsinfektion hat, statt den Drehtag auf Biegen und Brechen mitzunehmen? Und was haben unzählige Tanz-Castings und Absagen ohne Begründung damit zu tun, dass ihr heute egal ist, was andere über ein Nein denken? Wir reden auch über die Rolle von Trainingspartnern und über 100 Prozent Commitment. Das gilt für Swaantje bei einer Hollywood-Produktion genauso wie bei einer einfachen Autofahrt um die Ecke. Es geht um Perfektionismus und darum, sich trotzdem vom Ergebnis frei zu machen. Und um die Fähigkeit, Menschen am Set zu lesen: Wer hat heute Kopfschmerzen, wer humpelt, wer ist mit den Gedanken woanders? Und wann muss man das ansprechen? Eine Folge über Grenzen: wie man sie kennenlernt, respektiert und bewusst überschreitet. Das gilt nicht nur beim Stunt, sondern überall, wo Menschen unter Unsicherheit entscheiden müssen.
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