Künstliche Intelligenz verspricht im Vertrieb mehr Effizienz, bessere Vorbereitung, personalisierte Ansprache und automatisierte Prozesse. Doch gerade im B2B stellt sich eine entscheidende Frage:
Wie viel sollten wir an KI delegieren, wenn am Ende immer noch Menschen von Menschen kaufen?
In dieser Folge sprechen Lucien und Yvonne mit Daleen darüber, wie KI heute ganz praktisch im Vertrieb und Marketing eingesetzt werden kann – fernab von abstrakten Zukunftsszenarien.
Es geht um Account Research, Account Mapping, Priorisierung, automatisierte Abläufe und personalisierte Kommunikation. Daleen gibt Einblicke in ihren Vertriebsalltag und zeigt, wie sie unter anderem Claude, Copilot und Gemini nutzt.
Dabei wird schnell klar: Der größte Mehrwert entsteht nicht dadurch, dass KI möglichst viel übernimmt, sondern dadurch, dass sie Zeit für die Aufgaben schafft, bei denen der Mensch entscheidend bleibt.
Denn Informationen allein schaffen noch keine Relevanz. Eine KI kann Unternehmensdaten recherchieren, Personen analysieren und Nachrichten vorbereiten. Ob daraus jedoch eine glaubwürdige und passende Ansprache entsteht, hängt weiterhin vom Menschen ab.
Gerade im Vertrieb kann schlecht eingesetzte KI schnell das Gegenteil bewirken: Statt Nähe entsteht Distanz. Statt Personalisierung entsteht Austauschbarkeit. Statt Vertrauen entsteht das Gefühl, nur Teil einer automatisierten Kampagne zu sein.
Wir sprechen deshalb auch über die Grenzen von KI. Was passiert, wenn Personalisierung nur simuliert wird? Wie verändert KI unsere eigene Kreativität? Und besteht die Gefahr, dass wir immer häufiger die KI denken lassen, bevor wir selbst überhaupt eine Idee entwickelt haben?
Ein weiterer zentraler Punkt ist Verantwortung. Sensible Kundendaten, falsche Informationen oder unpassende Kommunikation lassen sich nicht mit dem Satz „Das hat die KI gemacht“ entschuldigen.
Die Verantwortung bleibt beim Menschen.
In dieser Folge erfährst du:
• wie KI heute im B2B-Vertrieb eingesetzt werden kann
• welche Aufgaben sich gut automatisieren lassen
• wie KI bei Recherche und Vorbereitung unterstützt
• warum Informationen noch keine Kundenrelevanz schaffen
• wo automatisierte Kommunikation problematisch wird
• warum Human in the Loop entscheidend bleibt
• wann KI Nähe nur simuliert
• wie KI Kreativität fördern – aber auch bequem machen kann
• warum Qualität wichtiger ist als maximale Reichweite
• weshalb eigenes Denken nicht delegiert werden sollte
Die Leitfrage dieses ersten Teils:
Wie nutzen wir KI im Vertrieb so, dass sie Beziehungen stärkt – und nicht ersetzt?
Vielleicht liegt die größte Chance von KI nämlich gar nicht darin, noch mehr Menschen noch schneller anzusprechen. Sondern darin, weniger Zeit mit Routine zu verbringen und mehr Zeit für echte Gespräche, Kreativität und Beziehungen zu gewinnen.
Kapitel00:00 Intro
00:40 KI im B2B-Vertrieb
02:54 KI im Vertriebsalltag
07:24 KI im Account Management
09:08 Relevanz statt Recherche
12:00 Fehlerhafte Personalisierung
14:26 Grenzen der KI
17:41 Qualität statt Quantität
20:27 Verantwortung & Datenschutz
23:38 Wenn KI Nähe simuliert
26:04 Kreativer oder fauler?
28:16 Authentizität durch KI
29:59 Ausblick auf Teil 2
Mehr zu Digital Sense – The Human Side of AI:
www.digital-sense.org
Ein Podcast für Menschen, die künstliche Intelligenz nicht nur nutzen, sondern bewusst gestalten wollen.
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