• Vibe Coding: Prototyp ja, Provisorium nein
    2026/09/02

    Vibe Coding ist gerade überall – jede zweite YouTube- oder Insta-Story erzählt, wie jemand in fünf Minuten eine App oder ein ganzes Business gebaut hat. Auch in mittelständischen Unternehmen kommt das Thema zunehmend über die Mitarbeitenden selbst ins Haus, oft bevor die IT überhaupt gefragt wurde. Robert und Michi ordnen in dieser Quickie-Folge ein, was an dem Hype dran ist und was Führungskräfte im Mittelstand tatsächlich damit anfangen sollten.


    Robert bringt sein eigenes Beispiel mit: die komplette Produktion der Digital-Matters-Podcast-Videos – Zuschnitt, Untertitel, YouTube-Upload, Shorts – läuft vibe-gecodet für rund 6 Euro Materialkosten im Monat. Daran zeigt sich die Kernthese der Folge: Vibe Coding gibt Fachabteilungen die Möglichkeit, eigene Hypothesen selbst zu testen und Prototypen zu bauen, statt monatelang Lastenhefte für externe Dienstleister zu schreiben. Der Haken dabei: Ein funktionierender Prototyp ist noch keine produktionsreife Software – ohne echtes Architekturwissen entsteht schnell Spaghetticode, der weder sicher noch erweiterbar ist.


    Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich die Rolle der IT verändert – vom reinen Verhinderer und Lastenheft-Verwalter hin zum Innovation Enabler, der eine sichere Sandbox für Prototyping bereitstellt. Ein zweites, oft unterschätztes Risiko liegt nicht in der Technik, sondern in der Organisation: Wer einen fertigen Prototyp einfach präsentiert, statt Kolleginnen und Kollegen als Testerinnen und Tester mitzunehmen, verliert die Akzeptanz im Unternehmen. Auch der klassische Budget- und Controllingprozess mit Fünf-Jahres-Business-Case passt nicht mehr zu einer Welt, in der man erst iterativ herausfinden muss, welches Problem überhaupt das richtige ist.


    Für mittelständische Unternehmen heißt das: Vibe Coding ist kein reines IT-Thema, sondern Teil der größeren KI-Adoption-Frage – mit denselben Leitplanken, Governance-Fragen und Budgetlogiken, die auch für andere KI-Initiativen gelten.

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    22 分
  • Regeln oder Prinzipien? Führung in komplexen Zeiten
    2026/08/26

    Klassisches Management funktioniert gut, wenn Ursache und Wirkung klar sind – bei kompliziertem, aber vorhersehbarem Geschäft. Doch immer mehr Unternehmen bewegen sich in komplexen Märkten, in denen dieselben Werkzeuge, dieselben Dashboards und Zielvereinbarungen plötzlich das Gegenteil von dem bewirken, was sie sollen.


    In dieser Folge sprechen Robert und Michi mit Prof. Dr. Henning Werner, Rektor der EBS und seit über 20 Jahren Restrukturierungs- und Transformationsexperte, sowie Mark Poppenborg, Gründer von Intrinsify, über die zentrale Unterscheidung zwischen komplizierter und komplexer Wertschöpfung.

    Kernthese der Folge: Viele Organisationen ersticken sich selbst mit immer mehr Regeln, weil ihnen die Sprache für das fehlt, was sie eigentlich beobachten – und verlieren dabei genau die Anpassungsfähigkeit, die sie in dynamischen Märkten bräuchten. Mark bringt dazu ein konkretes Beispiel aus der Praxis: ein Softwareunternehmen, das durch eine einzige strukturelle Änderung – Projektleiter müssen jedes Angebot mitunterschreiben – Vertrieb und Implementierung endlich zum Austausch zwingt, statt neue Regeln draufzusetzen.

    Darüber hinaus geht es um das Prinzip der Entpersonifizierung, um das Delegation Poker als praktisches Werkzeug für abgestufte Entscheidungsverantwortung und um die Frage, warum „Rezepte" wie Scrum oder Holacracy oft scheitern, wenn sie als Blaupause statt als Werkzeugkasten verstanden werden.

    Ein weiterer Schwerpunkt: der Einsatz von KI in Führung und Lehre. Mark beschreibt das Phänomen der „künstlichen Kommunikation" – Führungskräfte, die ihre Probleme reflexartig mit der KI besprechen, statt ihre eigene Urteilskraft zu trainieren, und warum das gerade bei Innovationsfragen zu gefährlichem Mittelmaß führt.

    Für Mittelständler ist die Kernbotschaft: Bevor man neue Tools oder KI-Systeme einführt, lohnt sich der Blick aufs System und die Rahmenbedingungen, denn ein gutes Team ohne passendes Spielsystem gewinnt keine Meisterschaft.

    Wenn euch die Folge weiterhilft, abonniert uns gerne für mehr aus der Mittelstands-Praxis.

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    52 分
  • KI im Unternehmen: klein anfangen statt Weltformel
    2026/07/08

    Die KI-Welle wirkt überwältigend. Dabei ist sie zu großen Teilen eine Bubble. In diesem Quickie von Digital Matters räumen Michi und Robert mit dem Druck auf, dem sich gerade Führungskräfte ausgesetzt fühlen: LinkedIn und Instagram sind voll mit „7 Prompts, die deine Abteilung ersetzen", und trotzdem hat die überwältigende Mehrheit der Menschen KI noch nie ernsthaft genutzt. Die gute Nachricht lautet also: Du bist nicht zu spät.

    Michi und Robert zeigen, wie der Einstieg wirklich gelingt – nicht mit einem Riesenstrategieprojekt, sondern mit echten Alltagsaufgaben. Eine 30-seitige PDF zu Einfuhrbestimmungen mit Lieferantenverträgen abgleichen, eine Excel-Tabelle bauen lassen, die Spesenabrechnung automatisieren: Aufgaben, die früher einen ganzen Tag gekostet haben und heute in Minuten erledigt sind. Michi erzählt von einer Führungskraft, die nach einer einzigen Schulung jeden Tag ein Stück Arbeit an KI abgibt und davon, warum Demut („Zeig mir das mal, das kann ich noch nicht") die stärkste Führungsstrategie im KI-Zeitalter ist.

    Außerdem in dieser Folge: warum du dem ständigen Modell-Hype gelassen begegnen kannst (99 % der Anwendungen laufen mit einem Modell von vor einem Jahr – wenn es funktioniert, don't touch), weshalb das „KI ist mehr als nur Effizienz"-Narrativ Einsteiger eher verschreckt als motiviert, und warum sich drei Stunden Schulung schon in der ersten Woche auszahlen. Ein Plädoyer für kleine Schritte, echte Anwendungsfälle und die Multiplikatoren im eigenen Team.

    Wenn dir die Folge gefällt: Folge Digital Matters für ehrliche Einordnung zu KI und Digitalisierung im Mittelstand – ohne Hype.

    digital-matters.io

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    11 分
  • SaaS ist tot? Warum KI das Modell auf den Kopf stellt
    2026/06/17

    Das SaaS-Versprechen war lange unangefochten: Der Anbieter kennt den besten Prozess, du übernimmst ihn einfach. Doch dieses Modell gerät ins Wanken. Wenn KI die Kosten für individuelle Softwareentwicklung massiv senkt, verlieren SaaS-Anbieter genau das, womit sie sich bisher verteidigt haben: die Prozesshoheit.

    Robert und Michi diskutieren, warum Unternehmen im Mittelstand ihre Software-Strategie grundlegend überdenken müssen. Kundenkritische Prozesse, also alles, was Differenzierung schafft, gehören nicht in eine Standardlösung. Wer seinen Kundenkontakt in HubSpot oder Salesforce presst, verschenkt Wettbewerbsvorteile an einen Standardprozess, den der Wettbewerber genauso nutzt.

    Gleichzeitig muss die IT neu denken: Weg vom reinen Support-Dienstleister, hin zur internen Produktfunktion. Das bedeutet, Anforderungen nicht nur weiterzureichen, sondern echte Produktverantwortung zu übernehmen: mit Roadmap, Priorisierung und unternehmerischem Urteil.

    Dazu kommt das Datenproblem: Wer KI sinnvoll einsetzen will, braucht saubere, einheitliche Stammdaten. Datengovernance ist keine IT-Spielerei, sondern die Grundlage für jede Automatisierung. Und am Ende steht die Erkenntnis: Ein guter interner Produktmanager ist wertvoller als ein ganzes externes Entwicklungsteam.


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    15 分
  • 60.000 Kunden über Nacht - Wie Mittelstand und Startups kooperieren
    2026/05/27

    Lena Weirauch ist zurück bei Digital Matters — diesmal mit einer großen News: Ihr Start-up Aromatic ist jetzt Teil von KSB, einem der größten Pumpenhersteller der Welt.

    Wir sprechen über die Mechanik des Deals, was eine strategische Beteiligung von einem klassischen VC-Investment unterscheidet, und warum Lenas Verkaufsreichweite über Nacht von ein paar hundert auf 60.000 Industriekunden gesprungen ist.

    Dazu: warum Deutschland beim Thema KI „umprogrammieren" muss und drei sehr konkrete Empfehlungen, wie Mittelständler heute noch anfangen können.

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    40 分
  • Datenchaos & KI – warum dein Datenproblem jetzt zur Chefsache wird mit Niklas Schultes
    2026/05/06

    Irgendwo in deinem Unternehmen liegen Produktdaten, die fragmentiert, unvollständig oder schlicht falsch sind. Das war lange ein lästiges Operativproblem – heute ist es ein strategisches Risiko. Denn KI macht aus schlechten Daten kein gutes Ergebnis. KI beschleunigt, was schon da ist. Shit in, shit out.


    In dieser Folge sprechen wir mit Niklas Schultes, Geschäftsführer von 4beyond und Produktdatenspezialist mit über 15 Jahren Projekterfahrung im Mittelstand. Gemeinsam gehen sie durch, warum Produktstammdaten das unsichtbarste und in vielen Fällen unterschätzteste Fundament jeder Digitalisierung sind: von E-Commerce über Compliance bis hin zu Agentic Commerce, wo demnächst Agenten statt Menschen einkaufen. Wer dort nicht auffindbar ist, macht das Geschäft nicht.


    Das Gespräch wird konkret: Welche Compliance-Risiken entstehen aus fehlerhaften Produktdaten und wann wird daraus persönliche Haftung? Warum investieren Unternehmen lieber in glänzende KI-Projekte als in die Datenbasis darunter? Und was ist eigentlich der erste realistische Schritt raus aus dem Datenchaos – ohne sofort ein neues System einzuführen?

    Am Ende steht die Montagmorgen-Frage: Was müsste ein CEO in seiner nächsten Runde fragen, damit sofort klar wird, ob sein Unternehmen auf die nächsten fünf Jahre vorbereitet ist – oder nicht.

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    41 分
  • Shadow IT: Das eigentliche Problem liegt woanders
    2026/04/29

    Shadow IT ist längst kein Randphänomen mehr — sondern Realität in fast jedem Unternehmen.

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Fachbereiche anfangen, eigene Tools und Prozesse an der IT vorbei aufzubauen, weshalb klassische IT-Strukturen damit oft überfordert sind und warum Shadow IT nicht einfach nur ein Governance-Problem ist.

    Es geht um:

    • den wachsenden Druck auf Fachbereiche

    • fehlende Geschwindigkeit in Unternehmen

    • SaaS-Tools, KI und die Demokratisierung von Technologie

    • die Risiken von Wildwuchs und Intransparenz

    • und die eigentliche Frage: Warum entsteht Shadow IT überhaupt?

    Eine ehrliche Diskussion über Kontrolle, Verantwortung, Geschwindigkeit und die Realität moderner Unternehmensorganisationen.

    Für alle, die Digitalisierung nicht aus der Theorie kennen, sondern aus dem echten Unternehmensalltag.

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    15 分
  • Pricing: der unterschätzte Gamechanger im Digital Business - mit Christoph Krauss
    2026/04/22

    In dieser Folge von Digital Matters dreht sich alles um ein Thema, das oft unterschätzt wird, aber enorme Wirkung entfaltet: Pricing. Gemeinsam mit Pricing-Experte Christoph Kraus tauchen wir tief in die Mechaniken ein, die über Gewinn oder Verlust entscheiden – und zeigen, warum der Preis nach wie vor der stärkste EBIT-Hebel ist.

    Doch so einfach die Formel „Preis mal Menge gleich Umsatz“ klingt, so komplex ist die Realität: historisch gewachsene Preisstrukturen, fehlende Transparenz und zunehmender Wettbewerbsdruck durch E-Commerce und Plattformen wie Amazon machen Pricing heute anspruchsvoller denn je. Besonders kritisch: die steigende Abhängigkeit von Promotions, die Marken langfristig austauschbar machen können.

    Die zentrale Botschaft der Folge: Transparenz vor Tool. Wer seine Net-Net-Preise nicht kennt, kann keine fundierte Pricing-Strategie entwickeln. Erst wenn Klarheit herrscht, geht es darum, ein Konzept zu definieren – inklusive klarer Regeln für Rabatte und einem konsequenten „Leistung gegen Gegenleistung“-Prinzip.

    Ein weiteres Highlight: Warum Pricing ein echtes People Business bleibt und sich nicht einfach durch KI oder Tools automatisieren lässt.

    Eine Folge voller konkreter Denkanstöße für Geschäftsführer und Vertriebsverantwortliche, die Pricing endlich strategisch angehen wollen.

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    41 分