„Die Arbeit muss Spaß machen.“ Dieser Satz ist Professor Dr. Gunter Mlynski bis heute wichtig. Der HNO-Arzt und Wissenschaftler hat über Jahrzehnte die Rhinologie, also die Lehre von der Nase und ihren Erkrankungen, mitgeprägt und Generationen von Ärztinnen und Ärzten ausgebildet. Während meiner Zeit an der Universitäts-HNO-Klinik in Greifswald war Professor Mlynski mein leitender Oberarzt. Ich habe viel von ihm gelernt. Fast 30 Jahre später durfte ich ihn in seinem Zuhause in Stolpe besuchen und mit ihm über sein Leben sprechen. Im ersten Teil unseres Gesprächs erzählt er von einem schweren Unfall in seiner Kindheit, bei dem sogar die Amputation seines Beines im Raum stand, von seinem zunächst verwehrten Medizinstudium und davon, wie ein tragischer Schicksalsschlag ihm doch noch die Tür zur Universität öffnete. Wir sprechen über Medizin und Forschung in der DDR, über sein selbstgebautes Rhinomanometer, über wissenschaftliche Neugier und darüber, warum eine gerade Nasenscheidewand nicht unbedingt eine gute Nasenscheidewand sein muss. Aber auch über die Menschen, die ihn geprägt haben, über seinen ganz eigenen Humor und seine Überzeugung, dass eine fröhliche, positive Stimmung in einer Klinik genauso wichtig ist wie fachlich gute Arbeit. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Professor Mlynski 2005 mit dem Ludwig-Haymann-Preis der Deutschen HNO-Gesellschaft ausgezeichnet. Aus unserem langen Gespräch sind zwei Folgen entstanden. In diesem ersten Teil geht es vor allem um seinen Lebensweg, die Medizin und die Erfahrungen, die seine Haltung als Arzt und Wissenschaftler geprägt haben. Und dass er sich seinen Humor bis heute bewahrt hat, habe ich bei unserem Gespräch wieder erlebt. Wir haben jedenfalls viel miteinander gelacht. Viel Spaß beim Zuhören und Zuschauen!
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