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Die sogenannte Gegenwart

Die sogenannte Gegenwart

著者: DIE ZEIT
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10月19日まで。※適用条件あり
Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoerenZEIT ONLINE 社会科学
エピソード
  • Die Suche nach den Nazis in unseren Familien
    2026/06/29

    Die Suchfunktion könnte einfacher kaum sein: Man tippt bloß schnell einen Namen ein, und schon ploppt der Treffer auf – oder eben auch nicht. Das Onlinetool der ZEIT, mit dem man in Sekundenschnelle die NSDAP-Mitgliederkartei nach eigenen Familienangehörigen durchsuchen kann, wurde und wird nach wie vor extrem viel genutzt. Nie schien es so einfach, deutsche Familiengeschichte während der Nazizeit direkt zu recherchieren. Und nie war das Interesse daran größer.

    Doch woher kommt eigentlich diese plötzliche Dringlichkeit, noch einmal genauer in die Vergangenheit zu schauen, über die wir doch eigentlich, sozialisiert durch Schulunterricht und stets präsente nationale Erinnerungskultur in Deutschland, schon sehr viel wissen könnten? Liegt es daran, dass die Zeitzeugen nun nicht mehr am Leben sind und man ihr Handeln in der Vergangenheit vermeintlich unabhängiger recherchieren kann? Und welche Rolle spielt der Wunsch, sich historisch von den Menschen, die Hitler wählten, abzugrenzen, dadurch, dass man sie »historisch dingfest« macht, ein Reflex, vor dem der Zeithistoriker Götz Aly Nachgeborene warnt?

    »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, so heißt sein Buch, über das Nina Pauer und Ijoma Mangold in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart« sprechen und dabei feststellen: Zur eigenen Geschichte ist in der Tat immer noch nicht und womöglich nie abschließend alles gesagt.

    Shownotes:

    • Götz Aly: »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, Fischer 2025
    • Götz Aly zu Gast im Podcast »Jung und Naiv«
    • ZEIT-Dokupodcast » Deutsche Geister«
    • Ijoma Mangold: »Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte«, Rowohlt 2017

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge ungefähr bei Minute 20.

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    1 時間 29 分
  • Wie links sind die Rechtspopulisten?
    2026/06/15

    Um die Wirklichkeit zu verstehen, braucht es die richtigen Begriffe und Unterscheidungen. Manchmal jedoch hinkt unsere Sprache der Gegenwart hinterher – zum Beispiel, wenn wir uns in der Politik weiter auf die vertrauten alten Kategorien »rechts« und »links« verlassen, obwohl die längst nicht mehr zur Wirklichkeitsbeschreibung taugen.

    So sieht es jedenfalls der Politikwissenschaftler Philip Manow. In seinem neuen Buch versucht er, den politischen Raum neu zu vermessen: Welche »Spaltungslinien« – so der Titel – muss man kennen und kartografieren, wenn man unsere aktuellen politischen Auseinandersetzungen korrekt erfassen will? Entlang welcher Frontlinien versammeln sich die neuen Rechtspopulisten? Ihren Wählern unterstellt man gern, von kulturellen Ressentiments getrieben zu sein – sie seien gegen Wandel, Kosmopolitismus, Vielfalt und progressive Werte. Manow hingegen behauptet: Gerade die Arbeiter wählen heute rechtspopulistische Parteien wie die AfD, weil sie dort ihre eigentlichen ökonomischen Interessen vertreten sehen.

    In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über Philip Manows streitbare Thesen, über »Wohlfahrtsstaat-Chauvinismus« und die Rentenpolitik der AfD.

    Shownotes:

    • Das Interview, das Ijoma Mangold mit Manow geführt hat
    • Die Kritik an Manows Buch, insbesondere an seinen empirischen Aussagen
    • Das Interview mit Wolfgang Streeck

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 17:44.

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    1 時間 26 分
  • Tötet der Heterofatalismus die Romantik?
    2026/06/01

    Es sei Frauen heute peinlich, wenn sie einen festen Freund haben – man schäme sich dafür und zeige ihn lieber nicht. Das jedenfalls behauptete vor einiger Zeit ein Artikel in der US-amerikanischen »Vogue«. Auf TikTok trenden Begriffe wie »boyfriendsober«, und immer mehr weibliche Stimmen melden sich in der Öffentlichkeit, die sich ganz grundsätzlich fragen: Können wir überhaupt noch mit Männern zusammenleben? Brauchen, ja wollen wir das heute noch: mit einem Mann das Leben, die Wohnung, das Bett teilen? Wo aus Sicht von Feministinnen doch so viele Gründe gegen die heterosexuelle Beziehung sprechen, von Gender-Pay-Gap bis zu Skandalen wie Pelicot und Fernandes? Wer »nein« antwortet, der bekennt sich zum Heterofatalismus. So heißt das neue Schlagwort, das gerade im Netz und in der Presse diskutiert wird.

    Auch im Feuilletonpodcast »Die sogenannte Gegenwart« fragen Nina Pauer und Lars Weisbrod: Wie steht es um die Zukunft der Heterosexualität? Wird sie bald abgeschafft – und die Romantik gleich mit? Oder bleibt sie uns, allem Pessimismus zum Trotz, doch noch eine Weile erhalten?

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 18.

    SHOWNOTES

    Text aus der »Vogue«: »Is Having a Boyfriend Embarrassing Now?«

    Text aus dem »Süddeutsche Magazin« von Nele Sophie Karsten: »Wie soll ich einen Mann lieben?«

    Text aus der »Welt« von Julian Theilen: »Herrischer Feminismus: Warum ich Frauen nicht mehr brauche«

    Der Essay von Asa Seresin aus dem Jahr 2019: »On Heteropessimism«

    Julia Werthmanns Text im Magazin »Jacobin«: »Entromantisierung ist keine Emanzipation«

    Das ZEIT-Interview mit der Philosophin Sally Haslanger: »Der Begriff ›Frau‹ sollte mehr als bloß eine Bedeutung haben«

    Das Zitat von Amia Srinivasan stammt aus ihrem Buch »The Right to Sex«.

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    1 時間 24 分
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