エピソード

  • Ep. 340: Wie schlimm ist DIGGER wirklich? Kritik & Analyse
    2026/10/04

    Alejandro González Iñárritu nervt wieder: In seinem neuen Film „Digger“ verspricht er, dass wir Tom Cruise sehen, wie wir ihn noch nie auf der Leinwand erblickt haben. Es erweist sich jedoch nicht als ergiebig oder witzig, Tom Cruise in einen alten Mann zu verwandeln, denn die Titelrolle bleibt eindimensional. Mit den weiteren Figuren, die diese Farce besiedeln, ist es nicht besser. Offenbar soll dies ein politischer Film sein über das verantwortungslose Handeln von Politik und Wirtschaft angesichts des Klimawandels. Parallelen zur Wirklichkeit drängen sich so sehr auf, dass es ermüdet. Dekadenter Ölmagnat trifft auf egozentrischen US-Präsidenten. Was haben wir gelacht! Vermutlich wegen dieser Simplizität behilft sich der Regisseur damit, eine Meta-Ebene in Form eines Spiels-im-Spiel einzuführen, um pseudo-intelligent postmoderne Theatermätzchen treiben zu können. Es ist eine große Qual. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

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    18 分
  • Q&A 11 (Teaser): Bundeswehr-Serie „Generation Wehrdienst“, CAMP MIASMA und STAATSSCHUTZ
    2026/09/30

    Im elften Q&A der Filmanalyse+ gibt es drei ausführliche Schwerpunkte: Ich habe mir die auf YouTube veröffentlichte Bundeswehr-Serie „Generation Wehrdienst“ angesehen und bin entsetzt und überrascht. Zunächst ist auffallend, dass hier keinesfalls in heroischer Weise das Soldatenleben oder das Militär inszeniert werden, vielmehr erzählt die Doku vom Alltag der jungen Wehrdienstleistenden, der aus allerlei Schikanen besteht, um Disziplin zu lernen. Interessant sind dabei der Aussagen der jungen Frauen und Männer, die ganz und gar schon die Ideologie der Militarisierung im Inneren vollzogen haben. Die Serie versucht geschickt, die Orientierungslosigkeit junger Menschen auszunutzen – und in gewisser Weise leistete Jordan Peterson die Vorarbeit. Anschließend spreche ich über zwei Filme, die seit Wochen heiß diskutiert werden: „Camp Miasma“, mit dem Jane Schoenbrun das Horrorgenre dekonstruiert und die Lust befreit, und über Faraz Shariats „Staatschutz“, der richtig fühlt, aber falsch denkt. Mehr dazu im neuen Q&A!


    Das SWR-Forum zu Biopics: https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/popstars-auf-der-leinwand-warum-sind-musik-biopics-so-erfolgreich-forum-2026-04-17-100.html

    Das SWR-Forum zu Douglas Adams: https://www.swr.de/swrkultur/programm/swr-kultur-forum-sendung-uebersicht-100.html

    „Generation Wehrdienst“: https://www.youtube.com/@BundeswehrExclusive


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    17 分
  • Ep. 339: Warum die Medienkritik in PRIMETIME blöde bleibt – Kritik & Analyse
    2026/09/27

    Das Format „To Catch a Predator“ war ein besonders dunkles Kapitel des Reality-TVs. Der narzisstische Host Chris Hansen überführte vor laufender Kamera Täter, inszenierte sich als Messias der Wahrheitsfindung und Kämpfer gegen das Böse. Um die betroffenen Kinder ging es dabei allerhöchstens am Rande, vielmehr gehorchte man dem Gesetz der Quote, was bald belohnt wurde. Die Sendung wurde von MSNBC in die Primetime verlegt und lief in direkter Konkurrenz zu Erfolgsserien wie „Lost“. Lance Oppenheims Film „Primetime“ blickt nun hinter die Kulissen und lässt Robert Pattinson auf der gesamten Klaviatur seines Könnens spielen, um den egomanischen Chris Hansen zu verkörpern. Die beabsichtigte Medienkritik ist rasch verstanden und bald wird der Mechanismus des Films durchschaubar. Was, wenn der Film nicht besser ist als das, was er zu kritisieren vorgibt? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

    Literatur:

    Thomas Arnold, Thomas Fuchs: Das unersättliche Selbst.

    Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen. Suhrkamp.

    Den zweistündigen DeepDive zu „Das Wunder von Bern“, „Deutschland. Ein Sommermärchen“ und „Deutschland. Dein Selbstporträt“ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.


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    17 分
  • DeepDive 12 (Teaser): DEUTSCHLAND. Ein Sommermärchen vom „guten“ Patriotismus im dt. Film
    2026/09/23

    Was, wenn Til Schweiger gar nicht der schlimmste deutsche Regisseur ist, sondern Sönke Wortmann? Wie kein anderer Regisseur der Gegenwart hat er daran gearbeitet, Patriotismus und Nationalismus in den Köpfen der Zuschauer fest zu verankern. Es begann 2003 mit dem sentimentalen Film „Das Wunder von Bern“, der den WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft zu einer nationalen Erzählung stilisiert, um patriotische Gefühle zu wecken. Fortgesetzt wurde dieser Gefühlspatriotismus dann 2006 mit dem Dokumentarfilm „Deutschland. Ein Sommermärchen“, in dem die deutsche Nationalmannschaft während der WM beim Training und Spielen begleitet wird und zugleich der, wie es damals hieß, „unverkrampfte Patriotismus“ kitschig in Szene gesetzt wird. Zehn Jahre später bittet Wortmann Menschen in Deutschland, sich selbst zu filmen und über Deutschland zu sprechen. Daraus montierte Wortmann „Deutschland. Dein Selbstporträt“. An all den drei Filmen können wir beobachten, wie die patriotische Ideologie durch Schnitt und Erzählung produziert wird, die heute fest in den Köpfen aller sitzt – nicht nur bei den Rechten. Mehr dazu im neuen DeepDive der Filmanalyse+ von Wolfgang M. Schmitt!


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    18 分
  • Ep. 338: OK Boomer: THE IRISHMAN - Kritik & Analyse zum Epos von Scorsese
    2026/09/22

    In den vergangenen Wochen hat Martin Scorsese in aller Deutlichkeit ausgeführt, wie man Filme nicht machen sollte: nämlich so wie Marvel. Jetzt zeigt er mit „The Irishman“, was er unter großem Kino versteht, wenngleich der Film von Netflix produziert wurde und deshalb nur einen eingeschränkten Start in den Kinos erhält, um Ende November auf #Netflix gezeigt zu werden. Um es gleich vorweg zu sagen: „The Irishman“ ist wohl Martin Scorseses letztes großes #Gangsterepos, vielleicht auch das letzte des Kinos überhaupt. 209 Minuten lässt sich dieser Film Zeit, nicht jedoch, um zu verklären oder zu beschönigen, nein, „The Irishman“ ist ein tieftrauriger Schlusspunkt einer cineastischen Dekonstruktion des Gangstermilieus, die Scorsese bereits 1973 mit seinem Film „#Hexenkessel“ („Mean Streets“) begann. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!

    Literatur: Pierre Bourdieu: Die männliche Herrschaft. Suhrkamp. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.: Der Geist der Liturgie. Eine Einführung. Herder


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  • Ep. 337: Camus als Cartoon: COYOTE VS ACME – Kritik & Analyse
    2026/09/20

    Eigentlich sollte dieser Film bereits 2023 in die Kinos kommen, doch Warner entschied sich, den Film in den Archiven verschwinden zu lassen, um ihn steuerlich als Verlust abschreiben zu können. 70 Millionen Dollar Produktionskosten waren bereits aufgelaufen, zusätzlich hätte man viel Geld für Marketing ausgeben müssen. So schien es günstiger zu sein, eine Ware zu verschrotten als zu verkaufen. Nun über Umwege kommt Dave Greens „Coyote vs ACME“ doch in die Kinos und der Kontext seiner Produktion passt gut zum Inhalt: Denn der Film, der auf den 1949 erstmalig veröffentlichten Cartoons um den Road Runner und Wile E. Coyote aufbaut, erzählt von einem Kampf gegen die Macht der Konzerne. Konkret ist es der ACME-Konzern, der vom Coyote verklagt wird, haben doch die Produkte nie geholfen, den Road Runner einzufangen. Das ist die ökonomische Dimension des Films. Zugleich gibt es eine existenzialistische Ebene, die interessanter ist: Was, wenn wir hier die kulturindustrielle Antwort auf Albert Camus sehen können? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

    Literatur:

    Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos. rororo.

    Cory Doctorow: Enshittification. Wie Tech-Konzerne uns ausbeuten und was wir dagegen tun können. Blumenbar.

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  • Ep. 336: Imperialismus, aber woke: DIE EISKOENIGIN 2 - Kritik & Analyse zum zweiten Teil von FROZEN
    2026/09/17

    Sechs Jahre lang hat Disney sich mit der Fortsetzung von „Die Eiskönigin“ Zeit gelassen. Sagen wir es so: An der Arbeit an einer guten Geschichte kann es nicht gelegen haben, denn „Die Eiskönigin 2“ besteht vor allem aus Versatzstücken aus dem Märchenschatz des immer dominanter werdenden Konzerns, der sich seit einer Weile jedoch überaus "woke" gibt, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. Die #Kulturindustrie passte sich in der Vergangenheit immer wieder dem #Zeitgeist an, der Konzern mit dem Märchenschloss im Logo setzt bei seiner Streamingplattform Disneyplus sogar auf #Trigger-Warnungen vor Filmen wie „Dumbo“. Auch Elsa und Anna verhalten sich im zweiten Teil von „Frozen“ besonders woke, als sie mit der dunklen Geschichte ihres Königreichs konfrontiert werden. Doch welche Strategie steckt dahinter? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Perry Anderson: Hegemonie. Suhrkamp.
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  • Ep. 335: Wie Robert Altman die Klassengesellschaft seziert
    2026/09/13

    Robert Altman ist ein Virtuose der Vielstimmigkeit. Aus unglaublichen 44 Figuren, die alle Charakter und Geschichten erhalten, besteht „Gosford Park“. Der 2001 erschienene Film vereint Gesellschaftskomödie, Melodrama, Historienfilm und Krimi, im Mittelpunkt steht die Analyse der Klassengesellschaft, die im Jahr 1932 in England noch aristokratisch geprägt ist. Die Dienerschaft hat keinen Subjektstatus, während die Herrschaft nichts weiter tut, als laufend zu konsumieren und zu befehlen. Altman bringt aber die Verhältnisse in Bewegung, weil er diejenigen below und diejenigen above stairs gleichermaßen zeigt, wie sie ein gemeinsames Wochenende auf einem Landsitz verbringen und dabei die Diener mehr und mehr zur ihrem Subjektstatus gelangen. Dazwischen tummeln sich auch zwei Schauspieler und ein Filmproduzent, die vor allem die Gepflogenheiten studieren wollen, um sie später für einen Film nutzbar zu machen. Spätestens mit dem Krimi-Plot, der erst nach einer Stunde beginnt, kehrt sich das Herr-Knecht-Verhältnis um. Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt!

    Literatur:

    Mesut Bayraktar. Hegel. Papyrossa.

    G.W.F. Hegel: Die Phänomenologie des Geistes. Suhrkamp.

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