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Data Act braucht Vertrauen in Infrastruktur

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10月19日まで。※適用条件あり
Thema von Folge 46 des Data Navigator Podcast sind Datenräume und digitale Souveränität in Europa. Unser Gast ist Ulrich Ahle, CEO von Gaia-X und zuvor langjähriger CEO der FIWARE Foundation. Ulrich bringt über dreißig Jahre Erfahrung in der IT-Branche mit – von Nixdorf Computer über Siemens bis Atos – und ist nebenbei ehemaliger Ortsvorsteher von Etteln, dem „digitalsten Dorf Deutschlands". GAIA-X ist kein europäischer Hyperscaler. Die Zielsetzung war und ist eine andere: Basierend auf dem europäischen Wertesystem ein Regelwerk und Open-Source-Software zu schaffen, die vertrauensvolle, dezentrale Datenräume ermöglichen. Die zwei wesentlichen Bausteine von GAIA-X sind digitale Identitäten und ein Compliance-Dokument mit 62 Regeln, das vier Souveränitätsstufen abbildet – vom GAIA-X Label Standard bis Level 3. In der höchsten Stufe können die Anforderungen nur von europäischen Anbietern erfüllt werden – um sicherzustellen, dass Services nicht extraterritorialen Rechten wie dem US Cloud Act unterliegen. Praxisbeispiel: Catena-X ist der Pionier-Datenraum der Automobilindustrie, betrieben von Cofinity-X. Prominentester Use Case: der digitale Batteriepass, der ab dem 18. Februar 2027 rechtlich verpflichtend wird und 108 Datenpunkte über den gesamten Lebenszyklus einer Batterie abbilden muss – von den Rohmaterialien über den CO₂-Fußabdruck bis zur Restkapazität. Ein Datenraum reduziert dabei die Komplexität gegenüber bilateralem Datenaustausch dramatisch. Ulrich betont: Die Technologie wurde anfangs von großen Unternehmen mit IT-Kapazität angewendet – aber die Ökosysteme umfassen auch den kleinen 15-Personen-Betrieb. Seit drei Wochen gibt es ein neues Förderprogramm des BMWK (Accelerator), das 2025 weitere 1.000 Unternehmen an Catena-X anbinden soll – mit einer Förderung zwischen 15.000 und 30.000 Euro pro Betrieb. Digitale Souveränität und der Data Act Gaia-X stellt die Infrastruktur bereit, um den Data Act zu implementieren. Doch die Nutzung muss auch tatsächlich erfolgen. Die Kombination aus Datenraumtechnologie und dem Recht auf Datenzugang nach dem Data Act könnte die Bereitschaft zum Datenteilen erhöhen: Wer Daten in einem vertrauensvollen Datenraum teilt, kann technisch erzwingen, was der Empfänger mit den Daten machen darf und auch den Zeitraum festlegen. Internationalisierung: Geographical Extension Da der Data Act nur in Europa gilt, globale Lieferketten aber grenzüberschreitende Datenflüsse erfordern, arbeitet GAIA-X an einer geografischen Erweiterung des Trust Frameworks (z. B. Japan, Korea, Kanada, Brasilien). China hat sich die Konzepte ebenfalls genau angeschaut und plant bis 2028 rund 100 eigene Trusted Data Spaces. Auch afrikanische Länder zeigen Interesse daran, das europäische Modell zu übernehmen. Season Two of Data Spaces Ulrichs zentrale Botschaft: Die Technologie ist nach fünf bis sieben Jahren Entwicklung ausreichend vorhanden. Was jetzt fehlt, ist Adaption, operativer Betrieb und ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Am Beispiel des gescheiterten französischen Agrar-Datenraums „AgDataHub" zeigt er, was passiert, wenn das Betriebsmodell fehlt. Sein Appell an die Politik: dem Beispiel Frankreichs folgen und Förderungen an die Pflicht knüpfen, einen Datenraum in die Marktreife zu überführen.
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