Das Ist unfair! Hunde achten erstaunlich genau darauf, was andere Hunde für dieselbe Leistung bekommen. (Episode 12)
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In dieser Folge von Fell & Fakten geht es um die Frage, ob Hunde einen Sinn für Fairness besitzen – oder wissenschaftlich genauer: ob sie auf Ungleichbehandlung reagieren. Studien zeigen, dass Hunde eine Aufgabe früher verweigern und mehr Stresssignale zeigen können, wenn ein anderer Hund für dieselbe Leistung belohnt wird, während sie selbst leer ausgehen. Besonders spannend: Auch Wölfe reagieren auf ungleiche Belohnungen, was dafür spricht, dass diese Fähigkeit nicht erst durch die Domestikation des Hundes entstanden ist. In der Folge erfährst du, was Inequity Aversion bedeutet, warum sozialer Vergleich für Hunde relevant sein kann und welche Rolle Kooperation dabei möglicherweise spielt. Außerdem erkläre ich, warum „fair“ im Alltag nicht automatisch bedeutet, zwei Hunde immer exakt gleich zu behandeln. Du bekommst fünf konkrete Empfehlungen für Training, Belohnungen und das Zusammenleben mit mehreren Hunden. Wenn du jemanden kennst, der mit mehreren Hunden lebt oder trainiert, teile diese Folge gerne mit ihm – vielleicht verändert sie deren Blick auf die nächste gemeinsame Trainingssituation.
Diese Folge basiert auf diesen Veröffentlichungen:
Range et al., 2009: The absence of reward induces inequity aversion in dogs
Essler et al., 2017: Domestication does not explain the presence of inequity aversion in dogs
Instagram: @Dr.Franziska.Kuhne
Musik: Ian-Marius Ibiss