エピソード

  • „Lief richtig gut.“ Warum muss das jemand sehen?
    2026/08/06
    Etwas ist richtig gut gelaufen. Zwei Sekunden später liegt das Handy in deiner Hand, damit ein anderer Mensch den Moment bestätigt. Wann wird aus Teilen eine Nachbeglaubigung? Kai schaut auf Anerkennung von außen, Selbstwert als sozialen Messfühler und die höflichen Begründungen, mit denen wir verbergen, dass Leistung manchmal unseren Platz sichern soll. Auftakt der Staffel „Die unsichtbare Rechnung“.
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    17 分
  • „Du führst nicht. Du reagierst." – Warum deine besten Leute innerlich kündigen
    2026/07/30
    Deine besten Leute kündigen — nicht auf dem Papier, sondern innerlich. Und schuld ist ausgerechnet das, was du für gute Führung hältst. In dieser Folge nehme ich die drei Reaktionen auseinander, mit denen wir alle mal führen: es schnell selbst machen, den Frust runterschlucken, oder plötzlich zu scharf werden. Alle drei fühlen sich richtig an — Effizienz, Geduld, Klarheit. Und alle drei treiben Menschen leise aus dem Raum. Ich erzähle auch, wo das bei mir selbst herkommt, und welchen einen Satz du sagen kannst, wenn du merkst, dass dein alter Autopilot gerade das Steuer übernimmt. Bodenhaftung — Psychologie für Menschen, die schon alles gelesen haben.
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    11 分
  • Denk du mal für mich – macht uns KI dumm?
    2026/07/23
    Alle sagen, KI macht alles leichter. Für mich war das eine Lüge: Sie hat mir nicht die Arbeit abgenommen, sondern das Denken. Ich erzähle, wie ich gemerkt habe, dass ich den roten Faden freiwillig aus der Hand gegeben habe – wochenlang, ohne es zu bemerken. Vom Macher zum Richter, der nur noch prüft, was er selbst nicht mehr baut. Kein Anti-KI-Rant (ich baue selbst damit), sondern die unbequeme Frage, was es mit uns macht, wenn die Maschine das Denken übernimmt. Studien in der Folge: – Microsoft × Carnegie Mellon (2024): Je mehr wir der KI vertrauen, desto weniger denken wir kritisch mit. – MIT Media Lab: „Kognitive Schuld" – die ChatGPT-Gruppe erinnerte sich am Ende nicht mal an die eigenen Sätze.
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    10 分
  • Warum du dich nicht veränderst, obwohl du dir alles dafür kaufst
    2026/07/16
    Neue Bohrmaschine, neue Laufschuhe, neues Notizbuch und trotzdem bleibt alles beim Alten. Warum? Weil wir mit dem Kauf schon die Verwandlung mitgekauft zu haben glauben. In dieser Folge geht es um den großen Knall, auf den wir alle warten: den Moment, ab dem wir endlich der andere sind. Den gibt es nicht. Es gibt nur die kleine, unspektakuläre Wiederholung und die zählt als Stimme für den Menschen, der du werden willst. Bodenhaftung — Psychologie ohne Bullshit. Neue Folge jeden Donnerstag.
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    9 分
  • An dir ist nichts kaputt. Du richtest deine ganze Kraft nur aufs Falsche.
    2026/07/09
    Halb zwei nachts, du baust an einem Werkzeug rum, statt das Eigentliche anzugehen. Und alle Erklärungen — Vermeidung, kaputtes Selbstwertgefühl, alte Wunden — klingen klug. Aber sie sind Ausreden. Weil die Wahrheit unbequemer ist: An dir ist nichts kaputt. Dein Motor läuft. Du hängst ihn nur ans Falsche. Und ab dem Moment, wo du das weißt, fällt jede Ausrede weg. Eine Folge über die Feigheit, die sich als Produktivität verkleidet. Bodenhaftung — Psychologie ohne Bullshit. Neue Folge jeden Donnerstag.
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    9 分
  • Du gibst weiter, was dich selbst verletzt hat — ohne es zu merken
    2026/07/02
    Du gehst dazwischen, korrigierst, übernimmst und fühlst dich dabei komplett im Recht. Das miese Gefühl kommt erst abends, wenn's ruhig ist. Diese Folge handelt von einem Muster, das sich nicht wie ein Muster anfühlt. Sondern wie die Wahrheit. Ein unsichtbarer Richter in deinem Kopf, geerbt von Leuten, die ihn selbst geerbt hatten und die Frage, ob die Kette bei dir reissen kann. Bodenhaftung — Psychologie ohne Bullshit. Neue Folge jeden Donnerstag.
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    8 分
  • Du triffst deine wichtigsten Entscheidungen nicht selbst
    2026/06/25
    Du weißt eigentlich, was richtig wäre. Und machst es trotzdem nicht. Diese Folge dreht sich um die eine Frage, die ich mir in solchen Momenten inzwischen stelle: Wer hat das gerade eigentlich entschieden? In uns sitzt nicht ein einziges Ich, das am Steuer ist. Über die Jahre sind für mich drei Bilder daraus geworden. Der Affe, der schnelle Erleichterung will, laut ist und nie müde wird. Der Fels, der die Linie hält, aber allein zur kalten Mauer werden kann. Und der Leuchtturm, der leise weiß, worum es im Kern geht, wenn der Lärm mal kurz aufhört. Es geht nicht darum, einen Teil von dir abzustellen oder zu bekämpfen. Das ist nur der Fels gegen den Affen, und das macht auf Dauer müde. Es geht ums Zuhören und ums Bemerken. Keine fünf Tricks, keine Übung. Nur eine Frage, auf die du diese Woche mal achten kannst. Und ich bin ehrlich neugierig: Welcher der drei fährt bei dir am häufigsten?
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    9 分
  • Mögen sie dich oder deine Erreichbarkeit?
    2026/06/18
    Dein Kalender war schon voll, das wusstest du. Trotzdem kam das Ja, fast bevor die Frage zu Ende war. Jetzt sitzt du im Auto und spürst diesen dumpfen Groll, nicht gegen den, der gefragt hat, sondern gegen das Ja, das du selbst gesagt hast. In dieser Folge geht es nicht darum, wie du das Nein besser formulierst. Es geht um die Schicht darunter: Das automatische Ja ist keine Freundlichkeit, es ist Angst in höflicher Verpackung. Mit Naomi Eisenbergers Forschung zu sozialem Schmerz schaue ich darauf, warum Ablehnung im Körper dieselben Schmerzbahnen aktiviert wie ein physischer Schlag und warum dein System bei einem kurz irritierten Blick Alarm schlägt, als ginge es ums Überleben. Harriet Braikers „Disease to Please" beschreibt den Preis: das stille Versickern, bei dem du ständig etwas gibst, das du nie geben wolltest, bis der Tank leer ist und du nicht mal weißt, warum. Am Ende wird es unbequem: Wer Ja sagt, um gemocht zu werden, baut Beziehungen auf seiner Verfügbarkeit, nicht auf sich selbst. Irgendwann weißt du nicht mehr, ob die Leute dich mögen oder deine Erreichbarkeit. Die eigentliche Übung ist deshalb keine Formulierung sondern die Frage: Kannst du kurz aushalten, wer du bist, auch wenn du gerade nicht lieferst? Bodenhaftung: Psychologie ohne Wellness-Kitsch.
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    9 分