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#69 Du musst nicht an allem arbeiten, was dich belastet: Wenn Selbstentwicklung zur Anpassung wird

#69 Du musst nicht an allem arbeiten, was dich belastet: Wenn Selbstentwicklung zur Anpassung wird

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Was, wenn nicht alles, was dich belastet, durch mehr Arbeit an dir selbst gelöst werden kann?

Ich erzähle dir die Geschichte von Katrin. Sie ist seit vierzehn Jahren mit Jan zusammen, die beiden haben zwei Kinder, und Katrin wird immer wieder enttäuscht. Statt das anzusprechen, arbeitet sie an sich: an ihrem Bindungsstil, ihrer Kommunikation, ihren Erwartungen. Bis ihre Tochter eines Abends einen Satz sagt, der alles verändert. Du erfährst, warum wir die Ursache so oft zuerst bei uns suchen, was „wegen der Kinder bleiben“ wirklich bedeutet und wann Selbstreflexion dich in einer Situation festhält, die sich eigentlich verändern müsste. Und ich gebe dir drei Fragen mit, die dir helfen zu unterscheiden.

Diese Folge ist für dich, wenn du:

  • in deiner Beziehung immer wieder enttäuscht wirst und die Lösung trotzdem vor allem bei dir suchst
  • schon viel an dir gearbeitet hast und sich trotzdem nichts Grundlegendes verändert
  • Sätze runterschluckst, um die Familie zu schützen
  • wissen möchtest: Liegt das an mir, an der Situation oder an beidem?

Erwähnte Wissenschaft & Konzepte:

  • John Gottman & Kontaktangebote – warum die vielen kleinen unbeantworteten Momente mehr über eine Beziehung sagen als große Streits
  • Arlie Hochschild & die zweite Schicht – unsichtbare mentale und emotionale Arbeit in Familie und Beziehung
  • Dana Crowley Jack & Self-Silencing – warum das Zurückstellen eigener Bedürfnisse die Beziehung selten schützt, aber uns belastet
  • Paul Amato & Trennung und Kinder – warum „wegen der Kinder bleiben“ weder automatisch richtig noch automatisch falsch ist
  • Allison Troy & Iris Mauss & Neubewertung – warum Umdeuten bei veränderbarem Stress nicht schützt, sondern mit mehr depressiven Symptomen einhergehen kann

Was genau belastet mich eigentlich, meine Reaktion, die Situation oder beides?

Wenn ich an mir weiterarbeite wie bisher, was bleibt in einem Jahr trotzdem genauso?

Wenn ich schon so gut mit mir umgehen könnte, wie ich es mir wünsche, würde ich diese Situation dann weiterhin wählen?

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