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62 4 Jahre "give your vision your voice": 4 Dinge, die mich meine bisherige Podcast-Journey gelehrt hat

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4 Jahre give your vision your voice... wow. Ganz ehrlich: Wenn ich diese Zahl so schreibe, finde ich sie selbst ein bisschen verrückt. Vier Jahre. Vier Jahre Mikro an. Gedanken raus. Zweifel mitnehmen. Trotzdem veröffentlichen. Neu anfangen. Umdenken. Weitergehen. Und wenn ich heute auf diese Zeit schaue, dann denke ich gar nicht als Erstes an Zahlen, Folgen oder irgendeinen Meilenstein. Ich denke eher an all die Versionen von mir, die in diesen vier Jahren am Mikro saßen. Die mutige. Die unsichere. Die euphorische. Die müde. Die, die ganz genau wusste, was sie will. Und die, die überhaupt keine Ahnung hatte. Und irgendwie waren sie alle richtig. Deshalb wollte ich diese Jubiläumsfolge auch gar nicht zu groß machen. Kein Best-of. Kein „schaut mal, was ich alles geschafft habe“. Sondern eher: Was ist eigentlich geblieben? Welche Dinge haben sich für mich immer wieder bestätigt? Welche Sätze würde ich heute meinem früheren Ich sagen? Und welche Gedanken tragen mich gerade vielleicht sogar mehr denn je? Es sind genau vier geworden. :-) 1. Du musst nicht bereit sein. Du musst dich entscheiden. Ich glaube, ich habe ziemlich viele Dinge in meinem Leben angefangen, ohne mich wirklich bereit zu fühlen. Diesen Podcast übrigens auch. Und rückblickend bin ich sehr froh, dass ich nicht gewartet habe, bis ich mich sicher genug, gut genug oder vorbereitet genug fühle. Weil ich glaube, dass wir uns ganz oft einreden: „Wenn ich erst noch ein bisschen klarer bin …“ „Wenn ich erst noch mehr weiß …“ „Wenn ich erst noch mutiger bin …“ „Wenn der richtige Moment kommt …“ Dann. Aber manchmal kommt dieser Moment gar nicht vorher. Manchmal entsteht er erst durchs Losgehen. Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Sachen, die ich in den letzten Jahren gelernt habe: Du kannst wählen. Nicht immer alles. Nicht jede Situation. Nicht jede Karte, die dir das Leben hinlegt. Aber sehr oft deinen nächsten Schritt. Und manchmal verändert genau der alles. 2. Fertig bringt dich weiter als perfekt. Das ist für mich ehrlich gesagt immer noch ein Lernfeld. ;-) Ich liebe es, Dinge schön zu machen. Ich liebe Details. Ich liebe Sprache. Ich kann Stunden an einem Satz hängen und denken: Noch nicht ganz. Und manchmal ist genau das eine Stärke. Und manchmal ist es einfach nur eine verdammt gute Ausrede, etwas noch nicht rauszugeben. Ich glaube inzwischen sehr daran, dass Dinge leben müssen. Ein Text muss gelesen werden. Eine Idee muss ausgesprochen werden. Eine Folge muss veröffentlicht werden. Sonst bleibt sie perfekt in meinem Kopf liegen und verändert genau gar nichts. Und deshalb versuche ich mich immer wieder daran zu erinnern: Es darf gut sein. Es darf durchdacht sein. Es darf mir entsprechen. Aber es muss nicht makellos sein. Manchmal ist „fertig“ mutiger als „perfekt“. 3. Verlier nicht den Teil in dir, der groß genug träumt. Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Learning nennen will. Und eigentlich meine ich damit: Behalt dir ein Stück Naivität. Nicht im Sinne von blauäugig. Sondern diesen Teil in dir, der noch nicht sofort sagt: Das geht nicht. Das ist unrealistisch. Das macht man so nicht. Da gibt es doch schon andere. Wer bist du denn, dass du das kannst? Dieser Teil, der stattdessen fragt: Warum eigentlich nicht? Ich liebe diesen Gedanken, dass oft genau die Menschen etwas verändern, die „verrückt genug“ sind, zu glauben, dass sie es können. Weil so vieles, was später selbstverständlich wirkt, irgendwann mal eine ziemlich unrealistische Idee war. Und ich merke auch bei mir: Immer wenn ich mich zu sehr absichere, zu vernünftig werde, zu sehr versuche, alles vorher zu wissen, verliere ich ein bisschen von dieser Energie. Und ich möchte sie mir behalten. Diese Lust. Diese Neugier. Dieses „mal gucken, was passiert“. Ich glaube, wir brauchen mehr davon. 4. Hör auf dein Herz... und gib ihm einen Plan. Das ist wahrscheinlich der Satz, der mich gerade am meisten begleitet. Weil ich beides kenne. Nur fühlen. Und mich dann in Möglichkeiten verlieren. Und nur planen. Und irgendwann merken, dass ich auf einem super durchdachten Weg laufe, der sich gar nicht mehr nach mir anfühlt. Ich glaube mittlerweile nicht mehr an entweder oder. Nicht Herz oder Verstand. Nicht Intuition oder Strategie. Sondern beides. Das Herz darf sagen: Da will ich hin. Und der Verstand darf fragen: Okay. Wie kommen wir da hin? Ich finde dieses Zusammenspiel gerade unglaublich schön. Weil es weich und klar gleichzeitig sein kann. Du musst nicht alles durchplanen. Aber du darfst deinem Gefühl eine Richtung geben. Und vielleicht ist genau das auch ein bisschen das, was dieser Podcast für mich in den letzten vier Jahren war. Ein Ort, an dem ich gedacht habe. Gefühlt habe. Ausprobiert habe. Mich verändert habe. Ein Ort, an dem nicht jede Folge perfekt war. Aber jede irgendwie ein kleiner Punkt auf dem Weg. Und wenn du schon länger zuhörst, dann möchte ich einfach Danke ...
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