48. Bioakustik – Wie ausgestorbene Insekten wieder hörbar werden
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Wie klang Asien vor rund 165 Millionen Jahren? Zwischen den Bäumen des Mittleren Jura könnten sich zirpende und trillernde Insekten gegenseitig überboten haben – und manche von ihnen erzeugten möglicherweise sogar Töne im Ultraschallbereich. Fossile Flügel außergewöhnlich gut erhaltener Langfühlerschrecken erlauben heute einen faszinierenden Einblick in diese längst vergangene Klanglandschaft. Mithilfe moderner Vergleichsuntersuchungen, Computersimulationen und maschinellen Lernens konnten Forschende rekonstruieren, welche Geräusche ausgestorbene Insekten einst erzeugten.
Doch wie entstehen solche akustischen Signale überhaupt, und wie nehmen Insekten die Geräusche ihrer Artgenossen wahr? Welche erstaunlichen Strukturen haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, um Schall zu erzeugen oder zu hören – von vibrierenden Membranen bei Zikaden bis hin zu den ungewöhnlichen Hörorganen verschiedener Insekten? Mit dem Biologen Björn Thorin Jonsson von der Universität Graz schauen wir uns tierische Kommunikationssysteme an, aka Bioakustik.
Das Paper zu den außergewöhnlichen Insekten-Klängen aus der Jurazeit Asiens findet ihr hier: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2615107123
Repertoire das Leierschwanz, nur für euch: https://youtu.be/mSB71jNq-yQ?si=FEMSVDEneimgyA90
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