24. Eltern werden, sich selbst verlieren
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Ein Paar ohne Kind ist nicht zu zweit. Es ist schon zu dritt.
Klingt falsch? Dann hör rein. Denn wenn zwei Menschen sich lieben, entsteht zwischen ihnen etwas Eigenes: das erste Kind. Es braucht Zeit, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Freude, genau wie jedes andere Kind. Und wenn dann das Baby kommt, passiert etwas, das fast alle Eltern kennen und kaum jemand bemerkt. Alles fließt zum Baby. Das erste Kind bekommt einen leeren Teller.
Das Baby schreit, wenn es Hunger hat. Das erste Kind schreit nicht. Es wird still.
In dieser Folge begegnest du Anne, die sechs Wochen nach der Geburt weinend sagt: „Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.“ Du hörst, was ihr Mann Julian drei Jahre später ausspricht und was beide danach verändert haben. Du lernst Jan kennen, der als moderner Vater alles richtig machen wollte und dabei sich selbst vergessen hat. Und Gudrun und Dieter, die nach dem Auszug ihres Jüngsten am stillen Küchentisch sitzen und sich fragen, worüber sie eigentlich früher geredet haben.
Du erfährst, was die Forschung über Paare nach der Geburt herausgefunden hat, warum gerade besonders engagierte Eltern in eine Falle tappen und an welchen drei leisen Signalen du erkennst, dass du dich gerade selbst verlierst.
Für Mütter und Väter, für Paare und Alleinerziehende, und für alle, deren Kinder längst aus dem Haus sind.
Denn deine Kinder brauchen keine Eltern, die sich aufgeben. Sie brauchen dich.