23. Was du dir wert bist. Geld, Preis und Identität.
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Du glaubst, beim Geld geht es um Zahlen. Um Marktpreise, Tarife und ein bisschen Verhandlungsgeschick.
Dann fragt dich jemand: „Was stellen Sie sich denn gehaltlich vor?“ Und in den zwei, drei Sekunden vor deiner Antwort passiert etwas Seltsames. Die Zahl, die du dir auf der Fahrt zurechtgelegt hast, wird kleiner. Du setzt eine kleine Entschuldigung davor. Du erklärst dich, obwohl noch niemand etwas gesagt hat.
Genau diese Sekunden verraten mehr über dich als jede Gehaltsabrechnung. Sie zeigen, was du dir selbst wert bist.
In Kapitel 23 von Identitätskraft gehe ich genau dieser Sache auf den Grund. Du lernst die vier Geld-Drehbücher kennen, die viele von uns schon als Kind mitbekommen haben und die bis heute leise mitentscheiden, wie viel wir verlangen. Du erfährst, warum die erste Zahl gar nicht im Gespräch fällt, sondern lange vorher in deinem Kopf. Und warum ausgerechnet Menschen, die längst sehr gut verdienen, oft das Gefühl haben, es reiche nie.
Du begegnest Dagmar, die jahrelang günstiger war als alle anderen, bis ihr Sohn eines Abends nachgerechnet hat. Lena, die Angst hatte, bei einem höheren Preis „aufzufliegen“. Und Konrad, der jeden Abend vor dem Einschlafen seine Geldanlagen prüfte und trotzdem nicht sagen konnte, wie viel genug ist.
Das ist kein Verhandlungstraining. Es geht um eine Unterscheidung, die fast jeder durcheinanderbringt und die vieles verändert, sobald du sie einmal verstanden hast: den Unterschied zwischen dem Preis deiner Arbeit und deinem Wert als Mensch.
Ob du selbstständig bist, angestellt oder im Tarifvertrag: Die nächste Frage nach deiner Zahl kommt bestimmt. Hör vorher rein.