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19. Alltagswut im Midlife: Kein Makel, sondern ein Wegweiser

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Socken auf dem Boden, die rote Ampel, die zehnte Frage vor dem Kaffee: Warum packt uns die kleine Alltagswut im Midlife so viel öfter und was will sie uns sagen? Endlich wird viel über die Wut von Frauen gesprochen: über die Wut auf sexuelle Belästigung, auf Machtmissbrauch, auf Strukturen, die Frauen klein halten. Diese Wut ist so berechtigt und so wichtig, und sie verdient eigene, ernsthafte Gespräche. Heute geht es hier um eine andere, leisere Wut im Midlife: die im Alltag. Die beim Wäschekorb hochkommt, an der Ampel oder wenn wir schon wieder Ja gesagt haben, obwohl wir Nein meinten. Nina und Draga erzählen beide von Midlife Momenten, in denen eine Kleinigkeit gereicht hat und sie plötzlich laut wurden. Danach kam bei beiden dasselbe: das schlechte Gewissen und die Stimme im Kopf, die sagt: „Reiß dich zusammen.“ In dieser Folge reden die beiden darüber, warum wir als Mädchen gelernt haben, lieb und nett zu sein und keinen Ärger zu machen. Und darüber, wo die Wut dann rauskommt: als Tränen, obwohl wir eigentlich sauer sind, als verspannte Schultern, als Zähneknirschen in der Nacht. Sie schauen ehrlich auf die Hormone. Östrogen, Schlafmangel und die Sandwich-Phase zwischen Kindern in der Pubertät und älter werdenden Eltern können die Zündschnur kürzer machen. Trotzdem darf „Das sind bestimmt die Wechseljahre“ nicht die nächste Art werden, unsere Wut kleinzureden. Vor allem geht es um den Perspektivwechsel: Wut ist kein Charakterfehler, sondern eine Alarmanlage. Sie zeigt, wo eine Grenze überschritten wurde, wo wir uns übersehen fühlen oder wo wir schon wieder den Kuchen für den Schulbasar zugesagt haben, obwohl die Woche übervoll war. Die Socken waren nie das Problem. Zum Schluss wird es praktisch: innehalten und fragen, worüber wir gerade wirklich wütend sind die Wut benennen, statt hinter einem Lächeln zu brodeln der Satz „Ich bin wütend, weil … und ich brauche …“, der aus einem Vorwurf einen Wunsch macht die Wut mit Bewegung aus dem Körper bringen reparieren, wenn es vor den Kindern rausgerutscht ist Außerdem verraten Nina und Draga, was sich ab jetzt bei HeyFreundin verändert. Wir sind keine Ärztinnen und keine Psychologinnen, sondern zwei Freundinnen mit einem ehrlichen, persönlichen Blick. Wenn deine Wut neu, sehr heftig oder ständig da ist, sprich bitte mit deiner Frauenärztin oder Hausärztin. Wo hast du deine Wut zuletzt runtergeschluckt? Schreib uns auf Instagram @heyfreundin.podcast oder an podcast@heyfreundin.de. Abonniere „HeyFreundin, kannst du reden?!“ und lass uns 5 Sterne bei Spotify oder Apple Podcasts da. Jeden Dienstag gibt’s eine neue Folge.
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