Verbrechen in der Wissenschaft 2
Science & Crime, Band 2
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Studio Feynstein
Die Wissenschaft ist auf der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis – das denken viele. Und in den meisten Fällen stimmt das auch.
Aber Wissenschaft wird von Menschen gemacht, mit all ihren menschlichen Schwächen. Und die kommen manchmal auch im Labor oder in der Studierstube ans Tageslicht: Menschen lügen, fälschen und verleumden. Sie stehlen und quälen. Und gehen manchmal sogar über Leichen, um reich oder berühmt zu werden. Auch in der Forschung.
Von solchen Fällen handeln die Geschichten in Science & Crime 2. Sie sind alle wahr. Und jede von ihnen ist ein ungewöhnlicher Dreiklang aus Wissenschaft, Geschichte – und Krimi.
01: Der König des Klonens (Der Fall Hwang Woo Suk)
Hat er wirklich als Erster einen menschlichen Embryo geklont? In Südkorea wurde der Forscher Hwang Woo Suk mit dieser Behauptung zum gefeierten Nationalhelden. Und zum Hoffnungsträger für schwer kranke Menschen, die auf Fortschritte in der Stammzelltherapie gewartet haben. Bis mutige Journalisten und Kolleginnen sein Gebäude aus Lügen und Manipulation zum Einsturz brachten …
02: Mordwaffe Hunger (Der Fall Trofim Lyssenko)
Trofim Lyssenko war der Lieblings-Botaniker des Diktators Stalin. Seine pseudowissenschaftlichen Theorien zur Pflanzenzucht wurden in der Sowjetunion zur Staatsdoktrin erhoben – mit verheerenden Folgen. Wie viel Schuld trägt Lyssenko für die dramatischen Auswirkungen einer Hungersnot? Und hat er wirklich seinen Konkurrenten Wawilow bei der Geheimpolizei denunziert? Eine Geschichte über die verhängnisvolle Verbindung von Wissenschaft und Ideologie.
03: Der Kokain-Betrug (Der Fall Annie Dookhan)
Annie Dookhan war Chemikerin in einem Polizei-Labor in Massachusetts – und manipulierte über Jahre hinweg Tausende von Drogenproben. Sie fälschte Ergebnisse, erfand Analysen und schickte mit ihren Gutachten unschuldige Menschen ins Gefängnis. Bis alles aufflog – der größte Forensik-Skandal in der Geschichte der USA. Ein Lehrstück über allzu blindes Vertrauen.
04: Arzt auf Abwegen (Der Fall Andrew Wakefield)
Ein Mediziner, zwölf Kinder, eine Pressekonferenz – und ein Verdacht, der um die Welt geht: Kann eine Impfung Autismus auslösen? Mit dieser Behauptung wurde Andrew Wakefield im Jahr 1998 zur Ikone einer Bewegung, die bis heute Misstrauen gegen Impfungen sät. Dass seine Studie aus einem Geflecht von Interessenkonflikten und Manipulation entstanden ist – das kam erst Jahre später ans Licht.
05: Ruhm & Rücksichtslosigkeit (Der Fall Rosalind Franklin)
Wer hat die DNA entschlüsselt? Lange Zeit schien die Antwort sonnenklar: Watson & Crick, zwei geniale Strahlemänner aus Cambridge, die die Story von ihrem Jahrhundert-Durchbruch perfekt vermarkteten. Sie ist auch nicht falsch. Nur: unvollständig. Denn ohne die Expertise der Chemikerin Rosalind Franklin wäre ihnen der Nobelpreis-Coup vermutlich nicht gelungen. Wurde hier eine geniale Frau um ihren Ruhm betrogen? Eine Geschichte über gestohlenen Ruhm, Sexismus in der Wissenschaft – und die Frage, wem eine Entdeckung wirklich gehört.
06: Das Stanford-Experiment (Der Fall Philip Zimbardo)
Stanford, 1971. Wärter quälen Gefangene in einem simulierten Gefängnis im Keller der Universität. Das Experiment soll beweisen, dass das Böse in wirklich allen Menschen schlummern kann. Doch abgesehen von der Brutalität der Studie: Stimmt diese Story überhaupt? Sie macht den Psychologen Philip Zimbardo weltberühmt – aber offenbar hat seine Studie neben den moralischen auch noch viele wissenschaftliche Untiefen …