Sämtliche Essays, Band 1
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ナレーター:
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Friedrich Frieden
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著者:
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George Orwell
Dieses Hörbuch enthält folgende Essays: Die Spike, Eine Hinrichtung, Erinnerungen an eine Buchhandlung, Einen Elefanten erschießen, Down the Mine, Nord und Süd, Die spanische Bohne ausschütten, Marrakesch. Geboren in der ehemaligen britischen Kolonie Indien verlief das Leben von George Orwell alles andere als geradlinig. Er besuchte Schulen in Indien und England, beherrschte mindestens zwei gebräuchliche Sprachen Indiens, arbeitete in diversen Gelegenheitsjobs, trieb sich als Landstreicher in England herum, studierte unter Aldous Huxley, verdiente sich als Polizist in Indien, nahm am spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger auf Seite der Republikaner teil und arbeitete Seite an Seite mit Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter. Als junger Mann stand er zwar kommunistischen Ideen offen gegenüber und in seinen frühen Texten finden sich auch antisemitische Vorurteile, doch mit der Zeit und in reiferen Jahren distanzierte sich Orwell öffentlich und in seinen schriftstellerischen Werken ohne Wenn und Aber von seinen jugendlichen Dummheiten. Womöglich durch die brutale Fremdherrschaft des Empires über Indien und durch Stalins organisierten Staatsterror und Massenmord angewidert, entwickelte er sich zu einem überzeugten sozialistischen Demokraten, der alle Machtorgane von möglichst vielen Menschen organisiert und Machtumsetzung immer auf möglichst vielen Schultern verteilt sehen wollte. Einen großen Teil seiner prosaischen Werke bilden seine Essays ab – auf vorliegendem Hörbuch folgende: „Die Spike" erzählt von Einrichtungen, in welchen sich Tagelöhner, Obdachlose und Landstreicher für ein paar Tage aufhalten dürfen. Dort wird ein kurzfristiges Überleben ermöglicht – mehr nicht. „Eine Hinrichtung" berichtet von einem zum Tode Verurteilten und dessen letzten Minuten vor seiner Exekution. Die Staatsbediensteten erfüllen ihre Arbeit ohne zu hinterfragen, ohne besondere Emotionen, ohne zu kritisieren. Man nimmt so schnell wie möglich seinen gewohnten Alltagstrott auf, fällt in seine gewohnten Alltagsreden und tut so, als ob nichts weiter geschehen wäre. „Erinnerungen an eine Buchhandlung" zeichnet einen Publikumsquerschnitt bücheraffiner Personen, der sich so facettenreich wie ein bunter Regenbogen am Himmel gestaltet und wirft auch ein besonderes Augenmerk auf die diversen Macken unterschiedlicher Buch-Liebhaber. „Einen Elefanten erschießen" erzählt aus Orwells Zeit als Hilfspolizist in Indien, während welcher er eines Tages den Auftrag bekommt, einen scheinbar durchgeknallten Elefanten, der plündernd und mordend eine Schneise der Verwüstung hinterlässt, zu bändigen – leichter gesagt als getan, vor allem, wenn einem ein zweitausend Köpfe starker Mob im Nacken sitzt. „Down the Mine" berichtet von den Arbeitsbedingungen der „Kumpel" in den Kohlebergwerksgruben, wobei man sich fast ins Mittelalter zurückversetzt wähnt – vor allem, wenn man den Umstand berücksichtigt, dass es noch gar nicht allzu lange her ist, dass selbst schwangere Frauen diesen körperlichen Martertätigkeiten ausgesetzt worden sind. „Nord und Süd" charakterisiert bis heute in England gängige vorherrschende Klischees und Vorurteile unter der Bevölkerung des Südens und Nordens gegeneinander. So wie die „Profi-Experten" in Deutschland wissen, dass die Berliner alle Faulenzer, die Ostdeutschen alle ungebildete Bauern, die Süddeutschen dies, die Schwaben jenes, die Badener überhaupt alles, die Städter, die Landbewohner, die Gemeinde usw. was auch immer abbilden, genauso ist es – was für eine Überraschung – auch in England. Ist es irgendwo anders? Jedenfalls ist es aufklärend und amüsant, diese Kleingeistigkeit durch die Brille eines europäischen Verwandten zu betrachten. Wie sich das politische Pack auch immer nennt, um im Namen des Volkes und selbstverständlich für das jeweilige Volk die herrschenden Verhältnisse zum natürlich besten Wohl des Volkes zu verändern, es endet immer im Fiasko! Am Beispiel des spanischen Bürgerkriegs des letzten Jahrhunderts verdeutlicht „Die spanische Bohne ausschütten", dass es sich bei allen selbsternannten Rettern irgendeines angeblichen Volkes – als ob es so etwas wie ein einheitliches Volk überhaupt noch tatsächlich gäbe – ohne Ausnahme um Wölfe in Schafspelzen handelt, die ihre für religiöse und patriotische Elemente empfänglichen Schlachtlämmer zusammentreiben, um die Macht für eigene Interessen auszunutzen. In „Marrakesch" schildert Orwell die erniedrigende Armut der einheimischen Bevölkerung, Araber wie Juden. Des Weiteren beschreibt er, welche Vorstellungen die Bevölkerungen der alten europäischen Kolonialherren über die Menschen des afrikanischen Kontinents haben.
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