『Sämtliche Essays, Band 5』のカバーアート

Sämtliche Essays, Band 5

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Sämtliche Essays, Band 5

著者: George Orwell
ナレーター: Friedrich Frieden
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Dieses Hörbuch enthält folgende Essays: Mark Twain, Poesie und das Mikrofon, W B Yeats, Arthur Koestler, Salvador Dali, Raffless und Miss Blandish, Freiheit des Parks, Die Zukunft eines zerstörten Deutschlands, Gute schlechte Bücher, Antisemitismus in Britannien. Geboren in der ehemaligen britischen Kolonie Indien verlief das Leben von George Orwell alles andere als geradlinig. Er besuchte Schulen in Indien und England, beherrschte mindestens zwei gebräuchliche Sprachen Indiens, arbeitete in diversen Gelegenheitsjobs, trieb sich als Landstreicher in England herum, studierte unter Aldous Huxley, verdiente sich als Polizist in Indien, nahm am spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger auf Seite der Republikaner teil und arbeitete Seite an Seite mit Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter. Als junger Mann stand er zwar kommunistischen Ideen offen gegenüber und in seinen frühen Texten finden sich auch antisemitische Vorurteile, doch mit der Zeit und in reiferen Jahren distanzierte sich Orwell öffentlich und in seinen schriftstellerischen Werken ohne Wenn und Aber von seinen jugendlichen Dummheiten. Womöglich durch die brutale Fremdherrschaft des Empires über Indien und durch Stalins organisierten Staatsterror und Massenmord angewidert entwickelte er sich zu einem überzeugten sozialistischen Demokraten, der alle Machtorgane von möglichst vielen Menschen organisiert und Machtumsetzung immer auf möglichst vielen Schultern verteilt sehen wollte. Einen großen Teil seiner prosaischen Werke bilden seine Essays ab – auf vorliegendem Hörbuch mit folgendem Inhalt: In „Mark Twain“ wird deutlich, dass auch ein George Orwell nicht immer richtig liegt. Aus Gründen, die unseren Wissensstand sprengen, stellt er darin vieles richtig dar, leider vergaloppiert er sich dabei an der einen oder anderen Stelle – was soll man sagen, niemand ist perfekt...... In „Poesie und das Mikrofon“ charakterisiert Orwell das Verhältnis zwischen Radio und Staat und beschreibt dessen Funktion für die Massen bzw. die Gesellschaft, wobei er einen eleganten Bogen zu allen anderen Kunstformen spannt, deren künstlerische Produkte laut Orwell um so eher von einem Staatsorgan veröffentlicht werden je besser geeignet diese für das aktuelle politische Klima sind. Sehr interessant sind die Stellen, an welchen er die einmalige künstlerische Qualität des gesprochenen ästhetischen Wortes vergleicht in Bezug auf eine öffentliche und nicht öffentliche Umsetzung. In „W B Yeats“ wird die Literatur des ersten irischen Literatur-Nobelpreisträgers unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass dessen persönlicher Hang zum Mystischen und Okkulten durchaus in seine schriftlichen Ergüsse einflossen, wobei Orwell als Quintessenz resultiert, dass auffallende Parallelen zwischen eingefleischten Religionsanhängern und Faschisten in Bezug auf den Hang zur Erklärung der Welt durch einfache Antworten besteht. In „ Arthur Koestler“ werden zwei Werke analysiert, wobei eines den Gegenstand einer vollkommen gerechten Gesellschaft und deren Zerfall zum Thema hat und aufgezeigt wird, warum alle Revolutionen immer ausnahmslos zum Scheitern verurteilt sind und das zweite die sowjetrussischen inszenierten Showprozesse behandelt, deren Angeklagten und Verurteilten selbstverständlich allesamt prowestliche Agenten waren, räusper räusper usw..... In „Salvador Dali“ wirft Orwell einen Blick auf Dalis Biografie, welche man auch als „Geständnisse eines perversen Wahnsinnigen“ beschreiben könnte, weil darin von allen menschenmöglichen Verbrechen, Schandtaten und moralisch höchst verwerflichen Dingen die Rede ist, die Dali für seine Person der Vergangenheit beansprucht. Es bleibt offen, ob diese makabre Beichte den Tatsachen entspricht oder ob hier ein Selbstvermarktungs- und Marketinggenie zu Werke ging – jedenfalls hat es sich überaus gut verkauft...... In „Raffless und Miss Blandish“ untersucht Orwell das gerade in der Bücher- und Filmwelt aufkommende Phänomen des sympathischen Gentleman-Verbrechertyps, der Romantisierung von Kriminalität und die Glorifizierung des Prinzips „Die Macht des Stärkeren“. Dabei spielt es keine Rolle wer die Verbrechen verübt, da der Staat genauso korrupt und kriminell agiert wie das organisierte Verbrechen, also im Prinzip der Erfolg alle Mittel rechtfertigt. In „Freiheit des Parks“ zeigt Orwell anhand eines relativ banalen Vorfalls, nämlich der Verhaftung von Zeitungsjungen wegen Verkauf von Zeitungen, die offensichtlichen Schwachstellen demokratischer Gesellschaften, welche in ihrem Funktionieren nicht nur von ihren exekutiven und judikativen Organen abhängig sind, sondern eben auch von den Menschen, die dahinter stehen.

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エッセイ 文学史・文学批評
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