Manfred Krug. Ich habe nicht viel erwartet
Tagebücher 2002-2004. Ungekürzte Lesung
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ナレーター:
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Daniel Krug
Gegenüber von Manfred und Ottilies Krugs Wohnung wächst ein Hochhaus empor – ein lärmendes, dunkles Omen. Die Jahre 200 2 bis 2004 offenbaren in Manfred Krugs Augen so viel Falsches und Niederes, die ganze Welt scheint daran zu siechen: Cem Özdemir und Gregor Gysi treten zurück, weil sie unrechtmäßig Bonusmeilen verflogen haben, und den ganzen Tag fällt Regen. In Sachsen kommt es zu verheerenden Überschwemmungen. Krug versucht sich dennoch zu konzentrieren. Nachts schreibt er an seinen Memoiren »Mein schönes Leben«. Zusammen mit der Tochter Fanny nimmt er »Sweet Nothings« auf, Ami-Jazz, doch dann bricht George Bush Jr. den Irakkrieg vom Zaun. »Wie habe ich die Amerikaner geliebt ... Und wie viele naive Deppen müssen dort leben, daß sie einen solchen Präsidenten wählen.« Jürgen Möllemann springt in den Tod, die Klitschkos boxen ihre Gegner k.o., Friedrich Merz wirft das Handtuch im Kampf um den CDU-Vorsitz. Krug singt auf Wolfgang Thierses Geburtstag und findet, Politiker seien »arme Schweine«. Otti kocht Erbsensuppe, 2003 ist das drittwärmste Jahr seit der Wetteraufzeichnung, und 2004 endet mit einem verheerenden Tsunami in Südostasien.
Welch ein Fingerzeig.
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