In diesem Podcast thematisieren wir alternative Konzepte zur Standardversorgung des deutschen Psychiatriesystems, mit dem Schwerpunkt auf Support durch Personen mit eigenen Krisenerfahrungen („positionierte Begleitung“). Wir reden über das Grundbedürfnis nach Verbundenheit und fragen uns, ob positionierte Begleiter*innen diese Resonanz anders erzeugen können als nichtverrückte Unterstützer*innen und was es dafür braucht. Außerdem schauen wir uns an, wie sich das alles in den Koordinaten des kapitalistischen Systems, in dem wir leben, verorten lässt und wie andere Diskriminierungsformen wie Rassismus und Queerfeindlichkeit auf Menschen in Krisen einwirken. Bei positionierter Begleitung geht es eben nicht ausschließlich um die Kategorie Verrücktsein, sondern auch um andere Dimensionen, die mit Diskriminierungen einhergehen wie z. B. Sexismus und die spezielle Erfahrung, die damit verbunden ist und in die Begleitung einfließen kann. Zuletzt tauschen wir uns über Community Care und Friend Support aus und fordern mehr politische und emotionale Bildungsarbeit von klein auf, damit Menschen ihre Gefühle besser wahrnehmen, Empathie für Menschen in Krisen und angemessene Umgangsformen mit ver*rückten Lebenssituationen entwickeln können.
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