Zwischen Skepsis und Wirksamkeit: Systemische Therapie bei Persönlichkeitsstörungen im Fokus
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In dieser detaillierten Audio-Analyse beleuchten wir den aktuellen „State of the Art“ der Systemischen Therapie im Kontext von Persönlichkeitsstörungen. Lange Zeit herrschten unter systemischen Therapeut*innen Vorbehalte gegenüber klassischen psychiatrischen Diagnosen, da diese oft als defizitorientiert wahrgenommen wurden. Doch der Blick wandelt sich: Wir untersuchen, wie die Systemische Therapie (ST) mit ihrem Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Kontexte einen entscheidenden Beitrag zur Behandlung leisten kann.
Die Analyse führt durch den aktuellen Forschungsstand und zeigt auf, dass bestimmte systemische Manuale – wie die lösungsorientierte Kurzzeittherapie oder die systemische Gruppentherapie – in Studien bereits ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt haben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ICD-11, die mit einem dimensionalen Modell der Persönlichkeitsdiagnostik neue Brücken zum systemischen Denken schlägt. Zudem erfahren Sie mehr über innovative Ansätze wie die Therapie der „Inneren Familie“ (IFS) und wie verfahrensübergreifende Konzepte wie Mentalisierung und Psychoedukation die klinische Praxis bereichern. Ein fundierter Einblick für Fachleute und Interessierte, die verstehen wollen, wie komplexe Störungsmuster in sozialen Systemen „verflüssigt“ und geheilt werden können.
--------------------------------------------------------------------Quelle: von Sydow, K. (2024). Systemische Therapie bei Persönlichkeitsstörungen – State of the Art. PiD - Psychotherapie im Dialog, 25(01), 31–37. DOI: 10.1055/a-2123-9882.