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Von null auf 500.000 Soldaten: Mit oder ohne Wehrpflicht? (Teil 2)

Von null auf 500.000 Soldaten: Mit oder ohne Wehrpflicht? (Teil 2)

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12. November 1955: Die Bundeswehr ist gegründet, aber eine funktionierende Armee ist sie noch lange nicht. Es fehlt den jungen Streitkräften an allem: Waffen, Munition, einer deutschen Rüstungsindustrie, die das Material liefern könnte. Die vorhandenen Kasernen werden noch von den Alliierten gebraucht, und auch diejenigen, die diese Kasernen eigentlich nutzen sollen, sind weit und breit nicht in Sicht: deutsche Soldaten in ausreichender Zahl. Dennoch erklärt Verteidigungsminister Theodor Blank Ende 1955 vollmundig, innerhalb von drei Jahren 500.000 Mann aufstellen zu können. Aber wo sollen diese Soldaten herkommen?

Für Bundeskanzler Konrad Adenauer ist schnell klar: Ohne eine Wehrpflicht geht es nicht. In einer Mammutdebatte diskutiert der Bundestag Anfang Juli 1956 über ihre Einführung. Und die Opposition schäumt. Ausgerechnet in dem Augenblick, in dem Signale der Entspannung aus Moskau kämen, vertiefe die Regierung mit der Wehrpflicht die Spaltung Deutschlands und setze auf Konfrontation. Adenauer lässt das nicht gelten: "Es denkt doch bei Gott niemand von uns daran, dass wir in der Lage wären, mit zwölf Divisionen gegen Sowjetrussland zu marschieren!"

Im zweiten Teil unseres Podcasts, der Bonusfolge über die Gründung der Bundeswehr, erzählen wir von den großen Debatten der Fünfzigerjahre – die heute seltsam vertraut klingen. Wehrpflicht ja oder nein, und wenn ja, wie genau? Wir hören hinein in die Bundestagsdebatte, in der Adenauer drängt, man müsse doch "die Welt realistisch" sehen und der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer "Entspannung und Abrüstung" fordert. Und was ist eigentlich mit Atomwaffen für die Bundeswehr? In der Debatte um die nukleare Teilhabe 1958 meldet sich der neue Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zu Wort: Unmoralisch sei nicht die Atombombe, unmoralisch "ist das Gewehr in der Hand eines Mörders".

Die Bonusfolge ist im Abobereich der ZEIT zu finden, wo Sie unsere Arbeit unterstützen können.

Auch das aktuelle Heft von ZEIT Geschichte dreht sich um die Geschichte der Bundeswehr seit ihrer Gründung vor 70 Jahren und um die Fragen, die seit Putins zweitem Überfall auf die Ukraine wieder mit Wucht auf die Tagesordnung zurückgekehrt sind. Wir zeigen in der neuen Ausgabe, dass es in der Geschichte der Bundeswehr nicht nur eine, sondern viele Zeitenwenden gegeben hat. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde aus einer Truppe zur Landes- und Bündnisverteidigung eine weltweit operierende Einsatzarmee. Und zum ersten Mal seit 1945 starben nun auch wieder Soldaten im Gefecht, so wie der Hauptgefreite Sergej Motz, dessen Geschichte unser Heft erzählt.

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