• Der Vatikan hasst Wunder (#086)
    2026/08/12
    // „Grün, vegan, friedensbewegt… Das gab es schon im Mittelalter“ // Papst Leo XIV. hat seinen Wirtschaftsrat umbesetzt, aber das deutsche Führungsduo im Amt bestätigt. Reinhard Kardinal Marx und Prof. Charlotte Kreuter-Kirchhof werden weiterhin die Finanzen des Vatikans überwachen. Ein guter Grund für Heike und Andreas, sich mit der Frage auseinander zu setzen, warum Papst Franziskus diesen Rat gegründet hat, weshalb der Kirchenstaat eigentlich so klamm ist, und wer außer den Deutschen für die Finanzen wichtig ist. Aber heute geht es auch zurück ins Mittelalter: Denn der Papst war in Assisi, und Assisi ist die Stadt des Heiligen Franziskus. Andreas erzählt, wer dieser Mann war, der so berühmt wurde, aber auch umstritten blieb. Heike gruselt sich beim Thema „Stigmata“, und Andreas könnte allein darüber weitere fünf Folgen lang sprechen…
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  • Das Designer-Baby als ultimatives Accessoire (#085)
    2026/08/05
    Heute wird Andreas laut und deutlich. Über Eispenderinnen aus Katalogen, das Geschäft mit Leihmüttern und den Rücktritt von Jens Spahn hat er als Vater eines Adoptivsohnes eine dezidierte Meinung, die Heike nicht unbedingt teilt. Umso spannender ist ihre Debatte um dieses Thema, das in Deutschland scheinbar nur noch konservative Katholiken aufregt. Aber natürlich geht es heute auch um Neues aus dem Vatikan, der Leihmutterschaft grundsätzlich als „menschenunwürdig“ ablehnt, und um Papst Leo XIV. Der Pontifex beklagte in seiner jüngsten Generalaudienz, dass das Beten heute oft als „unnütz“ und „lächerlich“ gelte und selbst in christlichen Familien nicht mehr gepflegt werde. Für Heike und Andreas ist das ein guter Anlass, ihren Hörern zu beichten, wie sie selbst es mit dem Beten halten. Wir erfahren, wie man „richtig“ betet und was denn die „Stundengebete“ überhaupt sind, die der Papst einfordert. Andreas berichtet aber auch von seinen Erfahrungen mit Priestern und Mönchen, deren Geister sich beim Thema „ora et labora“ durchaus scheiden.
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  • Reizthema „Mission“: Theologischer Auftrag und historische Schuld (#084)
    2026/07/29
    // Reizthema „Mission“: Theologischer Auftrag und historische Schuld // Papst Leo XIV. war als junger Mönch auch Missionar. Ein heikles Thema. Bei „Vatikangeflüster“ gab es dazu die bisher gegensätzlichsten Hörerreaktionen. Viele Menschen finden, jeder möge glauben, was er wolle, aber bitte im Verborgenen, denn die katholische Kirche habe im Namen der Mission nun einmal die schlimmsten Verbrechen ihrer Geschichte zu verantworten. Andere halten die „Verkündigung der frohen Botschaft“ grundsätzlich für eine zentrale Aufgabe aller Christen. Deshalb sprechen Andreas und Heike heute sachlich und unaufgeregt über den theologischen Auftrag und die historische Schuld im Namen der Mission. Aber natürlich geht es auch um Aktuelles: Papst Leo XIV. ist aus den Ferien zurückgekehrt in den Vatikan und sitzt am Schreibtisch: Er muss demnächst viele spannende Personalentscheidungen treffen.
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  • Augustinus, Benedikt und die Verklärung der Keuschheit (#083)
    2026/07/22
    // „Fast hätte die Leidenschaft ihn überwältigt…“ // Heike ist zurück aus den Ferien, und der Papst macht im Urlaub einen Ausflug: Augustinerbruder Leo XIV. überraschte die Benediktinermönche in der Abtei Monte Cassino mit einem Besuch. MONTE CASSINO! Dazu fällt Andreas dermaßen so viel ein, dass er kaum zu bremsen ist. Private Erinnerungen an deutsche Kriegsverbrecher im Gefängnis seiner Heimatstadt Werl kreuzen sich mit Historie von der Antike bis zur Gegenwart. Augustiner und Benediktiner: Das sind die beiden uralten Orden, die das westliche Mönchstum maßgeblich prägten. Andreas liest Heike pikante Stellen aus den fast 1.500 Jahre alten „Dialogen“ von Papst Gregor dem Großen vor, der das Leben des Heiligen Benedikt schilderte. Wie schon Augustinus verteufelt Benedikt die Fleischeslust und kämpft gegen sinnliche Begierden. Erst als er sich in einem Dornenbusch wälzt, vertreibt der Schmerz alle sündigen Gedanken. Die Körperfeindlichkeit, die die katholische Kirche noch heute kennzeichnet, stammt aus der Spätantike. Welchen Sinn hatte diese Lehre? Darüber können Heike und Andreas genussvoll debattieren.
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  • Interview: Wie wird man eigentlich Priester? (#082)
    2026/07/15
    // „Hilfe, mein Kind lässt sich taufen!“ // In Berlin ließen sich am 30. Mai vier Männer zu katholischen Priestern weihen. Dass die Weihe von vier Männern so freudig gefeiert, von Medien begleitet und live gestreamt wurde, zeigt, wie außergewöhnlich ein solches Ereignis angesichts des dramatischen Priestermangels in Europa inzwischen geworden ist. Im Jahr 1962 wurden in den 27 deutschen Bistümern noch 557 neue Priester geweiht, 2025 waren es nur noch 25. Wir freuen uns deshalb umso mehr über den Gast in unserer heutigen Sendung: Regens Matthias Goy aus Berlin bildet Männer aus, die sich berufen fühlen und begleitet sie auf ihrem Weg in einen heute selten gewordenen Beruf. Andreas spricht mit ihm darüber, wer heute noch Priester werden will, wie das überhaupt geht, wie die Kirche sich für den Nachwuchs einsetzt, und wie es dazu kommen konnte, dass sich die Gesellschaft so säkularisiert hat, dass manche Eltern befürchten, ihr erwachsenes Kind drifte ab, wenn es sich plötzlich taufen lässt. Natürlich bleiben auch die unbequemen Fragen im Interview nicht aus: Kann sich ein Priesterseminar angesichts weniger Bewerber überhaupt erlauben, Kandidaten abzulehnen? Wie blickt Goy darauf, dass Frauen in der katholischen Kirche nicht zum Priesteramt zugelassen sind? Und was dachte er, als Papst Franziskus in Bezug auf Priesterseminare von „zu viel Schwuchtelei“ sprach?
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  • Interview: KI-Experte Schulz erklärt uns die Papst-Enzyklika (#081)
    2026/07/08
    // „Kann man sagen, das System entwickelt Gefühle?“ // Heute gibt es eine Premiere: Vatikangeflüster ohne Heike. Sie macht Urlaub, und Andreas fühlt sich ganz verlassen. Aber einsam ist er nicht : Wir haben einen Top-Gast in der Sendung. Der Forschungsdirektor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) und KI-Experte Dr. Wolfgang Schulz hat die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. ebenso interessiert gelesen wie wir – allerdings mit dem Fachwissen, das uns fehlt. In dieser Folge erklärt er, worum es darin geht. Zunächst die gute Nachricht: Die Fachwelt hat die Gedanken des Papstes zur künstlichen Intelligenz mit freudiger Überraschung aufgenommen, denn Leo XIV. weist auf Probleme, Chancen und einen Handlungsbedarf hin, den die Politik bisher verschlafen hat. Aber was Professor Schulz aus seiner Forschungsarbeit mit den Systemen erzählt, ist nicht nur spannend, sondern teilweise ungeheuerlich. In den Maschinen geschehen Dinge, die niemand erklären kann. Einige Vorfälle, die Professor Schulz schildert, lassen Andreas sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren.
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  • Papst Leo XIV. lässt Deutschlands Bischöfe auflaufen (#079)
    2026/06/24
    Heute wird es brisant und kontrovers. Andreas und Heike streiten über ein Phänomen der Fußball-WM. Der deutsche Nationalspieler Felix Nmeha ist bekennender Christ und bildet Gebetskreise auf dem Spielfeld. Für Heike ist dieser missionarische Eifer zu viel des Guten. Sie findet, jeder soll glauben, was er will und an wen er will, aber doch bitte abseits der Öffentlichkeit. Andreas meint, Menschen sollten nicht nur heimlich oder in einem Gotteshaus beten dürfen. Beim nächsten Thema sind sich die beiden wieder einig: Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hatte mit großer Mehrheit beschlossen, auch theologisch vorgebildeten Laien das Predigen während einer Eucharistiefeier zu erlauben und dafür den Papst um Erlaubnis zu bitten. Bisher dürfen in der katholischen Kirche nur geweihte Männer, also Diakone und Priester, während der Messe eine Predigt halten. Wäre der Antrag auf den sognannten Indult, den Bischof Heiner Weimer als Vorsitzender der DBK im März gestellt hatte, angenommen worden, hätten in Deutschland erstmals auch Frauen während einer katholischen Messe kurzzeitig auf der Kanzel stehen können. Doch der Papst lehnte strikt ab. Er will keine Ausnahmen zulassen. Nicht nur Heike ist darüber sehr enttäuscht.
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  • Was machen Päpste im Urlaub? (#078)
    2026/06/17
    In Rom ist es schon wieder heiß. Sehr heiß. Ein guter Grund, um über die Sommerferien zu sprechen. Unser Podcast macht keine Sommerpause, aber manche Päpste gönnten sich durchaus mal Ferien. Andreas erinnert sich gut daran, wie er als junger Reporter Johannes Paul II. in die Berge folgte. Denn der polnische Papst fand sogar den Sommersitz in Castel Gandolfo zu heiß und machte zehnmal Urlaub im Aosta Tal. Auch Benedikt XVI. fuhr in die Berge, während Franziskus I. sich niemals eine Pause gönnte. Jetzt ist Heike gespannt, was Papst Leo XIV. wohl vorhat. Aber es geht heute auch um die päpstliche Flugpanne in Spanien, die Fußball-Meisterschaft im Vatikan und um die nächsten Herausforderungen für den amerikanischen Papst.
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