エピソード

  • Episode 74: Special Guest Panta Rhei - Wir lüften das Geheimnis meines Beckencrashs
    2026/04/12

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    Monatelang habe ich hilflos zugesehen, wie meine Acropora-Korallen eine nach der anderen abgestorben sind – trotz unauffälliger ICP-Werte, trotz Dippen, trotz Behandlung. Irgendwann war klar: Mit den klassischen Diagnosemitteln komme ich hier nicht weiter.

    In dieser Episode nehme ich euch mit zu einem Schritt, den ich so vorher noch nie gemacht habe: einem mikrobiologischen Beckentest. Gemeinsam mit Matthias Kählig Gründer und Inhaber von Pantagerm, und Torben Krebs, Laborleiter und Biologe bei der KAG, schauen wir uns die Ergebnisse meiner Proben live an – und versuchen herauszufinden, was wirklich in meinem Becken passiert ist.

    Was steckt hinter dem Test? Aus meinem Aquarium wurden Wasserproben, ein Biofilmabstrich sowie Korallengewebe eingeschickt. Über DNA-Extraktion und Next-Generation-Sequencing wird die bakterielle Gemeinschaft im Becken sichtbar gemacht – nicht durch den direkten Nachweis der Bakterien selbst, sondern über ihre genetischen Fingerabdrücke.

    Das Ergebnis war ernüchternd und erhellend zugleich: Eine massive Dominanz von Vibrio-Bakterien, kombiniert mit einer stark reduzierten Diversität. Als wahrscheinliche Ursache kristallisiert sich ein Programmierungsfehler in meiner GHL-Steuerung heraus, der zu Temperaturfluktuationen im Technikbecken geführt hat – ein Auslöser, auf den klassische Wasseranalysen keinen Hinweis gaben.

    Wir sprechen außerdem darüber, wie sich das Mikrobiom eines Beckens stabilisieren lässt, welche Rolle Diversität und Evenness dabei spielen – und was mich jetzt konkret erwartet auf dem Weg zurück zu einem gesunden System.

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    58 分
  • Episode 73: Der Kalkreaktor neu entdeckt - Special Guest D. Markus
    2026/03/27

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    📋 Shownotes

    In dieser Episode begrüße ich einen ganz besonderen Gast: Markus aus dem Raum Hamburg, der seit über 20 Jahren in der Meerwasseraquaristik aktiv ist und sein erstes SPS-Becken sage und schreibe 17 Jahre lang betrieben hat. Gemeinsam tauchen wir tief in ein Thema ein, das in der deutschen Aquaristik-Community zunehmend in Vergessenheit gerät – und das zu Unrecht: den Kalkreaktor.

    Die Episode deckt unter anderem folgende Themenbereiche ab:

    Grundprinzip & Aufbau Markus erklärt verständlich, wie ein Kalkreaktor funktioniert: CO₂ wird eingebracht, verbindet sich mit Wasser zu Kohlensäure, die wiederum ein Substrat (z.B. Korallengroß oder Aragonit) auflöst und so dem Becken Calcium-Ionen und Hydrogencarbonat zuführt – naturidentisch und ohne synthetische Chemie. Zur vollständigen Anlage gehören neben der Reaktorkammer auch eine Umwälzpumpe, CO₂-Flasche mit Doppelmanometer, Feinventil, Rückschlagventile, pH-Controller mit Magnetventil, pH-Sonde, Blasenzähler und idealerweise eine Entspannungskammer.

    Betrieb & Einstellung Der Reaktor arbeitet im pH-Bereich von 6,0–6,5 im Inneren. Die Steuerung erfolgt über Blasenzahl (CO₂-Zufuhr) und Durchflussmenge (Dosierpumpe). Ist er einmal eingestellt, läuft er weitgehend wartungsarm. Die CO₂-Flasche hält bei einer Blase pro Sekunde ca. drei Monate, das Substrat sollte alle drei bis vier Monate geprüft und ggf. erneuert werden.

    Offene vs. geschlossene Reaktoren Markus unterscheidet zwischen geschlossenen Systemen (Standardhandel) und offenen Systemen, die er selbst entwickelt und gebaut hat. Offene Reaktoren lösen das Problem der Fremdgasansammlung elegant – dafür werden sie im Handel kaum angeboten und müssen selbst konstruiert werden.

    Substrat-Auswahl Korallengroß liefert naturidentische Spurenelemente inklusive Strontium und Magnesium, bringt aber organische Rückstände mit. Markus empfiehlt deshalb ein intensives Vorwässern über mindestens zwei Wochen in Osmosewasser. Synthetische Substrate (z.B. Aragonit aus Bergbau) sind phosphatärmer, bieten aber weniger Spurenelementvielfalt.

    Warum der Kalkreaktor in Deutschland auf dem Rückzug ist Wir diskutieren ehrlich: Technische Affinität ist Voraussetzung, die initiale Investition schreckt ab – und der Wunsch nach Einfachheit dominiert den Markt. Dabei amortisiert sich ein Kalkreaktor bei einem entsprechend besetzten Becken oft schon nach rund einem Jahr.

    Praxiserfahrungen & erste Beobachtungen Ich berichte von meinen eigenen, überraschenden Beobachtungen nach wenigen Tagen Kalkreaktor-Betrieb: sichtbar klareres Wasser und ein deutlich breiterer Wachstumsrand bei meiner Tridacna. Markus ergänzt aus eigener Erfahrung, dass Importtiere in Kalkreaktor-Becken oft ohne große Eingewöhnungsphase sofort anschlagen.

    Tipp zur CO₂-Befüllung Ein praktischer Hinweis zum Schluss: CO₂-Flaschen sollten nach Gewicht befüllt werden – eine Kofferwaage ist beim Befüllvorgang Pflicht, um sicherzugehen, dass die Flasche tatsächlich voll ist.

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    1 時間 13 分
  • Episode 72: Neustart nach dem Sturm – Kalkreaktor, neues Riff und was vom Becken übrig blieb
    2026/03/21

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    Nach einer schwierigen Phase gibt es endlich wieder etwas zu berichten – auch wenn es nicht nur gute Nachrichten sind. Rund 99 % meiner Akroporen sind verloren gegangen, vermutlich durch eine bakterielle Infektion, auch wenn ich das bis heute nicht eindeutig belegen kann. Dips, Jodbehandlungen und eine ganze Reihe von ICP-Analysen haben das Geschehen leider nicht aufhalten können. Zwei kleine Ableger – eine Enzmann und eine Walt Disney – haben überlebt und zeigen inzwischen erste vorsichtige Wachstumszeichen. Ein kleiner, aber nicht unwichtiger Hoffnungsschimmer.

    Ich war ehrlich gesagt nah dran, das Handtuch zu werfen. Was mich davon abgehalten hat, war zum einen mein eigener Dickkopf – und zum anderen die Community, die mich in dieser Zeit mit bemerkenswerter Ausdauer begleitet und unterstützt hat. Dafür bin ich wirklich dankbar.

    Jetzt richtet sich der Blick nach vorne. Zwei größere Veränderungen stehen an: Das Riffscape wird komplett neu aufgebaut – diesmal mit künstlichen DD Reefsafer Rocks und dem Ziel, mein ursprüngliches Designkonzept endlich konsequent umzusetzen. Parallel dazu wechsle ich meine Kalkhaushalt Versorgung von Dosierung auf einen Zwei-Kammer-Kalkreaktor, den ich bereits in Betrieb genommen habe. Die Einrichtung hat mich einige Garagenrundtrips gekostet, aber der Reaktor läuft – und ich bin gespannt, was er aus meinem Becken macht.

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    41 分
  • Episode 71: Krone richten, aufstehen und weitermachen
    2026/02/28

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    In dieser Episode spreche ich offen über den massiven Crash meines Meerwasseraquariums: Innerhalb weniger Wochen habe ich nahezu alle Acropora verloren – vermutlich durch ein bakterielles Ungleichgewicht, trotz stabiler Wasserwerte und moderner Technik. Ich nehme euch mit in meine Ursachenanalyse, teile die emotionalen Tiefpunkte und spreche über meine nächsten Schritte zwischen Mikrobiom-Stabilisierung, möglichem Neustart und der Überlegung, künftig mit einem Kalkreaktor zu arbeiten.

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    45 分
  • Episode 70: Zu spät, zu krank, zu viel Technik – Willkommen 2026
    2026/01/11

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    Erste Episode 2026 und natürlich bin ich zu spät. Eine hartnäckige Erkältung, Urlaub und ein Abschäumer mit starkem Mitteilungsbedürfnis haben dafür gesorgt. In dieser Folge komme ich langsam wieder im neuen Jahr an, erzähle, wie mein Becken sich heimlich Richtung Süßwasser bewegt hat, warum meine Übertechnisierung ausnahmsweise hilfreich war und weshalb Nachdenken manchmal günstiger ist als neues Equipment zu kaufen. Ein entspannter Jahresstart mit kleinen Reef-Dramen, großen Aha-Momenten und einer ordentlichen Portion Selbstironie.

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    49 分
  • Episode 69: Mastertronic ist zurück, Phosphat lügt und Dennis baut fast ab
    2025/12/21

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    In dieser Episode gebe ich euch ein kurzes Update aus meinem SpiegelReef und nehme euch mit durch die typischen Höhen und Tiefen im Hobby. Ich erzähle, wie ich mal wieder in die Versorgungsfalle getappt bin, warum mein Mastertronic nach der Reparatur zwar zurück ist, aber das Phosphat-Thema am Ende an den Reagenzien lag und wie ich das mit einem anderen Test in den Griff bekommen habe.

    Außerdem berichte ich von meinem gestiegenen Verbrauch nach dem Einzug einer Tridacna maxima, wie ich Ausfällungen im Technikbecken reduziert habe und welche Stellschrauben bei UV, Ozon und Abschäumung bei mir gerade den Unterschied machen. Ein weiteres Thema sind Schwebstoffe im Becken: warum mehr Umwälzung durchs Technikbecken spürbar hilft und welche Umbauideen ich für die Rückförderung im Kopf habe.

    Dazu gibt es einen echten „Dennis-Moment“ inklusive kleiner Wassersauerei nach der Pumpenreinigung, ein kurzes Glasrosen-Update und meinen Testwechsel beim Salz von Fauna Marin auf Nyos, den ich jetzt langsam anlaufen lasse. Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Ausblick: Im Hintergrund laufen Phyto- und Zooplanktonkulturen stabil und ich spiele mit dem Gedanken, künftig stärker Richtung Zucht zu gehen.

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    48 分
  • Episode 68: ReefHangout 2: Volles Haus, volle Herzen
    2025/12/06

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    Was für ein unglaublich schönes zweites SpiegelReef Hangout! 🎉
    Ich bin immer noch völlig geflasht davon, wie viele großartige Menschen den Weg zu mir gefunden haben und wie viel positive Energie, gute Gespräche und echtes Community-Feeling an diesem Nachmittag und Abend entstanden sind.

    Es war einfach ein tolles Treffen – inspirierend, warmherzig, voller Austausch und Freude am gemeinsamen Hobby. Jeder einzelne Gast hat diesen Tag besonders gemacht, und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, euch alle hier zu haben.

    Und ganz ehrlich: Ich kann jetzt schon kaum bis zum nächsten Mal warten.

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    43 分
  • Episode 67: Das unsichtbare Leben – wenn Biologie das Aquarium trägt
    2025/11/01

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    Gestern war eigentlich nur Putztag im Technikbecken … und dann wurde daraus eine Expedition ins Reich der Schwämme, Röhrenwürmer und Mikro-Monster.
    Dennis entdeckt das wahre Rückgrat des Aquariums – die winzigen Bewohner, die im Schatten schuften, während wir uns über schöne Korallen freuen.

    In dieser Folge geht’s um Biofilme, Mikrobiome, Energieflüsse und die erstaunlichen Symbiosen, die unser Riff stabil halten.
    Warum „zu sauber“ manchmal das Schlimmste ist, wieso Technik nicht alles retten kann – und was passiert, wenn man plötzlich merkt, dass selbst der Abschäumer ein Biotop ist.

    Eine Liebeserklärung an das Leben, das man nur sieht, wenn man genau hinschaut.
    Oder wenn man zufällig das Technikbecken putzt. 🪸

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    46 分