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ST. PAULI POP

ST. PAULI POP

著者: Erik von St. Pauli POP
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概要

Was ist der St. Pauli POP Podcast?: “Ein launiges Tribünengespräch über den FCSP, die Mannschaft, das Viertel, Musik und Anekdoten rund um St. Pauli.” With love from Hamburg, St. Pauli.

erikpop.substack.comErik von St. Pauli POP
サッカー 社会科学
エピソード
  • Frühlingsgefühle auf St. Pauli
    2026/03/01
    Der Temperaturunterschied in der zugigen Ecke des Millerntorstadions, unsere bevorzugte Ecke der Nord vis-a-vis zur Gegengeraden, war um den Faktor eines Hochsommertages wärmer als beim letzten Heimspiel. Während ich meinen Nebenstehern gegen den HSV zuschauen konnte, wie das Bier in den Bechern gefror, schickte der Atlantik geradezu milden Nieselregen aus Westen ins angefeuerte Rund.Zu Gast waren die Freunde aus Bremen, allerdings lehnen diese gerade mit uns und auch mit ihren Rücken an der Wand; ein Sieg war für die Bremer Pflicht. Für unsere Boys das erst einmal leichteste machbarste Heimspiel auf längere Sicht.Das “Spitzenspiel der zweiten Liga”, wie Markus scherzte, war dann auch keines. Die beiden Mannschaften schoben mit einer Menge Angst in der Büx sich gegenseitig in den ungefährlichen Dritteln den Ball hin und her - wobei der SV Werder zwischenzeitlich nur mit sich selbst spielte, bei 70% Ballbesitz.Nur logisch, dass sich die Nervosität auch auf die beiden Torhüter auswirkte. Nach der Pause köpfte Hauke Wahl eine Rückgabe zum Bremer Torwart, die allerdings immer länger wurde, sodass der junge Bremer zwar seine Fingerspitzen aber nicht seinen Körper vor den Ball bekam. Ein Slapstiktor zum 1:0; egal, Hauptsache die Führung.Seinen eigene Slapstickdance vollführte dann Vasilj, der bei dem Versuch, eine Ecke zu entschärfen, ausrutsche und den Ball vor die Füße der eigenen Abwehr bugsierte. Wahl und Co. dengelten dann ziemlich Hektisch den Ball erst aneinander, dann Vasilj aus den zupackenden Händen. Milosevic musste für die Bremer dann nur noch volley einschießen, zum 1:1. …Oh, Moment, Willi ist im Studio … ich schalte rüber in die Schanze …Krokusse, Punkte und Barfuß-Explosionen: Ein Abend mit Willi und Erik nach zwei Siegen in FolgeChapters0:41 Frühling in Hamburg3:37 Heimspiel gegen Werder Bremen4:51 Spieler im Abstiegskampf8:44 Emotionale Explosion von Fujita10:37 Torwartleistungen im Fokus17:11 Der Kampf um den Klassenerhalt29:55 Teambuilding und Erwartungen35:39 Trainerwechsel und seine Auswirkungen40:01 Der Einfluss der Fans56:14 Unterstützung der Kulturszene1:02:28 Ausblick auf das Spiel gegen FrankfurtVon der Elbe weht ein Wind, der nicht mehr nach Winter schmeckt. Während draußen der Hamburger Frühling die Natur wachküsst, sitzen zwei Männer zusammen, die eigentlich über Fußball reden wollen – aber dabei viel mehr über das Lebensgefühl am Millerntor verraten.Ich sitze in der Ecke, die Luft riecht nach frisch dekantiertem Wein und der leichten Aufregung, die immer dann mitschwingt, wenn der FC St. Pauli plötzlich anfängt, die Gesetze der Logik zu biegen. Willi und Erik sind keine Analysten in sterilen Studios; sie sind Chronisten einer Stimmung.„Moin, moin“, schallt es durch den Raum. Es ist dieser typische Hamburger Doppelschlag, der alles gleichzeitig ist: Begrüßung, Bestandsaufnahme und ein Versprechen auf die nächsten sechzig Minuten.Die Natur explodiert – und die Boys in Brown auchWilli hat Erik ein Foto geschickt. Keine taktische Aufstellung, sondern Veilchen. Oder waren es Krokusse? „So explodierende Natur, die sich nach dem Winter den Weg nach oben gekämpft hat“, beschreibt Willi es. Es ist die perfekte Metapher für diesen Verein. Lange war es frostig, doch jetzt, im März 2026, bricht alles auf einmal durch den Asphalt.Erik lacht und erzählt von seiner Radtour am Morgen. Vier Grad, da musste er sich noch eine „Pereira-Lage“ überziehen. Ein kleiner Insider, eine Anspielung auf die Schichten, die man braucht, um in Hamburg zu überleben – sportlich wie meteorologisch. Doch die Kälte ist vergessen, wenn sie auf Joel Fujita zu sprechen kommen.Der Barfuß-MomentFujita ist das Gesicht dieses Aufschwungs. Erik bringt es auf den Punkt: „Barfuß wie Joel Fujita.“ Es geht um diese emotionale Explosion, um die Rückkehr von Schlüsselfiguren wie Eric Smith und Jackson Irvine, die dem Team ein Rückgrat geben, das im Abstiegskampf fast schon verloren schien.Es herrscht eine fast ungläubige Freude darüber, dass der Verein plötzlich entdeckt hat, dass es auch außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs Punkte zu holen gibt. „Das war unserem Verein ja gar nicht bewusst“, scherzt Willi mit diesem trockenen Humor, den man nur hat, wenn man schon zu viele bittere Auswärtsfahrten hinter sich hat.Zwischen Taktik und SubkulturDie beiden hangeln sich von Thema zu Thema. Es geht um Torwartleistungen, den Kampf um den Klassenerhalt und den Einfluss von Trainerwechseln. Aber ein St. Pauli Podcast wäre nichts ohne den Schwenk zur Kultur. Plötzlich landen wir im Westwerk, bei Konzerten und der Band Stone Foundation (hingehen!).Das ist das Faszinierende an diesem Gespräch: Der Ausblick auf das schwere Spiel gegen Frankfurt wird genauso leidenschaftlich diskutiert wie die Frage, welches DJ-Set man vor dem nächsten Konzert mitnehmen sollte. Es ist eine Symbiose aus Kiez-Kultur und Profisport.Der Blick nach vornWährend sie über...
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    1 時間 5 分
  • FC St. Pauli_ Stehplatz-Adel und andere Armleuchter
    2026/02/22
    Moin Moin, St. Pauli - hier kommt ein Rant-Reply ;)Jeder von uns hat mindestens eine “Bezugsgruppe” im Stadion, von der er weiß, wo er sie im Zweifel findet. Das geht mir auch so. Insgesamt sind es drei, wobei ich mich mit den Jungs vom Podcast derzeit meist in der zugigen Ecke zwischen Nord und Gegengeraden treffe. Auch da ist es bei attraktiven Spielen voll. Und auch da gibt es diese unangenehme Art St. Paulianer, über die “Philex 99” jüngst ein Video gemacht hat. Dieser Blog/Podcast ist ein Reply - inkl. einer persönlichen Anekdote.Das Problem heißt Arschloch-AttitudeIch gehe seit über 30 Jahren zum FC St. Pauli und kann euch berichten, auch Dir Phil, das Problem mit den “Fans” mit eingebauter Vorfahrt gibts nicht nur auf der Gegengeraden (obwohl mal interessant wäre zu erfahren, ob die SUV-Verbreitung und die “Hier stehen wir schon immer”-Attitude korreliert?). Meine kleine Geschichte spielt auf der Nord. Deswegen würde ich sagen: das Problem haben wir überall dort, wo alte weiße Männer auf Stehrängen sich einfinden. Wohl der einzige Grund, warum es ähnliches nicht von der Haupt zu berichten gibt ;)Bundesligasaison 2010/2011 - NordkurveNach dem vorletzten Aufstieg im Frühjahr 2010 wurde es auf der alten Nord in meiner Wahrnehmung noch enger, als dieses Mal auf der neuen. Ich hatte damals gerade keine Dauerkarte und stellte mich, wie viele St. Paulianer:innen mitten in der Nacht bei jedem Wetter vor das Ticketcenter, um Karten zu ergattern. Meist Nord - die Gegengerade war damals schon eine Art closed shop.Mit der Twitter Crowd traf ich mich dann, wie eigentlich immer seit 30 Jahren, mindestens 90 Minuten vor Anpfiff in der Ecke zur Gegengeraden. Meist war um diese Zeit noch viel Platz - eng wurde es erst später.Zum ersten Heimspiel des Jahres 2011 gegen den SC Freiburg, das später wegen des stadionweiten Jolly Rouge in die Vereinsgeschichte eingehen sollte, wurde es besonders voll.Neben mir stand ein Mitte 40 Jahre alter Mann in Kutte, der gerade einem anderen erklärte, dass er hier nicht stehen könne. Da kämen noch zehn!Wie sich herausstellte, hatte der so angeschnauzte sein Ticket für 100 EUR auf einem illegalen Zweitmarkt erworben, war das erste Mal am Millerntor; weswegen er sich anschickte, kleinlaut der rüden Anweisung zu folgen.Nix da, intervenierte ich; wer zuerst kommt, steht zuerst. Besetzen gibt es am Millerntor nicht. (Zusammenkuscheln schon, aber das ist eine anderes Mindset).“Wir stehen schon seit der Regionalliga hier”“Wir stehen schon seit der Regionalliga hier”, erklärte sich der Mann nun mir gegenüber. Als ob das ein Recht begründet, andere von den Stehtarversen zu mobben. “So?”, antwortete ich ruhig, “da hab ich dich gar nicht gesehen”.Vielleicht lag es daran, dass ich (für diejenigen, die mich nicht kennen) damals noch so aussah, als wäre es keine gute Idee, meine Überzeugungen herauszufordern. (Heute wäre ich gespannt, was passierte, würde man das “Awareness Team” des FCSP beauftragen, das Problem zum Ausgang zu begleiten?).Inzwischen trafen einige seiner Freunde ein, es wurde geschubst und gemeckert, aber am Ende gab die Truppe nach und verzog sich unter Abgesang schmutziger Lieder nach unten. (Dort pöbelten sie dann die Kinder am Zaun an, dass sie nix sehen könnten - aber das ist eine andere Geschichte, unterstreicht aber vielleicht, wie asozial diese Typen sind).Es gibt kein Recht auf denselben Stehplatz. Ende der Diskussion!Es wäre schön, wenn auch der Verein dies mal klarstellen würde: es gibt kein Recht auf eine private Ecke im Stadion. Und dabei ist es unerheblich, wie lange man dort schon steht oder wieviele echte oder imaginierte Verdienste man um diesen Verein hat. Punkt!(Die organisierten Supportblöcke auf der GG, Nord und Süd würde ich hier ausnehmen - aber da sind sowieso alle 2h vorm Anpfiff da in der Regel)Wer mit seiner Gruppe an einem bestimmten Platz stehen möchte, der kommt 90 Minuten vor Anpfiff, wie wir alle. Besetzen ist wirklich wie Handtücher abends auf Liegen verteilen; es ist so erbärmlich wie unstpaulianisch. Mir sind bisher nur alte weiße Männer mit Agenturhintergrund negativ aufgefallen, was einem gewissen Muster folgt.“Das ruckelt sich schon zurecht”Auch ich war mal neu am Millerntor. Auch ich habe Platz gemacht, wenn jemand verbal oder anders mit zeigte, dass er hier stehen will/darf/muss. Aber ich habe auch - und überwiegend - andere Erfahrungen gemacht. “Das ruckelt sich schon zurecht”, sagte mir einer mal auf der alten Gegengeraden, “nach dem ersten Tor steht hier sowieso keiner mehr an dem Platz, an dem er vorher stand”.Zusammenrücken statt Besetzen, darauf können wir uns doch bitte einigen, oder muss ich erst laut werden? Get full access to Erik von St. Pauli POP at erikpop.substack.com/subscribe
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    16 分
  • St. Pauli Vibes auf Mallorca
    2026/02/16

    Es gibt Tage, da musst du einfach raus. Wenn der Hamburger Nieselschnee sich wie eine kalte, nasse Decke über dein Bewusstsein legt und die Trümmer der letzten Niederlage (dieses verdammte Leverkusen-Spiel!) noch in deinen Knochen stecken, hilft nur die Flucht. Ein Ticket, ein Flieger, und plötzlich stehst du nicht mehr an der Feldstraße, sondern im grellen Licht der mallorquinischen Sonne. 15 Grad. Ein Hauch von Frühling, der sich anfühlt wie der erste Schluck eines eiskalten Cerveza nach einem langen Winter, mit gefrierendem Astra.

    Vor dem Stadion gibt's eine kleine Bar mit starkem Café und lokalem Bier für nach dem Spiel.

    Willkommen im Estadio Municipal Ses Forques. Willkommen in Porreres.

    Ich bin hierhergekommen, um den Kopf frei zu kriegen, doch der Fußball verfolgt mich wie ein süchtiger Geist. Ich stehe am Sonntag um 12 Uhr mittags am Rand dieses beschaulichen Platzes, der seit über hundert Jahren – die Unió Esportiva Porreres wurde 1923 gegründet, als man hier wahrscheinlich noch mit Lederbällen gegen die bleierne Franco-Zeit ankickte – das emotionale Zentrum dieses Dorfes ist. Die Farben? Rot und Weiß. Die Stimmung? Pur. Es riecht nach gewässertem Kunstgras, scharf gebranntem Kaffee und der verzweifelten Hoffnung, die nur die vierte Liga (Segunda Federación) bieten kann.

    Blick auf die Tribüne.

    Auf dem Papier ist es Porreres erste gegen die Reserve des FC Girona. In der Realität ist es ein Kampf gegen das Schicksal eines Absteigers.

    St. Pauli-Vibes unter Palmen

    Man sagt, man kann den Verein wechseln, aber nicht die Neurose. Und da sitze ich nun, tausende Kilometer vom Millerntor entfernt, und was sehe ich? St. Pauli-Vibes. Oder Altona 93-Vibes, für die Feinschmecker unter euch. Das Spielniveau hat diesen herrlichen, kantigen Regionalliga-Charme. Es ist ehrlich, es ist schmerzhaft, und es ist verdammt schön es anzusehen und dabei in die Sonne zu blinzeln.

    Porreres rennt. Sie beißen. Aber zur Halbzeit steht es 0:2. Javi Sarasa hat sie schon in der 6. Minute eiskalt erwischt, und kurz vor dem Pausenpfiff legte Carles Garrido nach. Ein Schlag in die Magengrube, den jeder Fan von Braun-Weiß im Schlaf mitsingen kann. Die Sonne brennt auf die Flutlichter – diese „Love-Lights“, wie mein Gehirn sie im Rausch der Euphorie umtauft –, und ich denke: Wie schön doch Flutlichtmasten sind. Ich werde nostalgisch.

    Zweite Halbzeit: die Hoffnung lebt auch hier …

    Dann passiert es. Die zweite Halbzeit beginnt, und dieses Team in Rot fängt an zu glauben. Es ist dieser Teamgeist, den wir am Millerntor so oft beschwören und so selten in Punkte ummünzen können. In der 64. Minute gibt es Elfmeter. De Tomás tritt an. Der Ball zappelt im Netz. 1:2.

    Plötzlich ist da Lärm im Ses Forques, kein Murmeln mehr, sondern ein Brüllen. Es ist die pure, unfiltrierte Lust am Widerstand. Ich sehe Parallelen, die mich noch nostalgischer machen. Diese jungen Talente, dieser strategiefreie Wahnsinn, das letzte Aufgebot, das sich weigert, einfach umzukippen. Es ist Fußball in seiner reinsten Form: Ein Dorf gegen die Übermacht vom Festland, ein Gefühl von Wir gegen die Statistiken des modernen Fußballs.

    Der Kater und die Erkenntnis

    Noch eine Ecke … und das wars.

    Am Ende reicht es nicht. Girona schaukelt das Ding über die Zeit. 1:2. Die Gesichter der Einheimischen sind gezeichnet von jener Mischung aus Stolz und Erschöpfung, die man nur kennt, wenn man alles gegeben hat und trotzdem mit leeren Händen dasteht. Es gibt sogar noch n Tumult mit Spielertraube zum Abpfiff. Porreres kennt die Tragik auch, so viel ist sicher.

    Was bleibt? Ein Sonnenbrand auf der Nase, ein leerer Becher und die Erkenntnis, dass Fußball überall gleich wehtut und gleich gut. Ob im Nieselregen von Hamburg oder unter den Pinien Mallorcas. Die UE Porreres mag auf Platz 17 der Tabelle hängen, genau wie unsere Jungs im Keller der Bundesliga darben, aber solange da noch dieser Funke ist, dieser „Mir-doch-egal-und-Spaß-dabei“-Vibe, ist nichts verloren.

    Nächste Woche bin ich wieder am Millerntor. Der Hamburger Regen wird mich empfangen wie ein alter, mürrischer Freund. Aber in meinem Kopf brennt noch das Licht von Ses Forques.

    Porreres, du schönes patiniertes Stück Fußball geschichte – ich komme wieder. Aber nur, wenn ihr weiter so kämpft, ob ihr dabei gewinnt, ist mir Sopa.



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    30 分
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