Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko – aber wo bleibt der Sport? Steffi und Micha nehmen sich in dieser Episode die SZ-Sonderserie „Und nun zur WM“ vor – ein Podcast von moderiert von Anna Dreher, mit den Süddeutsche-Zeitung-Korrespondenten Boris Herrmann und Martin Schneider. Das Urteil: eine klare Empfehlung für alle, denen Fußball zu selten politisch gedacht wird. Themen, die wir besprechen Was steckt hinter „Und nun zum Sport – Sonderserie WM 2026"? Das Format der Süddeutschen Zeitung ist kostenfrei zugänglich – für Steffi und Micha ein ausdrücklich lobenswerter Ausnahmefall, weil sich die meisten SZ-Podcasts hinter der Paywall befinden. Infantino, Trump und die FIFA-Symbiose – Die Auslosungszeremonie mit Tom Brady, Shaquille O'Neal, Aaron Judge und Wayne Gretzky als „Glücksfeen" illustriert, wie politisch aufgeladen das Turnier von Anfang an inszeniert wurde – inklusive eines eigens für Trump ausgelobten FIFA-Friedenspreises. Ein historisches Novum: Ausrichterland gegen Teilnehmerland – Zum ersten Mal in der FIFA-Geschichte führt ein Gastgeberland (USA) Krieg gegen ein teilnehmendes Land (Iran). Steffi und Micha schildern, unter welchen Bedingungen die iranische Mannschaft überhaupt einreisen darf – tageweise, ohne alle Betreuer, mit Camp in Mexiko. Dynamische Ticketpreise und das Ende des Normalos im Stadion – Das teuerste Finalticket lag auf dem Zweitmarkt bei elf Millionen Dollar. Steffi erklärt das Prinzip dynamischer Preise anhand des Taylor-Swift-Vergleichs – und beide sind sich einig: Echte Fußballatmosphäre ist unter diesen Umständen kaum noch vorstellbar. ICE und die Stimmung auf den Straßen – Die US-Einwanderungsbehörde sorgt auch rund um WM-Städte für Unsicherheit, besonders für Latinos. Die SZ-Korrespondenten prophezeien unschöne Szenen – Steffi und Micha teilen diese Einschätzung. 48 Teams, Sechzehntelfinale und eine künstlich gestreckte Gruppenphase – Micha erklärt, warum das neue Format der Runde der 32 die sportliche Spannung in der Vorrunde deutlich mindert. Steffi gewöhnt sich noch an das Wort „Sechzehntelfinale". Kanada, Mexiko und die Stimmung im Dreiländerturnier – Kanadische Tickets verkaufen sich schlecht (politische Gründe liegen nahe), in Mexiko dagegen ist echte Fußballbegeisterung zu erwarten. Trinkpausen für TV-Werbung komplettieren das Bild einer stark amerikanisierten Veranstaltung. Deutschlands Gruppe E – Deutschland trifft auf Curaçao, Ecuador und Elfenbeinküste. Steffi wusste nicht, dass Curaçao eine Nationalmannschaft hat; Micha klärt auf, dass alle Spieler in den Niederlanden ausgebildet wurden und das Spiel kein Selbstläufer wird. Unser Fazit „Und nun zur WM" ist kein reiner Fußball-Podcast – und das ist sein größter Vorzug. Wer verstehen will, was dieses Turnier politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutet, bekommt hier fundierte Einordnung von Leuten, die gerade vor Ort sind. Steffi wird die Serie während der gesamten WM weiterverfolgen. Eine klare Empfehlung, auch für Menschen, die sich sonst wenig für Fußball interessieren. Resonanz & Replik erscheint wöchentlich – jeden Montag ein neuer Podcast, eine neue Meinung. Instagram: Resonanz und Replik Resonanz: feedback@resonanz-replik.de Redaktion und Produktion: Eufoniker Unterstützt uns bei Steady: https://steady.page/de/resonanz-replik/about Credits: https://www.sueddeutsche.de/sport/und-nun-zum-sport-podcast
続きを読む
一部表示