エピソード

  • 21. Spinosaurus mirabilis – Das letzte Einhorn unter den Spinosauridae
    2026/02/27

    Mit der Entdeckung von Spinosaurus mirabilis erweiterte sich vor genau einer Woche das Bild der wohl rätselhaftesten Raubdinosaurier-Gruppe überhaupt. Der Fund aus dem zentralen Sahara-Becken in Niger offenbart eine spektakuläre Besonderheit dieser zweiten Spinosaurus-Art: einen markant geschwungenen, säbelartigen Schädelkamm, der zu Lebzeiten vermutlich von einer auffälligen Horn- oder Keratinschicht überzogen war. Gleichzeitig widerspricht der Fund bisherigen Vorstellungen, dass Spinosaurier primär küstennahe Lebensräume bevorzugten.

    Spinosaurus mirabilis lebte offenbar weit im Landesinneren, bis zu 1.000 Kilometer von der damaligen Küstenlinie entfernt, in einem von Flusssystemen durchzogenen Waldgebiet. Statt ein Meeresräuber zu sein, war er vermutlich ein Wat- und Uferjäger in ausgedehnten Flusslandschaften. Gemeinsam mit dem Paläontologen Maximilian Kellermann, der bereits zuvor zu Gast war, ordnen wir die Entdeckung in die Evolution von Spinosaurus ein - eine Geschichte die noch lange nicht vollständig erzählt ist!

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    ©Bildcopyright: Dani Navarro

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    53 分
  • 20. Pelagornithidae – Die größten Vögel, die jemals den Himmel beherrschten
    2026/02/20

    Mit Flügelspannweiten von über fünf Metern gehörten die Pelagornithidae zu den imposantesten und größten Vögeln, die jemals geflogen sind. Diese sogenannten Pseudozahnvögel überflogen vom Paläozän bis zum Pliozän alle Ozeane und Meere der Welt. Charakteristisch waren ihre knöchernen, zahnähnlichen Fortsätze am Schnabel – eine spektakuläre Anpassung an das Leben als Hochseejäger.

    Mit dem Paläornithologen und Ornithologen Gerald Mayr blicken wir auf eine faszinierende Vogelfamilie, die erst vor wenigen Millionen Jahren verschwunden ist, und auf die Frage: Wie konnten Vögel wie Pelagornis chilensis, eine Art aus dem Miozän Chiles, beschrieben von Mayr, mit einer Flügelspannweite von rund 17 Fuß – also über fünf Metern – eigentlich fliegen?

    Hier findet ihr den Link zum angesprochenen Paper: https://royalsocietypublishing.org/rsos/article/13/2/251840/480278/The-largest-extinct-volant-bird-Pelagornis-could

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    ©Bildcopyright: Liz Bradford

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    1 時間 1 分
  • 19. Ammoniten – Evolutionäre Erfolgsgeschichte über 350 Millionen Jahre
    2026/02/13

    Über mehr als 350 Millionen Jahre hinweg prägten Ammoniten die Weltmeere und entwickelten sich zu einer der erfolgreichsten Tiergruppen der Erdgeschichte. Ihre charakteristischen spiraligen Gehäuse sind heute Leitfossilien der Paläontologie und erlauben detaillierte Einblicke in Evolution, Umweltveränderungen und Massenaussterben.

    Zusammen mit Paläontologe René Hoffmann von der Ruhr-Universität Bochum werfen wir einen genaueren Blick auf den Körperbau der Ammoniten. Wie funktionierte ihre Schwimmtechnik? Warum entwickelten Ammoniten eine solche Vielfalt an Gestalten, von glatt bis extrem ornamentiert? Und hatten Ammoniten vielleicht einen Tintenbeutel, so wie heutige Kopffüßer?

    Den Trailer zu "Ammoniten - Schönheit gebannt in Stein" gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=NYzivam--1M

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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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    1 時間 15 分
  • 18. Plesiosaurier – Mit langen Hälsen durch die Meere der Vorzeit
    2026/02/06

    Mit ihrem langen Hals, dem kleinen Kopf und vier paddelartigen Flossen gehören Plesiosaurier zu den bekanntesten Meeresreptilien der Erdgeschichte. Ihr ungewöhnlicher Körperbau machte sie perfekt an das Leben im offenen Ozean angepasst – und wirft bis heute Fragen zur Fortbewegung, Jagdstrategie und Ernährung auf. Von schnellen Kurzhalstypen bis zu langhalsigen Formen mit dutzenden Halswirbeln zeigt diese Gruppe eine bemerkenswerte Vielfalt.

    Die wissenschaftliche Entdeckung der Plesiosaurier ist eng mit der Fossiliensammlerin Mary Anning verbunden, die im 19. Jahrhundert einige der ersten spektakulären Skelette an der englischen Jurassic Coast fand. Heute werden Plesiosaurier auf der ganzen Welt entdeckt, auch bei uns in Deutschland. Gemeinsam mit Paläontologe Sven Sachs schauen wir uns heute bei Paläotalk Körperbau, Lebensweise, Ernährungsstrategien und die vier westfälischen Plesiosaurier an, die zum Fossil des Jahres 2026 ernannt wurden.

    Mehr zu Sven findet ihr auf seiner Website: https://www.sachspal.de/de/startseite/

    Infos zu den vier westfälischen Plesiosauriern gibt es hingegen hier: https://www.palaeontologische-gesellschaft.de/ueber-uns/fossil-des-jahres

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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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    1 時間 4 分
  • 17. Beißkraft – Wie Paläontologen Kräfte aus Fossilien berechnen
    2026/01/30

    Wie stark konnte ein Dinosaurier wirklich zubeißen? Und wie lassen sich Kräfte messen, die seit Millionen von Jahren nicht mehr wirken? Die Rekonstruktion von Beißkräften gehört heute zu den zentralen Fragen der funktionellen Paläontologie – und ist zugleich ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Technik die Fossilforschung verändert.

    Mithilfe computergestützter Modelle, biomechanischer Analysen und digital rekonstruierter Schädel berechnet Wirbeltierpaläontologe Stephan Lautenschlager, Senior Lecturer für Paläobiologie an der University of Birmingham, Belastungen, Muskelkräfte und Bewegungsabläufe ausgestorbener Wirbeltiere. So wird sichtbar, wie sich Form und Funktion im Laufe der Evolution bei Dinosauriern entwickelt haben.

    Schaut auch gerne mal bei Stephan vorbei: https://stephanlautenschlager.com

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    ©Bildcopyright: Stephan Lautenschlager

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    45 分
  • 16. Tameryraptor markgrafi - Ein neuer, alter Carcharodontosaurus aus Ägypten
    2026/01/16

    Auf über 80 Jahre alten Archivfotos haben Paläontologen die Überreste eines riesigen, bislang unbekannten Raubdinosauriers aus Ägypten identifiziert. Sein Originalskelett wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff zerstört – und so hielt man den Räuber lange Zeit für den bekannten Carcharodontosaurus. Erst die erneute Analyse des Bildmaterials brachte seine wahre Identität ans Licht!

    Paläontologe Maximilian Kellermann hat sich während seiner Masterarbeit an die alten Fotos von den zerstörten Fossilien drangesetzt und nebenbei eine ganz neue eigene Carcharodontosaurus-Art beschrieben: ⁠Tameryraptor⁠, der „Räuber aus dem geliebten Land“.

    Das Paper zu Tameryraptor: https://www.researchgate.net/publication/388003458_Re-evaluation_of_the_Bahariya_Formation_carcharodontosaurid_Dinosauria_Theropoda_and_its_implications_for_allosauroid_phylogeny

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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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    31 分
  • 15. Fayolia sterzeliana – Von Haieikapseln und dem Fossil des Jahres 2025
    2026/01/01

    Unspektakulär klein und doch von großer Bedeutung: Fossile Haieikapseln liefern seltene Einblicke in die frühe Evolution der Knorpelfische. Mit Fayolia sterzeliana wurde 2025 ein solches Fossil zum „Fossil des Jahres“ gekürt – ausgezeichnet von der Paläontologischen Gesellschaft für seine außergewöhnliche wissenschaftliche Aussagekraft. Der Fund stammt aus dem Unterkarbon von Chemnitz-Borna und Chemnitz-Glösa und ist rund 330 Millionen Jahre alt.

    Die Eikapseln stammen von mindestens zwei verschiedenen Arten früher Süßwasserhaie und stellen die bislang ältesten bekannten Fossilien dieses Typs dar. Gemeinsam mit dem Paläontologen und Hai-Experten Jan Fischer sprechen wir heute über die Bedeutung von Fayolia sterzeliana, über die Vielfalt fossiler Hai-Eikapseln und darüber, warum diese seltenen Fossilien häufig mit Pflanzenresten verwechselt werden.

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    ©Bildcopyright: Museum für Naturkunde Chemnitz

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    48 分
  • 14. Partula-Baumschnecken – In der Natur ausgestorbene Arten
    2025/12/26

    Partula-Baumschnecken galten in der Natur als ausgestorben – heute sind sie ein Symbol für internationalen Artenschutz. Seit 2021 beteiligt sich der ⁠Zoo Schweri⁠n gemeinsam mit dem Grünen Zoo Wuppertal am europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der ⁠Moorea-Baumschnecke⁠. Bereits über 6.000 Tiere wurden aus verschiedenen Zoos zurück nach Französisch-Polynesien gebracht – darunter mehrere Hundert aus Schwerin. Nach einer erfolgreichen Auswilderung im Herbst 2024 folgte nun die nächste Rückkehr in die Heimat der Schnecken.

    Doch warum verschwanden die Tiere überhaupt? Invasive Arten wie die Rosige Wolfsschnecke haben seit den 1960er-Jahren fast alle der ursprünglich 51 Partula-Arten vernichtet – mindestens 29 gelten heute als ausgestorben. Welche Rolle zoologische Einrichtungen beim Schutz dieser einzigartigen Schnecken spielen, wie Wiederansiedlungen in Moorea ablaufen und warum Arten überhaupt in der Natur aussterben, dazu Sabrina Höft, Kuratorin im Zoo Schwerin.

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    ©Bildcopyright: Zoo Schwerin

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    45 分