Untersuchungen fossiler Haut- und Haarstrukturen von Sinopterus dongi aus der frühen Kreidezeit zeigen, dass diese Tiere möglicherweise schillernde Farben besaßen – ähnlich wie heutige Kolibris. Verantwortlich dafür waren komplexe Nanostrukturen in pigmenthaltigen Zellorganellen, den sogenannten Melanosomen, die Licht auf besondere Weise reflektierten. Besonders bemerkenswert ist der Nachweis einer sogenannten photonic structure, einer regelmäßig angeordneten Schicht aus stabförmigen Melanosomen.
Computermodelle legen nahe, dass dadurch je nach Blickwinkel irisierende Grün-, Blau- und Magentatöne entstanden. Die Studie liefert damit den ersten direkten Nachweis strukturell erzeugter Irisierung bei Flugsauriern. Gemeinsam mit dem Paläontologen Denis Theda sprechen wir über diese außergewöhnliche Entdeckung, die Farbgebung von Flugsauriern und die Frage, ob Pterosaurier möglicherweise eine Art feines „Federkleid“ besaßen.
Erstes Paper über Sinopterus und seine Ernährungsweise: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095927325006759
Hier das zweite Paper rund um das "Federkleid" und die Farben bei Sinopterus: https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.05.06.723168v1
Bevor ich es vergesse, gibt es hier noch das Paper zu den leuchtenden Schädelkämmen bei Helmkasuaren: https://www.nature.com/articles/s41598-026-40230-1
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
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