エピソード

  • #153 Kein leeres Glas in Elixhausen
    2026/06/04
    Ein Wochenende mit einer Geburtstagsparty, die eine riskante Prämisse hatte: kein Glas darf leer sein. Lukas und Isabel landen dabei endlich in einem Hotel, in das sie schon längst wollten – dem Romantik Hotel Gmachl in Elixhausen, dem ältesten Hotel Österreichs. Eine tolle Übernachtung, neue Leute, gute Gespräche. Was haben wir wieder daraus gelernt? Die Erkenntnis, dass man sich auf Dinge einlassen muss, um festzustellen, dass sie gut waren. Auch wenn das eben bedeutet die eigene Komfortzone zu verlassen. Lukas ruft beim Kundenservice der Wiener Netze an und stellt fest, warum er zwei Stromrechnungen bekommt – und wechselt. Dazu eine These, die ihn nicht mehr loslässt: Wer teuren Wohnraum für Kisten nutzt, verschwendet seine wertvollsten Quadratmeter. Lagerflächen als Anlage findet er ein gutes Investment. Und dann ein kleiner Ausflug zum pathologischen Sozial-Phänomen Christian Wolf – sektisches Verhalten im Health-Bereich, Produktversprechen die nie halten, und warum das gerade dort besonders problematisch ist.
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    57 分
  • #152 Was uns früh prägt, das bleibt
    2026/05/28
    Ein Kind ist zum ersten Mal auf Schulreise. Das gibt Raum für Quality time - aber ist das auch tatsächlich so? Lukas hat auf der Fahrt nach Kärnten ein Hörbuch über Niels Bohr und Albert Einstein gehört, was eine Grundsatzdebatte lostritt: Ist kooperatives Verhalten angeboren oder gelernt? Francis Fukuyamas „The Origins of Political Order" liefert den Rahmen: Aus tiefst egoistischen Motiven entsteht reziproker Altruismus – und das erklärt vielleicht mehr über Verwandtschaft, Freundschaft und gesellschaftliche Verantwortung, als einem lieb ist. Ein Wochenende in Kärnten, eine 40er-Geburtstagsfeier, alte Schulfreunde. Menschen, die einen noch kennen, bevor man wurde wer man ist. Die Folge landet bei der Frage, warum frühe Freundschaften anders haften als spätere – und warum der Einfluss von Peers in der Adoleszenz den der Eltern überwiegt. Dazwischen: Lukas und Isabel merken, dass sie gerade nicht richtig konnektet sind. Eine Tennismetapher für Vermögensaufbau. Und – erstmals – schaut jemand zu und man spürt, dass das die Dynamik ändert.
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    42 分
  • #151 Alles, was nicht eindeutig ist, ist Kunst
    2026/05/21
    Lukas begrüßt am Supercharger eine Fremde als „Tina“ – sie ist es nicht und trifft im Handyshop eine ausgewachsene “Karen”. Und nach verregneten Tagen in Jesolo, einem Pflichtabstecher in ein Outlet-Center und einer Buchung über Booking.com, die besser gelaufen wäre, landen die beiden in Venedig. Der österreichische Pavillon zeigt „SEAWORLD VENICE“ von Florentina Holzinger – und wer eine Gruppenausstellung erwartet, liegt falsch. Nackte Performerinnen, eine schlafende Frau in gefiltertem Fremdurin, Putzfrauen als Teil des Kunststücks – und als Highlight zur vollen Stunde: Holzinger selbst klettert kopfüber in eine riesige Glocke und wird zu ihrem eigenen Klöppel. Die zwölfjährige Tochter fragt: Warum müssen es Frauen sein? Lukas findet derweil sein neues Lieblingszitat: Alles, was nicht eindeutig ist, ist Kunst.
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    42 分
  • #150 Die Eigenheit als Marke
    2026/05/14
    Benjamin von Stuckrad-Barre fiel es auf und sprach es an: Die Hälfte der Kommentare des OMR-Podcasts ist Kritik an Philipp Westermeyer’s Nuscheln. Was andere als Makel lesen, ist aber seine Besonderheit. Eine offensichtliche Schwäche nicht verstecken, sondern zum USP machen. Udo Lindenberg hat es vorgemacht – das Trinken auf der Bühne war anfangs Angstbewältigung, am Ende Trademark. Der Hamburger Style-Influencer Ben Bernschneider bekommt einen Kommentar: overdressed. Seine Antwort: Das gibt es nicht. Nur in fremden Normsystemen. Das zieht Lukas und Isabel hinein in die Frage, warum Männer Mode so selten ernst nehmen – und ob das überhaupt stimmt. Die Demokratisierung von Kleidung hat Statussignale unleserlich gemacht. Und wer Entscheidungsmüdigkeit als Argument für das immer gleiche Outfit benutzt, sollte es zumindest einmal bewusst gewählt haben.
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    42 分
  • #149 Welcher Beruf für mein Kind?
    2026/05/07
    Eine Nachricht eines Freundes früh morgens bringt Isabel und Lukas direkt zum Thema: Ist ein Studium in der KI-Ära noch sinnvoll? Lukas bricht den Wert einer Ausbildung auf drei Komponenten herunter – Inhalt, Netzwerk, Signal – und kommt zum Schluss: Der langfristig wertvollste, aber am wenigsten greifbare Teil ist die unbeschwerte Zeit selbst. Die Phase, in der man noch für niemanden verantwortlich ist, keine Verbindlichkeiten hat, sich irren darf. Entschleunigung als Investition. Und nebenbei: Handwerk als das unterschätzte Fundament – nicht digitalisierbar, extrem stabil, krisenfest. Am Ende landet die Folge bei einer scharfen Dichotomie im Berufsleben: Corporate heißt anpassen, Unternehmertum heißt querlegen. Aber stimmt das auch? Dazwischen: der Sachertorte-Chef, der Lehrlinge danach auswählt, ob sie für irgendetwas brennen – nicht unbedingt für sein Fach. Und Zuckerberg, der Yahoos Milliarde ablehnt. Lukas hat gerade Francis Fukuyamas „Origins of Political Order“ bestellt – ein Buch über politische Ordnungssysteme, das mit seinem Berufsalltag rein gar nichts zu tun hat. Genau deshalb schärft es den Blick.
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    38 分
  • #148 Die Zugbuchung
    2026/04/30
    Nach einem sehr erfolgreichen Family Health Day ist Isabel in einem tiefen Energie-Loch und Lukas hat die passenden Vergleiche parat. Was folgt, ist eine kurze Rekapitulation zum Event: ausverkauft, niederschwelliger Zugang zu Gesundheit und Vorsorge, über 100 Leute beim Cholesterin-Chec und der HPV Impfung.. Panels zu Adipositas, Krebsvorsorge, Herz-Kreislauf und Medienkompetenz – mit der Wiener Bürgermeister-Stellvertreterin Bettina Emmerling am Tisch. Die Mission war, Gesundheit niederschwellig zu machen.Und es hat mit viel Freude und Energie richtig gut funktioniert. Dennoch versinken Lukas und Isabel gemeinsam in einem Westbahn-Buchungskaninchenloch. Screenshots, Diskussion über Vierer-Insel vs. Abteil, Vorteilscard, Komfort-Klasse – und die Erkenntnis, dass das graue Rechteck im Buchungs-Graphic einfach der Tisch ist. Komplizierter als gedacht, einfacher als erhofft. Außerdem: Lukas hat mit Tochter Alma eine ARTE-Doku über Mark Rothko geschaut, der mit einem Fun Fact zum idealen Betrachtungsabstand seiner Bilder endet.
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    36 分
  • #147 Die Tyrannei der Aufmerksamkeit
    2026/04/23
    Wer sich heute sechs Stunden nicht meldet, gilt als tot. WhatsApp, Smartphones und permanente Erreichbarkeit haben eine neue Normalität geschaffen – und Menschen können gar nichts dafür: Das dopaminerge System wird durch jede Notification so präzise getriggert, dass Willenskraft allein keine faire Antwort ist. Ein globales Experiment ohne Kontrollgruppe. Für Lukas und Isabel ist klar: Gerade wegen der Kinder muss man es vorleben – und so wird das Thema auch beim anstehenden Family Health Day nicht fehlen. Außerdem: Der Burger vom El Reno Grill hat Lukas begeistert – Geschmack und Verpackung perfekt. Das führt zur These, dass der Stellenwert des Kochens sinkt: In Städten ist Spitzenessen überall verfügbar, in Manila entstehen Condominiums angeblich schon ohne Küchen. Wie Mode – niemand strickt mehr selbst. Lukas’ logische Konsequenz: die Kaffeemaschine verkaufen, Cappuccino lieber beim Lieblingslokal holen. Und Isabel nimmt sich vor, endlich ihren Vorsorge-Check zu machen: Blutbild, Nährstoffinfusion und Herz-Kreislauf-Status – denn Herz-Kreislauf ist das größte Gesundheitsrisiko für Frauen.
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    34 分
  • #146 Nie gut genug
    2026/04/16
    Lukas hat ein Viktor-Frankl-Zitat mitgebracht, das diese Folge eigentlich schon im ersten Satz zusammenfasst: “Wer eine Situation nicht ändern kann, ist gefordert, sich selbst zu ändern.” Was folgt, ist ein ehrliches, manchmal unbequemes Gespräch über das, was Isabel und Lukas seit Jahren begleitet und immer wieder zum Hauptkonfliktpunkt wird – ihre grundverschiedenen Coping-und Konfliktlösungs-Strategien. Während Isabel eher mit Optimismus und Gelassenheit durch die Welt geht, kämpft Lukas mit dem permanenten Drang zum Optimieren: dem inneren Kritiker, der leise flüstert, dass es immer noch ein bisschen besser gehen könnte. Den passenden Spiegel liefert ausgerechnet ein Podcast über Jan-Lennard Struff, den deutschen Tennisprofi – den Lukas sich am Vorabend reingezogen hat. Die Metapher des Spielers als CEO der eigenen Karriere, mit dem Coach als notwendiges Korrektiv, trifft das Paar mitten ins Herz. Denn am Ende ist es gar nicht die Situation, die eskaliert – es sind die unterschiedlichen Wege, wie man damit umgeht. Als Paar, als Geschäftspartner, als Eltern. Und ja, der Family Health Day am 26. April steht auch vor der Tür.
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    44 分