エピソード

  • #172 No Fear...Like Tom f*ing Cruise
    2026/10/15
    Lukas hat das Podcast-Equipment in aller früh aufgebaut und am Abend zuvor Popcorn-Chicken gemacht. Wertschätzung gab es seiner Meinung nach zu wenig. Alles vor dem "Aber" ist linguistisch gelöscht und damit wertlos. Der “Aber-Satz” ist damit eine Katastrophe. Von dieser kleinen Beobachtung ist es nur ein kurzer Sprung zu Tom Cruise, der in "No Battle After Tomorrow" bis vier zählt und aus einem fahrenden Auto springt und uns dabei einiges über Angst leert. Lukas' leitet daraus eine These ab: berühmte Menschen haben nicht mehr Eigenheiten als alle anderen — man schaut bei ihnen nur viel mehr hin. Snapchat kommt in der Schule an. Und damit ein Gedanke: das Smartphone ist das größte Sozialexperiment der Menschheitsgeschichte - abaer ohne Kontrollgruppe. Es hat nie eine Generation gegeben, die gleichzeitig mit und ohne aufgewachsen ist. Australien hat Handys unter 16 verboten, viel gebracht hat es nicht. Isabel und Lukas landen bei derselben Haltung: mitlernen statt nur verbieten, weil man als Eltern ohnehin hinterherhinkt.
    続きを読む 一部表示
    38 分
  • #171 Die erste Verhandlung führst du mit dir selbst
    2026/10/08
    Lukas hat den Hotel-Matze-Podcast mit Matthias Schranner gehört — ehemaliger Elitepolizist, Gründer des Schranner Negotiation Institute in Zürich, einer der bekanntesten Verhandlungsführer weltweit — und eine Erkenntnis nimmt er daraus mit: Jede Verhandlung beginnt im eigenen Kopf. Spreche ich den Konflikt überhaupt an? Sobald man ihn kommuniziert, folgt die Bewertung, dann die Verschriftlichung, dann die Drohung — und dann ist es meistens schon zu spät. Profis bringen keine Wertung in die Verhandlung. Das Harvard-Konzept bringt es auf den Punkt: hart in der Sache, wertschätzend zum Menschen. Dazu: Isabels Mutter hatte immer einen Satz, der ihr geblieben ist — "Sei nie, nie, nie von einem Mann abhängig." Was sich nach einem alten Ratschlag anhört, ist eigentlich eine Frage des Urvertrauens: Kann ich alleine stehen? Kann ich jeden Tag aufstehen und meinen eigenen Weg gehen, ohne dass mein Job oder meine Beziehung mich dazu zwingen? Wer das kann, ist in Verhandlungen unverletzlich — und im Leben freier. Außerdem: Vitos erste Schularbeit, Aufregung inklusive, und warum die Prüfung selbst immer leichter ist als die Zeit davor.
    続きを読む 一部表示
    43 分
  • #170 Eltern-sein heißt Coach-sein
    2026/10/01
    Nach einem langen und intensiven Sommer, der voll war mit Reisen, Erlebnissen und Unterwegs-Sein, haben Isabel und Lukas eine Entscheidung getroffen: zurückschrauben. Mehr kochen, weniger Restaurants, weniger Termine — nicht aus Askese, sondern weil Reizüberflutung auch im echten Leben passiert. Die Kinder werden größer, und damit kommen neue Fragen. Vitos erste Schularbeit ist der Aufhänger für eine grundsätzlichere Diskussion: Nachhilfe organisieren oder selbst dranbleiben? Isabel und Lukas sind sich einig — guter Coach sein ist nicht delegierbar, zumindest nicht in dieser Phase. Selbstvertrauen entsteht nicht durch bessere Noten, sondern dadurch, dass man selbst durch die Schwierigkeit gegangen ist. C.G. Jung hatte recht: alles bis 40 ist Übung. Lukas erzählt, dass er sich seit wenigen Jahren zum ersten Mal wirklich als eigenständiger Unternehmer fühlt — keine Verantwortung nach oben, keine nach unten, nur nach innen. Dann: das Otto Wagner Areal. Isabel und Lukas waren beim Performance-Theaterstück “Ganymed Areal” von Jacqueline Kornmüller und waren hellauf begeistert. Ihr persönliches Highlight waren Federspiel, ein Wachauer Blasmusik-Ensemble, die, während du mit einem Hocker durch das ehemalige Psychiatrie-Areal wanderst, neben dir beginnen zu spielen. Lukas findet dafür nur ein Wort: bewegend. Außerdem: Matthias Döpfner, CEO von Axel Springer, meint im Interview gegenüber Peter Thiel: "Progress in Medicine is the only thing that has no downside." Ein Satz, der hängenbleibt. Und ob man ewig leben wollen würde?
    続きを読む 一部表示
    42 分
  • #169 60 Dollar für ein Brot
    2026/09/24
    Der steirische Bäcker Martin Auer hat eine Bäckerei in New York eröffnet. Ein Brot: 60 Dollar. Lukas und Isabel fragen sich, ob das Mut ist oder Wahnsinn — und kommen zum Schluss: wahrscheinlich beides, und genau deshalb respektabel und spannend. Die Folge beginnt mit Hotelphilosophie (“man zahlt auch für die Lage, nicht nur das Zimmer”), macht einen Umweg über Lululemons Wien-Eröffnung und die Frage, warum manche Marken funktionieren und andere nicht. Wir leben in der Welt der Aufmerksamkeit, oder gar der Welt der “Intimität” und Marken schaffen große Werte. Schließlich landen die beiden dann bei Yuval Harari, der im Ezra-Klein-Interview eine Analogie bringt, die hängenbleibt: KI verhält sich wie Migration — kommt über die Grenze, nimmt Jobs, spricht eine andere Sprache und unterwandert von innen die Kultur. Der Unterschied: bei Migration ist die Angst diffus und politisch geprägt, bei KI ist sie faktisch. Dann: Trumpismus als Persönlichkeitsmodell — konsequenzlos handeln wie ein Kind, und wie erstaunlich weit das trägt. Isabel und Lukas debattieren Empathie als Superkraft versus Hemmschuh, streifen die Sterblichkeit (wer sich wirklich vorstellt, was es heißt zu sterben, kriegt Panik — das sei eine gute Übung), und landen schließlich bei Demokratie, AfD, FPÖ und der Frage, wie viel sich schleichend verändert, bevor man es merkt. Kein schlechtes Fundament für eine Folge über 60-Dollar-Brot.
    続きを読む 一部表示
    50 分
  • #168 “No” bedeutet nur “Not Now”
    2026/09/17
    Aufgenommen wieder vereint in Wien, Isabel noch gerötet von einer Microneedling-Behandlung, Lukas gedanklich noch bei Restaurants in New York. Er hat aus dem Founders-Podcast von David Senra eine Zeile von Napoleon mitgebracht, die hängen bleibt: Appetit kommt vom Essen. Je mehr du tust, desto mehr willst du tun. Wer wenig macht, will wenig. Außerdem: Anmeldechaos für eine schulische Freizeitaktivität. Anmeldefenster öffnet Punkt 20:00, Isabel refresht ab 19:55, alle 20 Plätze sind weg, WhatsApp-Gruppe explodiert. Die Lektion daraus führt zu einem Grundsatz: Man sollte sich weniger mit den Problemen beschäftigen, und mehr mit den Lösungen. Dazu ein semantischer, feiner Unterschied zwischen “No” und “Not now”. Und dann spricht Lukas über seine Erfahrungen mit GLP-1: er nimmt Mounjaro auf der niedrigsten Dosis, erklärt den Mechanismus — Magenrezeptoren, Sättigungsschwelle, Food Noise das einfach aufhört — und gesteht ein, dass er leider kein sehr guter Patient ist.
    続きを読む 一部表示
    44 分
  • #167 Lukas allein in New York - Teil 1
    2026/09/10
    Lukas ist beruflich in den USA und besucht die US Open - ein Traum, der für ihn wahr wird. Isabel muss derweil den ersten Schultag und alles was dazu gehört selbst meistern, freut sich aber auch auf etwas Me-Time und natürlich auf seine Rückkehr nach dieser langen Reise. ;)
    続きを読む 一部表示
    29 分
  • #166 If you want to call Europe, who do you call?
    2026/09/03
    Neue Location, Kamera läuft — aber alle drei SD-Karten versagen. Macht nichts. Lukas hat gerade den Jamie-Dimon-Podcast bei Nicolai Tangen (In Good Company) gehört, und ein Kissinger-Zitat geht ihm nicht aus dem Kopf: "If you want to call Europe, who do you call?" Dimon nennt Europa eine der größten Errungenschaften der Menschheit — zu Ende gedacht wurde es trotzdem nie. Dazu der Norwegische Staatsfonds als Paradebeispiel für das Gegenteil von Panik: kaufen, wenn alle verkaufen, langer Horizont, unfassbares Vermögen. Und eine Nilkreuzfahrt auf Isabels Bucket List — Lukas hat sie mit 16 gemacht und findet sie bis heute imposant. Isabel erzählt vom Heiratsantrag: Sie wusste, dass sie ja sagt — aber der Moment war beklemmend. Das führt zu einer längeren Diskussion über Commitment, Namen und warum die nächste Generation Dinge einfach anders macht als die davor. Isabel erzählt die Geschichte mit Hans Peter Haselsteiner bei 2 Minuten 2 Millionen und Lukas argumentiert warum die Währung der Welt Vertrauen ist. Gute Dinge lassen sich nicht erzwingen.
    続きを読む 一部表示
    40 分
  • #165 „Manche Menschen sind so arm, dass sie nur Geld haben.“
    2026/08/27
    Zurück in Wien und Tony muss abgeholt werden. Isabel fragt in Restaurants immer die Kellnerin, wie ein Gericht zubereitet wird und ob es auch schmeckt, was Lukas seit Jahren triggert. Dazu eine Max-Planck-Geschichte aus Charlie Mungers Almanack: Plancks Chauffeur kennt seine Quantenmechanik-Vorlesung auswendig und hält sie eines Tages selbst. Die Pointe: Planck-Wissen und Chauffeur-Wissen klingen beide überzeugend — aber nur eines hat echte Tiefe. Lukas warnt vor zu enger Beziehung zu ChatGPT,, weil es die Schwelle zur echten Interaktion senkt und eine Abhängigkeit erzeugt. Isabel sieht es lockerer. Am Ende: Die paar Prozent Unterschied im Genom zwischen Mensch und Tier enthalten Religion, Geld, Demokratie. Ein dünner Deckmantel — aber was für einer.
    続きを読む 一部表示
    35 分