エピソード

  • Folge 2 – Warum wir solche Angst vor dem Tod haben.
    2026/09/03
    Warum wir solche Angst vor dem Tod haben.Was fürchten wir eigentlich, wenn wir sagen: „Ich habe Angst vor dem Tod“?In dieser zweiten Folge spreche ich darüber, warum wir zwischen der Angst vor dem Tod und der Angst vor dem Sterben unterscheiden sollten. Fürchten wir Schmerzen, Kontrollverlust oder Einsamkeit? Die Vorstellung, irgendwann nicht mehr da zu sein? Oder vor allem den Verlust eines geliebten Menschen – und die Trauer, die danach auf uns wartet?Ich frage, warum der Tod in den vergangenen 100 Jahren immer mehr aus unserem Alltag verschwunden ist – und welche Spuren Weltkriege, nationalsozialistische Vernichtungspolitik, Shoah, Flucht, Gewalt und das Schweigen der Nachkriegsgenerationen hinterlassen haben.Ich erzähle, wie fremd mir der Tod war, als ich noch als Sängerin und VocalCoach arbeitete – und wie ich meine Mama nach ihrem Tod zum ersten Mal auf Fotos sah. Ich spreche über meine Angst vor diesen Bildern und über den Moment, in dem ich ihr schließlich wirklich gegenüberstand: wie ich ihre eiskalten Hände berührte, sie streichelte und auf die Wangen küsste.Warum war diese Begegnung für meinen Trauerprozess so wichtig? Kann das Sehen und Berühren eines verstorbenen Menschen helfen, die Wirklichkeit des Todes zu begreifen? Und löscht der „letzte Blick“ alle anderen Erinnerungen – oder kommt lediglich ein letztes Bild zu unserem inneren Fotoalbum hinzu?Außerdem geht es darum, was eine Todesnachricht in unserem Körper auslösen kann, weshalb Trauer kein linearer Ablauf ist und warum Trauermodelle Orientierung geben können, ohne eine Gebrauchsanweisung zu sein. Es gibt kein „richtiges“ und kein „falsches“ Trauern. Mit Trauer umgehen zu lernen bedeutet nicht, sie nicht mehr zu spüren.Vielleicht besteht Mut im Umgang mit dem Tod nicht darin, keine Angst mehr zu haben, sondern darin, sie wahrzunehmen – und trotzdem hinzusehen und miteinander zu sprechen.Höchste Zeit, Gevatter Tod nicht länger totzuschweigen.Hinweis zu sensiblen Inhalten:In dieser Folge geht es um den Tod eines nahestehenden Menschen, die Begegnung mit und Berührung einer Verstorbenen, Todesnachrichten, Trauer sowie Krieg und generationsübergreifende Belastungen. Bitte achte beim Hören gut auf Dich und unterbrich die Folge, wenn Dir etwas zu nahegeht.Wenn Du Unterstützung brauchst, wende Dich an einen vertrauten Menschen oder eine professionelle Anlaufstelle. Die TelefonSeelsorge erreichst Du anonym, kostenfrei und rund um die Uhr:0800 111 0 111 · 0800 111 0 222 · 116 123https://www.telefonseelsorge.de/Hat diese Folge etwas in Dir bewegt? Schreib mir Deine Gedanken, Erfahrungen, Fragen oder Dein Feedback an:nicole@mit-dem-tod-per-du.deDu möchtest selbst mit mir über Deine Geschichte sprechen? Dann melde Dich gerne. Wenn Dir der Podcast gefällt, freue ich mich, wenn Du ihn abonnierst, teilst und kommentierst.Literatur:• Irvin D. Yalom: In die Sonne schauen.• Verena Kast: Trauern. Phasen und Chancen des psychischen Prozesses.• Bruce Greyson: Nahtod.• Sabine Bode: Kriegsenkel.Studien:• Stroebe/Schut: „The Dual Process Model of Coping with Bereavement“, 1999.https://doi.org/10.1080/074811899201046• van Lommel et al.: „Near-death experience in survivors of cardiac arrest“, 2001.https://doi.org/10.1016/S0140-6736(01)07100-8Die Studie zu Nahtoderfahrungen belegt kein Fortbestehen des Bewusstseins nach einem unumkehrbaren Tod. (?)Film- und Dokumentarfilmtipps:• Being Mortal (2015)• Dick Johnson Is Dead (2020)• Nokan – Die Kunst des Ausklangs (2008)• Coco – Lebendiger als das Leben! (2017)Credits:Musik: „Medieval Folk Music“ von Watermelon Beatshttps://pixabay.com/users/watermelon_beats-54140361/Logo-Design: Janin Villhauervillhauer. nachhaltige design- und markenkonzepte.https://www.villhauer-design.de/
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    58 分
  • Folge 1 – Warum ich mit dem Tod per Du bin.
    2026/08/13

    Warum ich mit dem Tod per Du bin.


    Was geschieht, wenn der Tod nicht nur das Leben beendet, sondern ein neues Kapitel eröffnet?

    In dieser ersten Folge erzähle ich dir, warum ausgerechnet der Tod meinen beruflichen Weg vollkommen verändert hat – und weshalb ich heute überzeugt bin: Die wichtigsten Gespräche beginnen oft dort, wo andere das Thema wechseln.

    Als meine Mutter 2013 plötzlich starb, war ich nicht auf das vorbereitet, was danach geschah. Wie geht man damit um, wenn ein geliebter Mensch nach seinem Tod nicht so behandelt wird, wie man es sich gewünscht hätte? Was macht es mit uns, wenn wir in einem der verletzlichsten Momente unseres Lebens auf Kälte, fragwürdige Erklärungen und mangelnde Fürsorge treffen? Und kann aus einer schmerzhaften Erfahrung tatsächlich etwas entstehen, das dem eigenen Leben eine völlig neue Richtung gibt?

    Ich nehme dich mit auf meinen ungewöhnlichen Weg von der Sängerin und Vocalcoach zur Bestatterin: zu prägenden Begegnungen, hinter die Kulissen der Bestattungsbranche, zu Wertekonflikten, Abschieden und Neuanfängen. Ich erzähle von meiner Zeit als Leiterin eines Bestattungsunternehmens, von Strukturen, die mich an meine Grenzen brachten, von sechs Wochen auf dem Camino del Norte und von der Frage, wie eine wirklich würdevolle Bestattungskultur aussehen müsste.

    Warum reicht es nicht, erst dann über die eigenen Wünsche zu sprechen, wenn der Tod bereits vor der Tür steht? Wer entscheidet über deine Bestattung, wenn du selbst es nicht mehr kannst? Was bedeutet Totenfürsorge eigentlich? Und warum darf Selbstbestimmung nicht mit dem letzten Atemzug enden?

    Diese Folge erzählt von Trauer und Wut, von Haltung, Würde und Hoffnung – und davon, warum ich heute Cura Mea gründe. Sie ist zugleich der Anfang dieses Podcasts: eines Ortes für offene Gespräche über Sterben, Tod, Trauer, Bestattung und das echte Leben dazwischen.

    Höchste Zeit, Gevatter Tod nicht länger totzuschweigen.

    Hinweis zu sensiblen Inhalten:

    In dieser Folge geht es unter anderem um den Tod eines nahestehenden Menschen, belastende Abschiedserfahrungen und den Umgang mit Verstorbenen. Bitte achte gut auf dich und unterbrich die Folge, wenn du merkst, dass dir etwas gerade zu nahegeht.

    Wenn das Gehörte etwas in dir auslöst, womit du nicht allein bleiben möchtest, hol dir bitte Unterstützung – bei einem vertrauten Menschen oder einer professionellen Anlaufstelle.

    Die TelefonSeelsorge Deutschland erreichst du anonym, kostenfrei und rund um die Uhr:

    0800 111 0 111
    0800 111 0 222
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    https://www.telefonseelsorge.de/

    Wenn Du Dich über die wichtige und für so viele Menschen segensreiche Arbeit der eva Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. informieren möchtest, dann schau gerne dort vorbei: www.eva-stuttgart.de

    Bei Instagram findest Du die eva hier: @eva_stuttgart

    Hat diese Folge etwas in dir bewegt? Du hast Fragen, Gedanken, Anregungen oder möchtest mir Feedback geben? Dann schreib mir gerne an nicole@mit-dem-tod-per-du.de.

    Credits:

    Musik: „Medieval Folk Music“ von Watermelon Beats
    https://pixabay.com/users/watermelon_beats-54140361

    Logo-Design:

    Janin Villhauer

    villhauer. nachhaltige design- und markenkonzepte.
    https://www.villhauer-design.de

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    55 分