Mach das weg! Gib mir das! – Die stoische Disziplin des Begehrens
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Was sich gut anfühlt, gilt heute als richtig. Was sich schlecht anfühlt, gilt als reparaturbedürftig. Trauer rückt in die Nähe einer Diagnose, Anerkennungssucht in die Nähe einer Berufung, Konsumlust in die Nähe von Selbstfürsorge. Wir behandeln, was zu uns gehört, und feiern, was uns zerreibt.
Die Stoiker hatten einen anderen Maßstab. Ein Affekt war für sie zu prüfen an dem Urteil, auf dem er ruht. Ob er sich gut oder schlecht anfühlt, war zweitrangig; entscheidend war, ob die Annahme dahinter wahr oder falsch ist. Diese Verschiebung der Achse, vom Gefühl zum Urteil, verschiebt fast alles, was wir uns über uns selbst zu sagen gewöhnt haben.
Die Antwort der Stoa liegt in einer Übung, die sie die Disziplin des Begehrens genannt haben. Sie arbeitet mit einer einzigen Frage: Liegt das, wonach ich gerade verlange, in meiner Hand? Diese Frage öffnet einen Raum, den die andere – die nach dem Angenehmen und Unangenehmen – nicht öffnet. Es ist der Raum, in dem die Stoa beheimatet ist.
Links:
Website: https://www.stoicmind.at/
Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung
Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe
Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.