• Der Mittelstand lässt KI nur reden - mit Tim Wiegels
    2026/09/03
    Die Frist rutscht. Das Datenproblem nicht. Die Hochrisiko-Einordnung im AI Act ist verschoben. Jonas Rashedi sagt ehrlich, dass das in seinem Unternehmen exakt nichts ändert. Dr. Tim Wiegels hält genau das für den Befund. In dieser Folge erfährst du: → Was gilt und was rutscht — Transparenzpflichten, verbotene Praktiken und KI-Kompetenz gelten. Verschoben ist die Hochrisiko-Einordnung. Und seit dem 29. Juli 2026 hat Deutschland eine KI-Aufsicht: Bundesnetzagentur zentral, BaFin für den Finanzsektor. → Betreiber gegen Berater — Für Jonas folgt daraus eine sehr praktische Aufgabe: pro KI-System eine Zuordnung, wer es verantwortet. Tim sieht bei seinen Mandanten fast keine solchen Projekte und hat in eineinhalb Jahren niemanden nach Transparenzdokumentation fragen hören. → Die Zahl der Folge — Die KfW zählt 14 Prozent der Mittelständler, die KI für Sprachgenerierung nutzen, und 3 Prozent für Datenanalyse. Zuerst automatisiert wurde also das Reden, nicht das Rechnen. → Anthropics eigener Test — Agenten auf rohe Daten geworfen: 21 Prozent richtige Antworten. Dieselben Daten annotiert, aggregiert, definiert: 95 bis 99 Prozent. → Governance verkaufen, ohne Governance zu sagen — Tim baut bei Kunden Data Warehouses so um, dass jede KPI definiert ist, und begründet es intern mit den Agenten, die sonst nicht arbeiten können. → Die Rolle, die fehlt — Datenschutz war auch nie ein Projekt, sondern wurde eine Rolle. Jemand muss dauerhaft wissen, welche KI-Features laufen und was die Regulatorik daraus macht. → Die Wette — Jonas sagt: Die 3 Prozent stehen bis Mitte 2027 nicht höher als 8. Tim rechnet mit einem Sprung. Über den Gast: Dr. Tim Wiegels ist Berater bei Tim Wiegels Data Solutions und arbeitet mit Fachbereichen aus Marketing, Produkt, Data und AI. Vorher war er unter anderem bei FREE NOW und XING. Mit Jonas Rashedi nimmt er dieses Format seit Jahren im Wechsel mit den Gastfolgen auf. MY DATA IS BETTER THAN YOURS ist ein Projekt von BETTER THAN YOURS, der Marke für richtig gute Podcasts. 🔗 Zum Linkedin Profil von Tim Wiegels: https://www.linkedin.com/in/timwiegels/ 🔗 Zum LinkedIn Profil von Jonas: https://www.linkedin.com/in/jonasrashedi/ 📚 Jonas' Bücher: https://www.amazon.de/stores/Jonas-Rashedi/author/B09FKCFYBM 🎧 Mehr Folgen: https://podigee.com/my-data-is-better-than-yours 🔗 Rund um Jonas: https://linktr.ee/jonas.rashedi Du möchtest gezielt Werbung im Podcast MY DATA IS BETTER THAN YOURS schalten? Zum Kontaktformular: https://2frg6t.share-eu1.hsforms.com/2ugV0DR-wTX-mVZrX6BWtxg
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    46 分
  • 0,35% Budget, 90% Hype: Die KI-Lücke im Mittelstand - mit Paul K., Team One
    2026/08/27
    Ein Partner AI, der seit Jahren mit Strategieberatung sein Geld verdient - und trotzdem sagt, dass der Wert der meisten Strategiefolien gegen null geht. Paul Krauss, Partner AI bei Team One und Herausgeber des Magazins AI:D, erklärt, warum 36-Monats-Roadmaps im aktuellen KI-Tempo kaum noch funktionieren, wie ein Agentic-Commerce-Check in vier Wochen aussieht - und warum der eigentliche Engpass nicht die Modelle sind, sondern die eigenen Daten. Key Takeaways: → Warum der Wert klassischer Strategiefolien gegen null geht, seit KI in Sekunden beliebig überzeugend klingende Studien und Herleitungen produzieren kann → Wie ein Agentic-Commerce-Check in vier Wochen aussieht - von der Sichtbarkeit im KI-Traffic bis zur Google-Merchant-Feed-Qualität → Warum nur 0,35 Prozent des Umsatzes im Schnitt in KI investiert werden, obwohl 80 bis 90 Prozent der Unternehmen KI als wichtigstes Zukunftsthema nennen → Wieso Paul statt langer Roadmaps auf klare Exit-Kriterien und kurze, parallele Wetten setzt → Wie Paul sich mit einem einfachen Notiz-Tool ein persönliches KI-Gedächtnis gebaut hat - und warum genau das den Unterschied macht Über den Gast: Paul Krauss ist Partner AI bei Team One, Herausgeber des Fachmagazins AI:D für KI im E-Commerce und Dozent am AI Transformation Institute (DFKI). Er moderiert unter anderem die AI-Bühne der K5 Konferenz und ist Mitglied der Agentic Commerce Alliance (ACA). MY DATA IS BETTER THAN YOURS ist ein Projekt von BETTER THAN YOURS, der Marke für richtig gute Podcasts. 🔗 Zum LinkedIn Profil von Paul Krauss: https://www.linkedin.com/in/paul-krauss-ba89605b/ 🔗 Team One: https://www.team-one.de/ 🔗 Zum LinkedIn Profil von Jonas: https://www.linkedin.com/in/jonasrashedi/ 📚 Jonas' Bücher: https://www.amazon.de/stores/Jonas-Rashedi/author/B09FKCFYBM 🎧 Mehr Folgen: https://podigee.com/my-data-is-better-than-yours 🔗 Rund um Jonas: https://linktr.ee/jonas.rashedi Du möchtest gezielt Werbung im Podcast MY DATA IS BETTER THAN YOURS schalten? Zum Kontaktformular: https://2frg6t.share-eu1.hsforms.com/2ugV0DR-wTX-mVZrX6BWtxg
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    52 分
  • 80 auf 95 Prozent Datenqualität: REWE erfasst Produktdaten mit KI - mit Katharina B., Rewe
    2026/08/20
    Worum es geht: Rund 150.000 Artikel auf SKU-Ebene, 270 intern verwaltete Attribute— und regionale Lieferanten, die keine Zeit haben, die von ihnen geforderten 50 Attribute in eine Eingabemaske zu tippen. Manchmal ist es ein Betrieb von drei Leuten. Katharina Bülowius hat bei REWE erst die eigene Abteilung sichtbar gemacht und dann mit der internen AI-Innovation-Abteilung zwei KI-Module bauen lassen, die Produktangaben von Fotos auslesen und gegen einen Gold-Standard prüfen. Worüber wir sprechen: **Das eigentliche Problem: regionale Lieferanten.** Käse, Hoflimonade, Kartoffeln — die Angaben stehen auf der Verpackung im Markt, nicht in einem Datenpool. **Lea und der Goldhamster.** Ein Modul liest Produktfotos aus, ein zweites prüft die Ergebnisse gegen verifizierte Wahrheiten und lernt aus jeder Korrektur des Teams. **Der Rückschlag bei 80 Prozent.** Warum die erste Version nicht online gehen durfte und wie daraus das zweite Modul entstand. **Stammdaten gegen Produktwissen.** Warum der Name mitentscheidet, ob das Thema im Unternehmen eine Bühne bekommt. **Wer betreibt das eigentlich?** Nach dem Pitch vor der Geschäftsführung steht die Operating-Model-Frage im Raum. Der Gast: Katharina Bülowius ist Lead Ecom Master Data Management bei REWE und verantwortet die Produktdaten für Liefer- und Abholservice. Vor REWE war sie Geschäftsführerin einer Digitalagentur mit Kunden überwiegend im Mittelstand. Jonas und sie kennen sich von Douglas, wo sie als Freelancerin 20 Jahre alte Produktdaten für die SAP-Einführung neu strukturiert hat. MY DATA IS BETTER THAN YOURS ist ein Projekt von BETTER THAN YOURS, der Marke für richtig gute Podcasts. 🔗 Zum LinkedIn Profil von Katharina Bülowius: https://www.linkedin.com/in/katharina-b%C3%BClowius-9505ba162/ 🔗 Zum LinkedIn-Profil der REWE Group: https://www.linkedin.com/company/rewegroup 🔗 Zum LinkedIn Profil von Jonas: https://www.linkedin.com/in/jonasrashedi/ 📚 Jonas' Bücher: https://www.amazon.de/stores/Jonas-Rashedi/author/B09FKCFYBM 🎧 Mehr Folgen: https://podigee.com/my-data-is-better-than-yours 🔗 Rund um Jonas: https://linktr.ee/jonas.rashedi Du möchtest gezielt Werbung im Podcast MY DATA IS BETTER THAN YOURS schalten? Zum Kontaktformular: https://2frg6t.share-eu1.hsforms.com/2ugV0DR-wTX-mVZrX6BWtxg
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    54 分
  • Die IT-Transformation eines Baumarkts - mit Tim E., Obi
    2026/08/13
    Ein Baumarkt-Konzern, der seit über 50 Jahren im Geschäft ist - und trotzdem gerade eine der größten IT-Transformationen seiner Geschichte durchzieht. Tim Engler, CIO bei OBI, erklärt, wie er ERP, Marktplatz und Arbeitsumgebung parallel modernisiert hat, ohne dass der laufende Betrieb darunter leidet - und warum die Organisation am Ende wichtiger war als jede einzelne Technologie-Entscheidung. Key Takeaways: → Warum die mutigste Entscheidung nicht die Technologie war, sondern der Mut zu einer noch unerprobten Plattform (VTEX) für den europäischen Markt → Wie OBI sein ERP von einer AS400-Umgebung auf Microsoft Dynamics gehoben hat - verzahnt mit einem neuen, komplett neu gebauten Lagerstandort in Polen → Warum sich OBI bewusst für Google Workspace samt Gemini entschieden hat → Wie Domain-Teams nach dem Build-it-run-it-Prinzip die Müdigkeit zwischen Projekt- und Fachbereich auflösen → Wieso Agentic Engineering bei OBI zuerst im Software Development Lifecycle erprobt wurde, bevor es jetzt die Modernisierung von Kasse und Warenwirtschaft beschleunigt Über den Gast: Tim Engler ist CIO bei OBI und seit 13 Jahren im Unternehmen, zunächst in einer internen Beratungsfunktion mit viel Projekterfahrung quer durch alle Fachbereiche, später in der kundennahen Digital- und E-Commerce-IT und schließlich mit der Gesamtverantwortung für die IT des Konzerns. 2024 wurde er mit dem Sonderpreis "Customer Experience" bei den CIO des Jahres Awards ausgezeichnet. MY DATA IS BETTER THAN YOURS ist ein Projekt von BETTER THAN YOURS, der Marke für richtig gute Podcasts. 🔗 Zum LinkedIn Profil von Tim Engler: https://de.linkedin.com/in/tim-engler-8756ba3a 🔗 OBI: https://www.obi.de/ 🔗 Zum LinkedIn Profil von Jonas: https://www.linkedin.com/in/jonasrashedi/ 📚 Jonas' Bücher: https://www.amazon.de/stores/Jonas-Rashedi/author/B09FKCFYBM 🎧 Mehr Folgen: https://podigee.com/my-data-is-better-than-yours 🔗 Rund um Jonas: https://linktr.ee/jonas.rashedi Du möchtest gezielt Werbung im Podcast MY DATA IS BETTER THAN YOURS schalten? Zum Kontaktformular: https://2frg6t.share-eu1.hsforms.com/2ugV0DR-wTX-mVZrX6BWtxg
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    55 分
  • KI bringt 4x mehr Output wenn du DAS tust - mit Karsten Rösener, Warsteiner
    2026/08/06
    Ein Traditionsunternehmen, das seit 1753 im Geschäft ist – und trotzdem gerade eine der konsequentesten SAP- und KI-Transformationen im deutschen Mittelstand durchzieht. Karsten Rösener, Chief Digital Officer der Haus Cramer Gruppe (Warsteiner), erklärt, warum er sich bewusst gegen eine Greenfield-Neuaufstellung entschieden hat, wie ein eigener KI-Assistent namens „Vitus" entsteht – und warum am Ende die Menschen über den Erfolg jeder Technologie entscheiden. Key Takeaways: → Warum Karsten sich bei der SAP-S/4HANA-Transformation bewusst gegen Greenfield entschieden und stattdessen 40 kleine, flexible Teilprojekte gestartet hat → Wie ein wetterabhängiges Saisongeschäft eine eigene Datenarchitektur und ein komplett neu aufgesetztes Reporting braucht → Warum Warsteiner sein Ticketsystem und sein eigenes Sprachmodell komplett intern betreibt – Stichwort Datensouveränität → Wie der interne KI-Assistent „Vitus" – benannt nach dem Sohn des Firmengründers – aus einzelnen Assistenten-Use-Cases entsteht → Warum KI-Campus, KI-Botschafter und KI-Champions den Unterschied machen und Führungskräfte, die selbst mit KI arbeiten, einen vierfach höheren Durchsatz erzeugen Über den Gast: Karsten Rösener ist seit Februar 2024 Chief Digital Officer der Haus Cramer Gruppe – eine neu geschaffene Position mit Verantwortung für die SAP-/S4HANA-Transformation, Infrastruktur, IT-Security und KI. Zuvor war er von 2016 bis 2024 Chief Information & Digital Officer der Ostfriesischen Tee Gesellschaft (Laurens Spethmann Holding), wo er 2021 mit der SAP-S/4HANA-Migration den 3. Platz beim Wettbewerb „CIO des Jahres" in der Kategorie Mittelstand belegte, und davor CIO der GoodMills Group. 2025 wurde er mit dem Confare ImpactAward ausgezeichnet. MY DATA IS BETTER THAN YOURS ist ein Projekt von BETTER THAN YOURS, der Marke für richtig gute Podcasts. 🔗 Zum LinkedIn Profil von Karsten Rösener: https://www.linkedin.com/in/karsten-roesener/ 🔗 Zum LinkedIn-Profil der Haus Cramer Gruppe: (9) WARSTEINER Brauerei Haus Cramer Management Gmbh: Übersicht | LinkedIn 🔗 Zum LinkedIn Profil von Jonas: https://www.linkedin.com/in/jonasrashedi/ 📚 Jonas' Bücher: https://www.amazon.de/stores/Jonas-Rashedi/author/B09FKCFYBM 🎧 Mehr Folgen: https://podigee.com/my-data-is-better-than-yours 🔗 Rund um Jonas: https://linktr.ee/jonas.rashedi Du möchtest gezielt Werbung im Podcast MY DATA IS BETTER THAN YOURS schalten? Zum Kontaktformular: https://2frg6t.share-eu1.hsforms.com/2ugV0DR-wTX-mVZrX6BWtxg
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    58 分
  • Vom Datensalat zur zentralen Dateninfrastruktur: Andrea Lederer (CDO Weleda) über Daten, Organisation und KI – live von der K5 – Folge 337
    2026/07/30
    Ein Patient braucht nur eine Definition, ein Konzern manchmal keine: Als Andrea Lederer vor zwei Jahren als Global Chief Digital Officer bei Weleda anfängt, kann sie nicht sagen, wie viel das Unternehmen online verkauft. Nicht, weil niemand verkauft, sondern weil es keine zentralisierten Daten und keine gemeinsame Definition gibt, was ein Online-Verkauf überhaupt ist. Ihr eigener Running Gag hat ein Dreivierteljahr gehalten. Diese Folge habe ich live auf der K5 mit Andrea aufgenommen. Wir kennen uns aus gemeinsamen Douglas-Zeiten, davor war sie lange bei Amazon. Weleda ist eine über 100 Jahre alte Marke, stark im stationären Handel über Apotheke und Drogerie, international aufgestellt von Australien über Amerika bis Asien. Genau daraus entsteht das Thema der Folge: eine dezentrale, historisch gewachsene Datenlage, kaum eigene First-Party-Daten und der Weg vom Datensalat zu einer zentralen Dateninfrastruktur. Andrea nimmt uns mit durch die Reihenfolge, in der sie das angegangen ist. Zuerst die Datengrundlage: gemeinsam mit Finance und den Ländern definieren, was ein Online-Verkauf ist, und die Zahlen in Power BI zusammenführen. Schritt für Schritt, erst die Ist-Daten, dann das Vorjahr, seit diesem Jahr auch Versus-Budget. Dann die Organisation: Monthly Business Reviews mit den Ländern, Reportings, die Frage, wer welchen Report eigentlich liest, und die tägliche Arbeit an einer Single Source of Truth. Der Online-Anteil liegt heute grob bei 20 Prozent, den Rest macht der Handel. Zwei Dinge machen die Folge ehrlicher als die übliche Digitalerzählung. Erstens die Reihenfolge: erst das Fundament, dann die Tools. Zweitens die Organisation. Andrea hat die IT nicht unter sich, arbeitet aber eng mit ihrem IT-Chef, kämpft gegen Legacy und einen Investitionsstau und hält ein klares Plädoyer, die IT-Kosten bewusst zu erhöhen, statt sie nur zu drücken. Und dann KI. Weleda hatte über die IT schon länger ein internes KI-System auf Basis von OpenAI, aber eher auf freiwilliger Basis. Andrea hat daraus eine Managementaufgabe gemacht: von freiwillig zu Pflicht, mit AI-Readiness-Check, einem Ampelsystem für die Fachabteilungen und Ambassadors, die Use Cases aus der Organisation zusammentragen. In einem Piloten mit einem KI-Assistenten wurden aus geplanten 10 Testpersonen plötzlich 40. Ihr Aha-Moment war weniger die Technik als die Erkenntnis, wie sehr Ergebnisse vom Kontext abhängen, den man vorher hineingibt. Welches Tool am Ende gesetzt wird, ist bei Weleda ausdrücklich noch offen. Außerdem: warum Marketing Mix Modeling für eine starke Offline-Marke so schwierig ist, warum ein CRM- und ein Replenishment-Ansatz erst am Anfang stehen, und warum Andrea trotz aller KI-Begeisterung darauf besteht, Ergebnisse zu hinterfragen, statt AI-Slop einfach weiterzureichen. Zum Schluss die beiden Standardfragen. Privat trackt Andrea mit der Apple Watch, hat ein Smart Home und baut sich kleine Apps, zuletzt für die eigenen Finanzen. Und einen sauberen Filmtitel für die Folge lässt sie offen, außer einem: Datensalat. Vorschläge gehen ausdrücklich an die Hörerinnen und Hörer. Aufgenommen live auf der K5.
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    1 時間
  • Clinical Data Repository im Krankenhaus: Patientendaten über viele Klinik-Systeme hinweg zusammenführen – mit Gunnar H., CDO Sana Kliniken (2/2) – Folge 336
    2026/07/23
    Ein Patient, mehrere Kliniken, in jedem Haus ein anderes klinisches Informationssystem: Wie führt ein Klinikkonzern seine Patientendaten überhaupt zusammen? Und warum ist genau das die Voraussetzung dafür, dass KI im Krankenhaus mehr wird als ein eingekauftes Tool? Die Sana Kliniken sind über Zukäufe gewachsen. Jedes übernommene Krankenhaus hat seine eigene IT mitgebracht, abgekapselt wie eine kleine Insel. Funktional sieht es überall gleich aus: ein klinisches Informationssystem (KIS) als Primärsystem, dazu Laborsystem, Radiologiesystem und Spezialsysteme für einzelne Funktionsbereiche, vom Herzkatheter bis zur Gastroenterologie. Nur sind die Systeme in jedem Haus andere. Dazu kommen sehr unterschiedliche Häuser: Maximalversorger mit 800 bis 900 Betten neben spezialisierten Herzzentren und kleinen Grund- und Regelversorgern. Das Ergebnis nennt Gunnar H. eine extreme Heterogenität, und zwar nicht nur bei den Daten, sondern zuerst bei Systemen und Prozessen. Gunnar H. ist Chief Data Officer der Sana Kliniken AG. Er kommt aus der Volkswirtschaftslehre, hat Wirtschaftsinformatik draufgesattelt, Data Warehouses in Versicherung und Telekommunikation gebaut, danach bei ProSiebenSat.1 Media, und ist seit fast 17 Jahren im Gesundheitswesen. Sein Data Office sitzt heute direkt beim Vorstand, im selben Ressort wie die Konzern-IT. Im Gespräch mit Jonas Rashedi geht es um die Bausteine, mit denen ein solcher Konzern das Datenproblem angeht: das Clinical Data Repository als zentrale, standardisierte klinische Datengrundlage. Den Master Patient Index, mit dem sichtbar wird, dass derselbe Patient in zwei Kliniken war, davor in einer ambulanten Praxis und danach in der Nachsorge. Die Schnittstellenstandards HL7 und FHIR, die es praktisch nur im Gesundheitswesen gibt und an denen deshalb niemand vorbeikommt. Und vorkonfigurierte klinische Datenmodelle statt selbstgebauter Data Warehouses, unter anderem aus der 2015 gegründeten Medizininformatik-Initiative und ihrem Kerndatensatz. Zwei Punkte machen die Folge sperriger als die übliche KI-Erzählung. Erstens Datenqualität: Ärztinnen und Ärzte sind nicht da, um zu dokumentieren, damit Data Scientists später schöne Auswertungen bauen. Wenn strukturierte Eingabe nicht ergonomisch ist, entsteht sie auch nicht. Zweitens die Reihenfolge. Sana hat eine KI-Community gegründet und eine KI-Strategie etabliert, aber der Satz, der hängen bleibt, ist nüchtern: Ohne Daten keine KI. Erst die Datengrundlage, dann die Tools. Außerdem: warum Data Governance nur funktioniert, wenn man sie über den Nutzen kuratierter Daten verkauft statt über Regeln. Wann es überhaupt sinnvoll ist, Data aus der IT herauszulösen. Wo KI in der Codier-Optimierung und bei der DRG ansetzen könnte, weil dort heute noch händisch gearbeitet wird. Und welchen Rat Gunnar einem Data Engineer gibt, der morgen anfängt: einen Technologie-Stack wirklich beherrschen statt drei halb, und danach die Daten verstehen. Zum Schluss die beiden Standardfragen. Privat wartet Gunnar darauf, dass auch die privaten Krankenversicherer eine elektronische Patientenakte anbieten. Und als Filmtitel für sein Data-Game wählt er Der Marsianer: ein Riesenproblem, das man in kleinen, datenbasierten Schritten löst, mit dem großen Ganzen im Blick. Teil 2 von 2. In Teil 1 spricht Jonas Rashedi mit der Chief Transformation Officerin der Sana Kliniken über die Transformationsperspektive. Anzeige: Quest Software, Trusted Data Platform, quest.com/mydata
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    50 分
  • Warum KI im Krankenhaus an Prozessen hängt – Stefanie K., Chief Transformation Officer der Sana Kliniken (Folge 335)
    2026/07/16
    Warum kommt KI im Krankenhaus nicht voran, obwohl die Technologie längst verfügbar ist? Stefanie K. ist Chief Transformation Officer bei den Sana Kliniken und gibt eine unbequeme Antwort: Es liegt nicht an der Technik, sondern daran, dass die Prozesse nicht aufgeschrieben sind. Ihr Satz dazu sinngemäß: Wer einem schlechten Prozess eine App verpasst, hat hinterher einen schlechten digitalen Prozess. Die Ausgangslage: 42.000 Mitarbeitende, 50 Krankenhäuser, 60 Ambulanzzentren und acht parallel laufende Klinikinformationssysteme, vieles davon On-Premise. Stefanie K. kommt aus der Technologiewelt, sie hat Oracle Deutschland geleitet und war vorher bei RWE und Vorwerk. Sie erklärt, warum On-Premise nicht automatisch schlecht ist, warum die Cloud-Strategie Cloud-first, but not Cloud-only heißt und warum in Radiologie und Intensivmedizin immer ein Edge-Ansatz bleiben wird. Beim Thema KI wird sie konkret statt euphorisch. Der AI Act stuft Kliniken als kritisches Geschäftsfeld ein. KI-Initiativen werden auch wieder eingestellt, unter anderem weil Zertifizierungen nicht vorlagen. Gleichzeitig sagt sie, man sei am Tipping Point und das sei nicht mehr zu diskutieren: Jetzt trenne sich die Spreu vom Weizen, und zwar bei Prozessen und Organisation, nicht bei der Technologie. Außerdem im Gespräch: warum es für klinische Daten eine eigene Gesellschaft braucht und der Zweck Forschung ist, was ein klinisches Decision-System in der Notaufnahme leisten soll, warum bei der Cloud die Wahl auf StackIT der Schwarz Gruppe fiel, warum ihre Analogie fürs Datenökosystem kein Orchester ist, sondern ein Rezeptbuch, und warum eine KI eine sechsstellige Multiplikation falsch rechnet, solange man ihr nicht sagt, sie soll den Taschenrechner benutzen. Teil 1 von 2 mit den Sana Kliniken. In Teil 2 geht es mit Gunnar H. um die technische Seite der klinischen Datenplattform. Anzeige: Diese Folge wird unterstützt von Quest Software, quest.com/mydata
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    59 分